Army-Abzug: Viel geredet, alles verschwiegen
22.02.2012
Ort: Bamberg Von: Gertrud Glössner-Möschk ![]()
Konversion Die Stadt Bamberg will sich im Bezug auf die zukünftige Nutzung der Immobilien auf dem Army-Gelände nicht in die Karten schauen lassen.

Was sie erfuhren? Nichts. Jedenfalls nicht das, was sie wissen wollten, sondern nur, dass über bereits bestehende Pläne und Konzepte vorerst nichts in die Öffentlichkeit dringen soll, um die Verhandlungsposition der Stadt gegenüber der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) nicht zu schwächen.
Ausgefeilte Konzepte und Pläne, die eine Wertsteigerung verheißen, könnten die Grundstückspreise nach oben treiben, so die Befürchtung der Verwaltung. Deshalb beschränkte sich Oberbürgermeister Andreas Starke, SPD, in seinem Vortrag im öffentlichen Teil der Sitzung auf die Zusammenfassung dessen, was in den letzten Wochen geschehen ist - darunter die Bekanntgabe der Amerikaner, den Standort Bamberg zum 30. September 2014 zu räumen - und auf die Nennung von strategischen Zielen, mit denen man in die Verhandlungen eintreten will.
Es gibt Verhandlungspotenzial
Die wichtigsten dieser Ziele seien an dieser Stelle aufgezählt. An erster Stelle steht der Wunsch, die kompletten Flächen in das alleinige Eigentum der Stadt Bamberg zu überführen. Dabei will sich Bamberg die Erfahrungen anderer Städte zunutze machen. Aus diesem Grund war Christian Baumgart in die Sitzung eingeladen worden. Der Baurat aus Würzburg berichtete über die Erfahrungen, die seine Stadt mit der Konversion gemacht hat.
Weiterhin will Bamberg die Planungshoheit nicht aus der Hand geben und die Konversion gemeinsam mit den Bürgern "von unten nach oben" organisieren und umsetzen. In Punkt fünf hat sich die Stadt verpflichtet, ihre Verantwortung gegenüber den rund 350 Zivilbeschäftigten des US-Standortes wahrzunehmen und für sie dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten zu suchen. Die Verwaltung soll sich für die anstehende Aufgabe organisatorisch neu ausrichten, und der Stadtrat wird aller Voraussicht nach einen neuen Senat bekommen, der sich mit den Fragen der Konversion befassen muss.
MdB Thomas Silberhorn (CSU) sagte in der Sitzung, es gebe für Bamberg durchaus Verhandlungspotenzial. Die Bundesanstalt dürfe die Grundstücke nicht unter Wert verkaufen, müsse sie aber zum "entwicklungsunabhängigen Wert" veräußern. Die Kommunen seien aufgefordert, die Liegenschaften selbst zu entwickeln "und darin liegt das Verhandlungspotenzial". Außerdem brachte Silberhorn die gute Nachricht mit, dass sich die bayerische Staatsregierung derzeit um eine Änderung des Bima-Gesetzes bemühe mit dem Ziel, den Kommunen ein Erstzugriffsrecht zu gewähren.
Warnung vor öffentlicher Diskussion
Rechtsdirektor Christian Hinterstein erläuterte, dass der Zeitpunkt der Wertermittlung den Ausschlag für den Preis gebe. Nach dem Buchstaben des Gesetze dürfe die Bima erst nach Vorlage eines Nutzungskonzeptes entscheiden. Das sei "aus kommunaler Sicht ein Faustschlag" - und auch der Bima sei klar, dass die Realität anders aussehen müsse als die reine Lehre. Vor einer öffentlichen Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt über vorhandene Konzepte warnte Hinterstein eindringlich. Baureferent Michael Ilk betonte, dass es "selbstverständlich Schubladenprojekte" gebe und kündigte an, sie im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vorzustellen.
