Privatinvestor will die Jako-Arena kaufen
27.05.2009
Ort: Importartikel Von: Michael Wehner ![]()
Investor Gute Nachrichten aus der "Frankenhölle": Die zähen Verhandlungen um die Bamberger Jako-Arena haben endlich zu einer Lösung geführt.
Bei den in der Jako-Arena vorgestellten Plänen, die eine hohe Erfolgsaussicht besitzen, übernimmt der Bamberger Projektentwickler Peter Klappan die bisherige Besitzgesellschaft Sabo GmbH.
Noch offen ist nach Auskunft der Beteiligten die Frage des Betreibers der Halle; es gibt aber Gespräche mit einer Immobilientochter der Hochtief AG, die unter anderem das Easy Credit-Stadion in Nürnberg vermarktet. Peter Klappan bezeichnete sie als „Wunschpartner“ .
Stadt erhöht Sponsoring
Voraussetzung für das Zustandekommen des Geschäftsmodells ist ein Bündel von unterstützenden Maßnahmen, die der Stadtrat der Stadt Bamberg und die Aufsichtsräte der Stadtwerke und der Stadtbau GmbH wenige Minuten vor der Pressekonferenz hinter verschlossenen Türen abgesegnet haben - wie zu hören war, mit großer Mehrheit. Oberbürgermeister Andreas Starke sprach von einer Premiumlösung „aus privatem Besitz und privater Betreiberschaft“.
Ermöglicht wurde die Einigung durch höhere Sponsorengelder und zusätzliche finanzielle Sicherheiten durch Stadt, Stadttöchter und auch die Sparkasse Bamberg. „Das Engagement zeigt, dass die ganze Region hinter dem Basketball steht“, freute sich Starke und betonte, dass es nicht nur um den Erhalt des Spitzensports gehe, sondern auch um wichtige Jugendprojekte.
Der Verkauf der Arena ist unvermeidlich geworden, weil die Erweiterung der Veranstaltungshalle im Jahr 2006 auf 7500 Sitzplätze, von Pech begleitet, auch die finanziellen Möglichkeiten der Basketballmäzenin Sabine Günther überstieg.
Profi-Sport stand vor dem Aus
Wegen einer Finanzlücke in Höhe von 4,5 Millionen Euro drohte der erfolgreiche Bamberger Profi-Sport mit 250.000 Zuschauern im Jahr in den Strudel einer Insolvenz gerissen zu werden. Diese Gefahr ist nun gebannt. „Das ist für mich ein kleines Wunder heute“, freute sich die Noch-Eigentümerin, die fast nicht mehr an die Rettung geglaubt hatte. Das jetzt gefundene Auffangmodell sei eine Premiumlösung, sagte sie und bedankte sich bei Peter Klappan und bei der Stadt Bamberg für ihre Unterstützung. Dadurch hätten auch die 25 Beschäftigten der Brose Baskets eine Perspektive.
Emotion und Engagement
Peter Klappan selbst betonte, dass der Kauf dieser Halle auch mit Emotionen zu tun habe. Er wundere sich sehr darüber, dass in sechs Monaten kein einziger ernsthafter Investor außer ihm bereit gewesen sei sich zu engagieren. „Die Dinge scheinen nun einen positiven Weg zu gehen“, kommentierte der Bamberger Projektentwickler den wechselvollen Verlauf der über zweimonatigen Verhandlungen. Klappan, der die Gespräche zwei Mal für gescheitert erklärt hatte, sagte auch, dass nun die Stadt die Voraussetzungen geschaffen habe, dass das Geschäft zustande kommt. Nun gebe es noch viel zu tun.
Matthais Drewniok, Geschäftsführer von Brose Hallstadt, richtete den ausdrücklichen Dank aller Partner an Oberbürgermeister Starke, die Gremien der Stadt Bamberg und die Stadträte. Mit dem heutigen Tag habe man einen wichtigen Meilenstein erreicht, um das Erlebnis Basketball und darüber hinaus eine ganz wichtige Infrastruktureinrichtung für Bamberg zu erhalten. Drewniok sicherte für das Unternehmen Brose zu, „weiterhin ein verlässlicher Partner in diesem Konstrukt“ zu sein.
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