Hainbad wird kein Kulturbad
29.06.2009
Ort: Importartikel Von: Michael Wehner ![]()
Stadtwerke Die Hainbad-Freunde werfen den Bamberger Stadtwerken vor, das Kulturangebot auf Kosten des Bads weiter auszudehnen. Dem widerspricht Klaus Rubach: "Wir sehen die Grenzen sehr deutlich.
Doch die Befürchtungen, das Hainbad werde zum Kulturbad umgewandelt, sind unbegründet. Das sagt zumindest Stadtwerkechef Klaus Rubach. „Wir sehen die Grenzen dessen, was möglich ist, sehr deutlich. Und wir sehen, dass es im Kern ein Freibad ist“, so äußerte er sich Gespräch unserer Zeitung.
Grund unserer Anfrage: In vielen Kommentaren auf infranken.de haben Anhänger des Hainbads den Vorwurf erhoben, dem Hainbad drohe eine Kommerzialisierung. Der Verdacht wird geäußert, solche Kulturveranstaltungen seien der eigentliche Grund dafür, dass das Badeverbot nun verfolgt werden soll.
Auch unser Leser Thomas Quiner fürchtet, dass in der Schublade der Stadtwerke längst entsprechende Pläne liegen. „Gab es letztes Jahr 19 Veranstaltungen, so ist heuer fast der gesamte Juli belegt“, stellt Quiner fest. Seine Meinung: Käme es zu einer weiteren Ausdehnung, ginge ein Stück Bamberger Lebensqualität verloren.
Doch es gibt keine Pläne in der Schublade, das grüne Paradies am Fluss noch mehr für Kino, Kleinkunst und Musik zu öffnen als bisher, erklärt uns Klaus Rubach. Die Zahl der Veranstaltungen, bei denen heuer im Bad gefeiert wird, beziffert er mit maximal 20. Es gebe keine aktuellen Pläne, dies auszuweiten.
Bekanntlich startet am Freitag der Kinosommer, der bis 18. Juli dauert. Ende Juli veranstalten die Stadtwerke ihr fünftägigges Kulturfest.
Die Idee, im Hainbad auch Veranstaltungen möglich zu machen, habe man umgesetzt, weil „wir von vielen angesprochen wurden und weil es auch eine Nachfrage gibt“. Dennoch habe man bisher abgelehnt, das Bad für geschlossene Gesellschaften zu vermieten, die dort Hochzeiten oder Geburtstage feiern wollten.
Einen Konflikt mit dem Kinosommer sehe er nicht, meinte Rubach, da man dieses Jahr die Besuchszeit bis 19 Uhr angehoben habe und die Filme erst beginnen würde, wenn es dunkel genug sei. Auch den Vorwurf einer Kommerzialisierung lässt Rubach nicht gelten. „Von einem Riesengeschäft kann keine Rede sein. Die Veranstaltungen sind kostendeckend, mehr nicht. Als Stadtwerke sehen wir uns dem Auftrag verpflichtet, auch etwas für Kunst und Kultur zu tun. Und mit niedrigen Eintrittspreisen sorgen wir dafür, dass sie auch erschwinglich sind.“
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