Großer Bahnhof für die Film-Crew

12.07.2010   Von: Harald Rieger  inFranken.de

Kino Teile des Bamberger Bahnhofs waren für einige Stunden fest in der Hand einer Filmcrew. Gedreht wurde für eine zweiminütige Szene in dem Kinofilm "Resturlaub".


Für einiges Aufsehen sorgten die Filmleute am Bahnsteig. Foto: HaR
An Gleis zwei herrscht großer Trubel. Kameramann Andreas Berger bringt seine Arriflex in Stellung, Helfer positionieren Licht- und Schattensegel, die Schauspieler werden noch einmal geschminkt und Regisseur Gregor Schnitzler gibt letzte Anweisungen. Punkt 16.14 Uhr heißt es dann "Klappe 8-4, die erste".

Ein Wiedersehen mit der dann fertig geschnittenen Szene wird es erst im nächsten Jahr geben, wenn die Kino-Komödie "Resturlaub" Premiere feiert. Obwohl die Bahnhofssequenz später nur knappe zwei Minuten lang über die Leinwand flimmern wird, dauerte der Dreh dafür ganze drei Stunden. Immer und immer wieder müssen die vier Schauspieler, Maximilian Brückner, Antoine Monot, Stephan Luca und Jeff Burrell die gleichen Bewegungsabläufe wiederholen und Sätze sagen, wie "Was nach Nürnberg sollen wir? Da sind die Frauen doch fett wie Leberkäs-Semmeln." Und das ganze mit Seppelhüten und bei hochsommerlichen Temperaturen. Zum Inhalt: Vier Freunde wollen in Nürnberg ihren Junggesellenabschied feiern. Doch am Bahnhof überlegen sie es sich anders und entschließen sich am Ende doch nicht in den Zug einzusteigen.

Auch wenn es nicht einfach sei, im Trubel eines öffentlichen Bahnhofs zu drehen, so zeigt sich Gregor Schnitzler von Bamberg als Drehort doch begeistert. "Bamberg ist eine fotogene Stadt. Wir können die Stimmung, die für so einen großen Kinofilm wichtig ist, hier wundervoll einfangen."

Maximilian Brückner macht derweil vor allem die Hitze zu schaffen. Man schlafe nachts schlecht und müsse dennoch am nächsten Tag sehr konzentriert am Set sein, betont der Schauspieler. Um gleich fortzufahren: "Dennoch ist es eine tolle Arbeit, die viel Spaß macht." Auch wenn nur wenig Zeit für Besichtigungen rund um Bamberg bleibe, zeigte sich der bekannte Tatort-Kommissar von der Stadt ebenfalls begeistert. "Zweifellos eine der schönsten Städte, in denen ich bisher gewesen bin." Bamberg erinnert ihn mit seinem schönen Flair, dem Fluss und den kleinen Gässchen an Italien. "Ich habe schon meinen Eltern gesagt, sie müssen unbedingt herkommen und sich das Ganze anschauen", schwärmt er.

Nach drei Stunden ist die Szene im Kasten, sind die Utensilien eingepackt und auf Lastwagen verstaut. Doch zu Ende ist der Drehtag noch lange nicht. Die Crew wechselt lediglich den Schauplatz - in die Kasernstraße.




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