Ungeachtet der mehrfachen Aufforderung, nichts über etwaige Pläne verlauten zu lassen, wurde Gerhard Seitz, OB-Kandidat der CSU, ziemlich konkret. Ob es sich dabei um bestehende Pläne oder um eigene Wunschvorstellungen handelte, wurde aber nicht ganz klar. Seitz sprach von einem Uni-Campus mit Wohnungen für Studenten, von Gewerbeflächen, "damit sich Bamberg weiterentwickeln kann" und von bezahlbarem Wohnraum für Familien. Kritisch merkte er an, dass die Stadt leider nicht mehr über die erforderlichen finanziellen Rücklagen verfüge.
Für diese Rede erntete Seitz die Kritik des SPD-Fraktionsvorsitzenden Heinz Kuntke, der es nicht für richtig hielt, solche Dinge jetzt auf den Markt zu tragen. Er gab den Hinweis, dass die Kosten der Konversion mit Sicherheit außerhalb des städtischen Haushalts finanziert werden müssten. Ursula Sowa, Fraktionschefin der GAL, freute sich über die "Klarheit, die jetzt herrscht" und die den Stadtrat endlich handlungsfähig mache. Sie wünscht sich eine "neue, grüne Heimstatt" für Bamberg. Vom Sitzungsvortrag allerdings hatte sie sich mehr erwartet: "Auf 16 Seiten nichts Neues unter der Sonne". Die Verwaltung solle endlich mit der Geheimniskrämerei Schluss machen: "Wovor hat man eigentlich Angst?"
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Kommentare
und wer koordiniert ????
um dies zu bewältigen braucht Bamberg wieder einen hauptamtlichen Stadtrat (ala Gegenfurthner)oder besser 2 davon, mit hohen Bezügen für schwachsinnige Arbeit.
Arm!
Armer kranker Kasper!!
Liebe Leute, hört mir zu!
Ich fordere den sofortigen Neubau eines Uni Campus und Studentenwohnungen! Huch, das hat ja schon jemand gefordert.
Egal! Ich fordere den sofortigen Neubau eines Uni Campus und Studentenwohnungen!!
Aus eigenen Berechnungen und Studien der "Hochmut-Pissbrühe und Ehlers Media AG" wird die EInwohnerzahl Bambergs in den nächsten 10 Jahren um etwa 2000000 anwachsen.
Es ist dringend von Nöten eine neue Hörsaal- Armada mit mindestens 20000 Sitzplätzen für die Studiengänge Theologie und Wollsockenstricken (Master) zu bauen, da sonst das alte Rathaus zusammenbricht. Auch dies ist durch aktuell Studien ganz klar belegt.
Die 2000000 neuen Bürger Bambergs werden WOhnraum brauchen.
Deshalb fordere ich die Besetzung Nürnbergs durch eine Bamberger Bürgerwehr und die Errichtung von 10 Hochhäusern auf dem Army Gelände. Die Hochäuser sollten mindestens 1000 m hoch sein und über eine goldene Kuppel verfügen, die außerdem mit Diamanten besetzt sein sollte.
Bamberg muß entwickelt werden. Deshalb fordere ich:
Mehr Straßen, 2 neue Stadien, die oben erwähnten Maßnahmen, außerdem Geld für meine Genialität und eine von ekelhaften Ureinwohnern und unentwickelter Natur befreite Insel in der Karibik, auf die ich mich nach der Zerstörung Bambergs und der Region genüsslich zurückziehen kann und über die Blödheit der Menschen zu lachen, während ich meine Goldmünzen zähle.
HANS KASPER FOR OB !!
HANS KASPER FOR OB
Sie sollten kanditieren, meine Stimme hätten Sie, wäre ich blos Bamberger und hätte deren Sorgen.
Warum die Stadt das komplett kauft
ist mir auch unklar bzw. eben rote Politik. Einzelne, durch die Stadt nutzbare Bereiche, ja, aber KOMPLETT?? Der Rest der Stadt funktioniert auch und ist sehr ansehnlich, ohne dass es der Stadt gehört - oder gerade deswegen?
Das Risiko Altlasten kann doch gar keiner abschätzen.
Das ist das Problem in dem die Wahlkämpfer
jetzt stecken:
Der Bürger fordert mit Recht Orientierung was geschehen soll und die Verantwortlichen wissen es noch gar nicht, weil sie den Geländezustand noch nicht genau kennen.
