An der Promenade verschwinden 34 Parkplätze

11.03.2010   Von: Michael Wehner  inFranken.de

Erreichbarkeit  Der erste Schritt zum umstrittenen Ausdünnen der Kurzzeitparkplätze in Bamberg: Ab April werden an der südlichen Promenade 34 Parkplätze zu Gunsten eines Bushaltepunkts umgewidmet. Die Maßnahme löste im Senat für Stadtentwicklung den Protest von Klaus Stieringer aus.


An der südlichen Promenade verschwinden Kurzzeitstellflächen und Anwohnerparkplätze. Sie machen einem Haltepunkt für die Transferbusse mit Hotelschiffgästen Platz,
Die Stadt Bamberg verwirklicht zum 1. April eine erste Maßnahme des umstritten Parkraumkonzeptes. Wie der Stadtentwicklungssenat am Mittwochabend u.a. gegen die Stimme von Klaus Stieringer (Bamberger Realisten) und Norbert Tscherner (Bamberger Bürger-Block) bestätigt hat, sollen ab diesem Zeitpunkt vier Kurzzeitparkplätze und 30 gemischt genutzte Stellflächen an der südlichen Promenade zwischen Lange Straße und Kreiswehrersatzamt aufgelöst werden.


Regelung gilt probeweise für ein Jahr


Sie machen Platz für fünf Bushaltepunkte. Die Maßnahme erfolgt probeweise auf ein Jahr. Grund für die Veränderung: An der südlichen Promenade unweit des Kreiswehrersatzamtes werden künftig Busse Touristen aussteigen lassen, die auf Flusskreuzfahrtschiffen nach Bamberg kamen. Bisher hielten diese Transfer-Busse am Kranen. Um den Anwohnern der Promenade einen Ausgleich für ihre wegfallenden Parkplätze zu schaffen, werden gleichzeitig 18 Kurzzeitstellflächen vor der Sparkasse am Schönleinsplatz umgenutzt. Sie stehen künftig Anwohnern und Besuchern der Stadt gleichermaßen zur Verfügung. Neu angeordnet werden auch die bisherigen Taxi- und Behindertenstellflächen entlang der südlichen Promenade.


Stieringer protestiert


Gegen diese Entscheidung legte als einziger der Sprecher der BR-FDP-Fraktion, Klaus Stieringer, Widerspruch ein. Wie er sagte, würden durch den Verlust von insgesamt 48 Kurzzeitparkplätzen viele Autofahrer in die Umlandregionen verdrängt. Es sei wenig wahrscheinlich, dass diese die Tiefgaragen nutzten. "Diese Maßnahme ist ein Konjunkturprogramm für den Laubanger", sagte Stieringer und warf seinen Kollegen vor, Umsatzeinbußen des Handels in Millionenhöhe in Kauf zu nehmen. Stieringer zweifelte auch den Nutzen der Veränderung an: "Die Stadt streicht auf einen Schlag 25 Prozent aller Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt, um fünf Busparkplätze zu schaffen."



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