Räumungsverkauf im Spielzeugparadies
04.11.2010
Ort: Bamberg Von: Jutta Behr-Groh ![]()
Ladensterben Wieder schließt ein alt eingesessenes Fachgeschäft in Bamberg: Spielwaren Schraudner in der Hauptwachstraße hört nach Weihnachten auf. Die Chefin des dann 75 Jahre alten Unternehmens sieht für sich und den Laden keine Zukunft mehr: Internet-Handel und die Konkurrenz der Großen machten Kleinen wie ihr das Überleben schwer.

Die Sammler "sterben weg" und die Konkurrenz von Internet-Shopping und den Branchen-Riesen sei übermächtig, stellt die Kauffrau sachlich fest. Der Laden werfe schon länger nicht mehr genug ab, um davon leben zu können.
Deshalb habe die Familie eigentlich vom Einkommen ihres Mannes gelebt, der bis zu seinem Ruhestand in einem großen Unternehmen gearbeitet hat.
Marga Schraudner hat 1983 von ihrem Schwiegervater den Laden übernommen. Leonhard Schraudner gründete ihn 1945 in der Oberen Königstraße. 1954 zog er mit seinem Spielwarengeschäft in die Hauptwachstraße um. Das Sortiment hat sich immer mit den Trends verändert, der Laden selbst kaum: Bis hinauf zur Decke stapelt sich auf wenigen Quadratmeter alles Mögliche, das Kinderaugen zum Leuchten bringt.
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Kommentare
Spielzeugparadies
Wieder ein kleines Fachgeschäft welches dem Preisdruck eines Müllermarktes bzw. Internethandels nicht standhalten kann und wahrscheinlich auch nicht will. Es geht einfach nicht seine Ware zum Einkaufspreis anzubieten, da es nämlich auch noch Kosten wie Miete, Versicherungen, Personalkosten, Steuern und und und gibt. Dinge von denen Mancheiner gar keine Ahnung hat und deshalb nur Dampfgeplauder macht. Ich selbst als Betreiber eines kleinen Fachgeschäftes erlebe dies fast täglich. Man schaut sich die Ware an, läßt sich kostenlos beraten und kauft dann doch im Internet. Geiz ist nicht geil, sondern Geiz macht blind, einsam und dumm!
...
... ich glaube nicht, das die leute, die im internet einkaufen geizig, blind, oder etwa dumm sind. preise vergleicht schließlich jeder, niemand hat etwas zu verschenken, weder verkäfer noch kunde.
Internethandel ist möglich
Es ist nicht so schwer, bei Ebay oder Amazon Waren zu verkaufen. Die Plattformen machen einem das Leben relativ leicht. Die Warenbeschreibungen habe ich in der Regel als Händler und die Rückseite der Artikel liefert mir auch schon genügend Infos. Bei Amazon gibt es sogar Produktbilder sowie Beschreibungen. Ebay ist etwas aufwendiger, hier benötige ich Texte und Fotos.
Um den kleinen Händler um die Ecke tut es mir leid, um auf das Thema zurückzukommen.
Es gibt im Handel einen Grundsatz: Lage, Lage und nochmals Lage. Hier scheint für mich eher das Hauptproblem zu liegen. An dieser Stelle ein Spuelwarengeschäft in dieser Größe zu betreiben, ist meiner Ansicht nach schwierig bzw. unmöglich. Wer sich nicht verändert und seinen Standort sowie das Geschäftskonzept ständig überprüft, bleibt auf der Strecke.
Schade, aber
Echt schade, ist ein toller Laden.
Nur warum sagt sie "Internethandel machen kleinen das Überleben schwer"
Warum startet sie nicht selbst einen Web-Shop?
Ich vermute,
weil ein kleiner Einzelhandel preislich nicht mit Amazon & Co. mithalten kann.
Es
ist wirklich schade. Wieder ein Laden weg
Trotdem lass ich das nicht ganz gelten: Wenn ich den Internethandel verschlafen habe kann ich immer noch ne Partnerseite bei Amazon, Ebay etc. aufmachen.
Natürlich...
...kann ich eine Partnerseite bei Amazon einstellen oder meine Waren auf eBay verkaufen, aber es muss sich doch trotzdem rentieren, oder? Und wie laberhannes schon sagte, mit zwei Leuten ist das nicht so einfach. Ein Internetauftritt will gepflegt werden, und das kann aufwändiger sein, als Einem lieb ist.
Internethandel
Mit zwei Leuten ? Einen Internethandel UND einen Laden führen ? Sagen Sie mal Kaiser_Soze, Sie arbeiten bei Bosch oder Brose oder müssen ein Beamter sein. Vom wahren "Arbeitsleben" haben Sie scheinbar keine Ahnung.
Genau,
bei Bosch und Brose wird nämlich gar nicht gearbeitet. Das sind reine Wohlfahrtsfirmen, die ihr Geld an ihre Angestellten verschenken.
Geht´s eigentlich NOCH dümmer?
Danke,..
..für Deine Unterstützung Wolfgang1.
@laberhannes: Das mit den Partnerseiten war ja auch nur eine Idee und da nach einmaligen erstellen die Verwaltung dieser wirklich leicht ist, kann man sich ja eine 400€ Studenten holen, der sich dann darum kümmert. Da ich selbst seit Jahren bei Amazon eine habe (zusätzlich zum "normalen" Arbeitsleben) verstehe ich auch Ihren Einwand nicht, dass ich eher wenig zu tun habe. Was arbeiten Sie den "Wahres" (von wahres Arbeitsleben), was ich mal ausprobieren sollte, was ja so viel schlimmer ist als z. B. rollierende Vierschicht bei Bosch?!
Aber konstruktive Hilfen sind hier wie immer nicht erwünscht und werden uns noch so einige Läden in Bamberg kosten, wenn nur solch extrem schwer Arbeitende wie Sie in Ihrer ach so raren Freizeit helfend eingreifen.
Schade
wieder mal, wie auch Kaul, ein Original weniger
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