Also, alles unter die Decke. Neue Beamte, die noch besser schweigen können.
Natürlich werden die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert.
Und der Bund und der Freistaat werden sowenig helfen wie in anderen Städten, außer es gäbe überall einen Adidas. Aber wir haben ja auch zwei, Nur heißen die eben anders.
@ Normalo - Volle Zustimmung
... dem kann ich nur zustimmen.
Und wenn ich es mal ganz bildlich sagen darf: Eine Sau besteht eben nicht nur aus Filet 
Ich denke, dass da noch viele "Ostereier" schlummern. Nichts gegen die Amerikaner, nur haben/hatten die einfach ein anderes Umweltverständnis.
Bin mal gespannt, ob eine Bima Positives und Negatives gegenrechnet. Oder gilt wieder mal: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.
Und wenn ich schon lese ... noch ein Senat.
Wann haben WIR HIER einen Anteil von 25% an Mitarbeitern der öffentlichen Hand an der erwerbsTÄTIGEN Bevölkerung?
Und das mit den Geheimnissen stimmt nicht: Die, die sehr daran interessiert sind, wie sich der Immobilienmarkt in Bamberg entwickelt, kennen IMMER den aktuellen Stand.
Dies ist keine Vermutung, sondern das weiß ich ganz sicher.
... ich glaube, ich höre jetzt mal lieber auf ... sonst wird´s heftig.
Gleichwohl hoffe ich auf Umsicht aller Beteiligten zum langfristigen und nachhaltigen Erfolg für Bamberg. Mal sehen, was passiert. Aber jetzt ist ja erst mal Wahlk(r)ampfzeit ... Und 2014 ist ja noch soooooo lange hin ...
Ich geb´s auf ....
Schwaches Bamberg!
Dahinter versteckt sich nur die Konzeptlosigkeit des derzeitigen OBs, wie man mit, für überteuerte Brückenbauten, entleerten Kassen, auch noch so ein Projekt stemmen kann.
Gebt das Gelände, wie OB-Kandidat Seitz vorgeschlagen hat, der Uni und last es Gut sein!
...nun mal langsam
...Konzeptlosigkeit kann ich nur beim CSU-Kandidaten Seitz erkennen, der nicht weiß, wovon er spricht und durch seine wahlkampftaktischen Äußerungen die Verhandlungsposition der Stadt schwächt. Durch übermäßig intelligente Äußerungen ist der Herr im laufenden Wahlkampf aber ohnehin noch nicht aufgefallen.
Darüber hinaus zeugt Ihr Kommentar auch von wenig Sachverstand. Wenn die Uni etwas auf dem Gelände entwickeln möchte, so muss auch hier der Freistaat Bayern die Flächen erwerben. Ob er das tut, ist mehr als fraglich....
Name
Sie sollten ihren Namen in "starkefreund" umbenennen!
Bamberg zaubert
Bis vor einigen Tagen wussten die wenigsten Stadträte wie man Konversion überhaupt schreibt, jetzt sollen sie diese innerhalb kürzester Zeit "organisieren und umsetzen"!!!
Die geheimen Lösungsvorschläge liegen laut dem derzeit aktuellen Baureferenten schon in der Schublade.
Hoffentlich klemmt sie nicht...
Wer kauft die Sanierungsflächen?
Muna - Chemiewaffen?
Reese-Range - Schiessplatz voller Blei und anderer Schwermetalle - Uran?
Berliner Ring - Autoschrottplatz
Hauptsmoorwald - ehemaliger Amischuttplatz
Alles nur Vermutungen, aber es wird sicher Sanierungsflächen geben. Davon hat Bamberg schon genug, zum Beispiel die 2 alten Ziegeleiflächen.
Es wird nicht lange dauern, dann sickern die erste "Geheimnisse"
durch.
hoffentlich, denn der Bürger hat einen Anspruch ....
... auf Informationen und so - wie es derzeit aussieht - war die Sitzung nicht kostenlos, aber umsonst!!!
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