Investor Schmidt lässt Hotelprojekt ruhen

30.03.2010   Von: Michael Wehner  inFranken.de

Mahrsbräu-Keller  Das umstrittene Hotelprojekt auf dem Mahrs-Keller wird vorerst nicht weiter verfolgt. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das der neue Eigentümer des Bierkellers an den OB und die Stadtratsfraktionen richtete. Das weitere Schicksal des Traditionsbiergartens ist damit ungewiss, eine Bewirtschaftung über das Jahr hinaus unwahrscheinlich.


Auf diesem Gartengrundstück sollte das Hotel gebaut werden. Ob es nun dazu kommt, ist fraglich. Foto: Ronald Rinklef
Der Protest vieler Bürger und Verbände zeigt offenbar Wirkung. Wie der Käufer des Mahrsbräu-Kellers am Oberen Stephansberg, Günter Schmidt, den Fraktionen in einem Brief mitgeteilt hat, will er die Änderung des Bebauungsplans für das Anwesen vorerst nicht weiter betreiben. Das umstrittene Bauvorhaben im Garten des Traditionsbiergartens ist damit auf Eis gelegt.

Das für den Neubau eines 22-Zimmer-Gästehauses mit 50 Metern Seitenlänge laufende Bebauungsplanverfahren hatte eine Flut von Einwänden bei Nachbarn, aber auch Denkmalschützern hervorgerufen.

Gegenüber unserer Zeitung wollte Investor Günter Schmidt die Gründe für sein Abrücken nicht erläutern.

Schmidt, der bereits mit einem Hotelprojekt auf der Insel der Unteren Mühlen gescheitert war, will sich öffentlich zu dem Vorhaben nicht mehr äußern. Er habe bereits alle Argumente genannt. Der Bamberger Inhaber der Bauträgergesellschaft casa tecta hatte stets betont, dass der Mahrsbräu-Keller nur mit dem neuen Hotel zu retten sei. Mit seinem Plänen habe er den Keller davor bewahren wollen, das Schicksal anderer Keller zu teilen, auf denen vielfach Wohngebäude entstanden.

Nach dem bisher geplanten Ablauf sollte der Stadtrat voraussichtlich im Mai ein zweites Mal über das Projekt entscheiden. Ob es bei einer erneuten Beratung wieder zu einer Mehrheit für die Bebauung gekommen wäre, ist fraglich.

Die Zukunft des Kellers bleibt so oder so ungewiss. Ein Fortbestand der Bewirtschaftung über den 31. Dezember 2010 hinaus, ist auch für den Fall ausgeschlossen, dass kein Hotel gebaut werden darf, hatte Günter Schmidt stets betont.



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