Alt-Kanzler Schröder erweitert Skulpturenweg
06.04.2009
Ort: Importartikel Von: Michael Wehner ![]()
Enthüllung Der Bamberger Skulpturenweg wird mit dem Apoll des berühmten deutschen Künstlers Markus Lüpertz einen neuen Glanzpunkt erhalten. Zur Enthüllung der Bronze-Plastik am 4. Mai hält der Lüpertz-Freund Alt-Kanzler Gerhard Schröder eine Rede.

2006 standen die Plastiken von Markus Lüpertz schon einmal im Mittelpunkt einer Ausstellung des Künstlerhauses. Nun wird eine Skulptur dauerhaft in Bamberg aufgestellt. Foto: Ronald RInklef
Der Festakt findet um 14.30 Uhr auf dem Elisabethenplatz statt und die gesamte Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen. Es ist anzunehmen, dass viele diesem Ruf der Stadt Bamberg schon deshalb folgen werden, weil der Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder persönlich die Laudatio auf Markus Lüpertz halten wird.
Grund für den Besuch von Schröder in Bamberg sind keine parteipolitischen Kontakte zum SPD-Oberbürgermeister Andreas Starke, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern des Alt-Kanzlers freundschaftlichen Verbindungen mit dem Künstler. „Lüpertz und Schröder sind Kartbrüder“, sagte die Pressesprecherin Ulrike Siebenhaar, die den Besuch mit einer Anfrage beim Büro von Schröder angebahnt hat.
Wie der frühere Bundeskanzler ist natürlich auch Lüpertz kein Unbekannter. Der aus dem nordböhmischen Reichenberg stammende 67-jährige ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler Deutschlands und gilt neben Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Jörg Immendorf als ein herausragender Vertreter der neuen deutschen Malerei, wie die Stadt auf ihrer Einladung mitteilt.
Lüpertz lebt und arbeitet heute in Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf und Florenz. Seine Werke lösten immer wieder heftige Kontroversen aus, u.a. in den Städten Salzburg und Augsburg. Auch in Bamberg gab es 2006 eine Debatte, als das Künstlerhaus eine Lüpertz-Ausstellung durchführte. In ihrem Verlauf wurde die Plastik „Kopf Chillida“ vom Sockel gestürzt. OB Starke startete daraufhin eine Spendenaktion, die nach zweieinhalb Jahren vom Erfolg ge krönt war. An der Finanzierung der 153.000 Euro teueren Skulptur beteiligten sich u.a. die Oberfrankenstiftung, Sparkasse und Stadtwerke Bamberg, die Kunstmäzenin und Augsburger Verlegerin Ellinor Holland und viele Bamberger Bürger.
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