Abschlussmesse Weltmissionssonntag: Ein Fest mit Kora und Baobab
23.10.2011
Ort: Bamberg Von: Marion Krüger-Hundrup ![]()
Kirche Mit dem zentralen Gottesdienst im Dom fand am Sonntag der Monat der Weltmission mit Gästen aus dem Senegal seinen Abschluss.

Die beiden Mönche aus dem senegalesischen Kloster Keur Moussa, Pater Dominique Catta an der Kora und Pater Thomas Gomis. Foto: Marion Krüger-Hundrup
Die beiden Mönche gehören zu der Delegation aus dem westafrikanischen Land, das im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne im Weltmissionsmonat Oktober steht. Das Missionswerk "missio" hat als Organisator Kardinal Théodore-Adrien Sarr aus Dakar eingeladen, dazu weitere Priester und Laien. Der Kardinal bedankt sich "im Namen aller Katholiken Senegals für die erfahrene Gastfreundschaft in Bamberg". Erzbischof Ludwig Schick gibt ihm auch ein Gastgeschenk mit in die Heimat: einen neuen Kelch "als Zeichen der Freundschaft".
Ein weiteres Zeichen ist die Kerze, die Kardinal Sarr und missio-Chef Pater Eric Englert entzünden. Das Wahrzeichen Senegals, der Baobab, leuchtet auf dieser Missionskerze. So wie der genügsame Affenbrotbaum (Baobab) auch in Dürrezeiten Frucht trage, so "hilft der Glaube, Durststrecken zu überwinden", sagt Pater Englert. Ein Glauben, der in den Visionen Jesu von einer Welt der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude gründe, macht Erzbischof Schick klar. Der "Außenminister" der Deutschen Bischofskonferenz ruft die Christen dazu auf, "aktive Missionare zu werden", die diese Visionen umsetzen. "Macht euch auf und bringt Frucht", ermuntert der Erzbischof mit dem Motto des Weltmissionssonntags.
Und wieder lassen die beiden Benediktiner aus dem Senegal ihren ganz eigenen Lobpreis Gottes hören. Dieser bildet einen musikalischen Kontrast zu den modernen Jazz-Gesängen der Mädchenkantorei am Bamberger Dom, zu E-Piano, Kontrabass und Schlagzeug. Fast entrückt wirkt der asketische Père Dominique, der mit seinen geschickten Fingern die Saiten der Kora zupft, eine Art Harfe, die der gebürtige Franzose in Keur Moussa weiter entwickelt hat.
Nach der Eucharistiefeier zeigt der betagte Mönch Temperament. Er sei zum ersten Mal in Deutschland, erzählt er. "Es ist wunderbar hier in der Heimat des Papstes", strahlt er mit weit ausgreifender Geste. Und bahnt sich von der Domsakristei den Weg zum Domkranz, wo gesegnetes Brot und Fruchtsäfte aus dem Senegal gereicht werden.
Der Weltmissionssonntag wird bundesweit immer am vierten Sonntag im Oktober begangen. Jedes Jahr ist ein anderes Bistum Ausrichter für die zentrale Feier. In diesem Jahr war es das Erzbistum Bamberg, das bereits seit 2007 eine intensive Bistumspartnerschaft mit Thiès im Senegal unterhält.
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