Das Badeverbot soll aufgehoben werden

14.10.2009   Ort: Importartikel  Von: Michael Wehner  inFranken.de

Regnitz Gute Aussichten für Bambergs Hainbadfreunde: Am Rande einer Probenentnahme aus dem Regnitzwasser haben Vertreter der Stadt den Willen erklärt, das Badeverbot mit einem Beschluss im Stadtrat aufzuheben. Die Voraussetzungen dafür sind gut.


Wie sauber ist das Regnitzwasser? Harald Schneider von den Stadtwerken nimmt die öffentliche Schöpfprobe am Hainbad. Foto: Ronald Rinklef
„Es ist unser Ziel, das Badeverbot am Hainbad aufzuheben.“ Ulrike Siebenhaar, Pressesprecherin der Stad t Bamberg, formulierte am Mittwoch früh, wie die Stadt Bamberg den Konflikt um das Hainbad und die haftungsrechtlichen Probleme lösen will. Die Zeichen stehen gut, dass der Stadtrat am 25. November eine positive Entscheidung trifft. Denn die bisher gezogenen fünf Proben waren sämtlich ausgezeichnet.
Zu dem morgendlichen Treffen im Hainbad bei wenigen Grad über Null hatte die Stadt die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, um um Befürchtungen entgegenzuwirken, es gehe bei der Beprobung nicht mit rechten Dingen zu.
Vor den Augen vieler Freunde des Hainbads, darunter auch mehrerer Stadträte, öffnete Harald Schneider, zertifizierter Probenexperte von den Stadtwerken, seinen Probenkoffer, desinfizierte die Schöpfstange mit der Flamme eines Bunsenbrenners, um wenige Sekunden später das Schöpfglas zu füllen. Es gelangt noch heute zusammen mit zwei anderen Proben, die an der Buger Spitze und auf Höhe der Buger Wiesen genommen werden, an das Institut für Umweltanalytik in Möhrendorf bei Erlangen. Bis die Ergebnisse feststehen, vergehen noch zwei Tage.
Doch auch nach den bereits ausgewerteten fünf Proben lässt sich ein Trend festmachen. Die Werte für Escherichia coli und Enterokokken sind in neun Fällen unter dem Wert geblieben, den die Bayerische Badegewässerverordnung als ausgezeichnet qualifiziert. Einmal lag das Messergebnis im ausreichenden Bereich. Zweimal lagen die Keimzahl von Escherichia coli so niedrig, dass sie nicht nachgewiesen werden konnte.
„Die Werte sind der Beweis, dass die Kläranlagen in Erlangen, Forchheim und Hirschaid sehr gut funktionieren“, kommentierte Winfried Potrykus, Vorsitzender der naturforschenden Gesellschaft Bamberg die hohe Wasserqualität. Denn wegen der langen Schönwetterperiode im September speise sich das Wasser der Regnitz ausschließlich aus Grundwasserzuflüssen und nicht vom Oberflächenwasser. Nach stärkeren Regenfällen könne sich dies leicht ändern, was natürlich auch die Wasserqualität der Regnitz stark beeinflusst.„Wenn die Äcker gedüngt werden, führt das dazu, dass die Keimzahl auch in der Regnitz wieder steigen kann.“
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