Schulmensa öffnet bald wieder
03.02.2012
Ort: Hammelburg Von: Markus Reeh ![]()
Gymnasium Die gute Nachricht zuerst: Ab 1. März wird es im Frobenius-Gymnasium wieder ein warmes Essen für die Schüler geben, wie Schulleiter Helmut Schreiner auf Anfrage erklärte. Nach der Schließung der Mensa Ende Januar habe die Schule als provisorische Lösung die Hammelburger Metzgerei Klaus Schmitt als Lieferanten gewinnen können.

"Auf nahtlosen Übergang gehofft"
Die Mensa hat vor wenigen Tagen dicht gemacht, der Pachtvertrag war bereits kurz vor Weihnachten von Ulrike Korff gekündigt worden. Schüler und Eltern wurden offiziell am 30. Januar und damit recht spät informiert. "Wir haben bis Ende voriger Woche noch gehofft, einen nahtlosen Übergang zu schaffen. Das hat jedoch leider nicht geklappt", erklärte Schreiner dieses Vorgehen.
Auf der Homepage des Gymnasiums habe es aber schon vor einiger Zeit einen Hinweis gegeben, dass das bisherige Mensa-Team aufhört.
Auf seinem letzten Speiseplan, der noch im Internet zu finden ist, steht unten zu lesen: "Wir sagen allen, die uns in den vergangenen eineinhalb Jahren die Treue gehalten haben, ein herzliches Dankeschön. Mit Bedauern darüber, dass unser Konzept für eine frische, gesunde und qualitätvolle Küche leider aufgrund mangelnden Zuspruchs gescheitert ist, sagen wir ´Auf Wiedersehen´ ... "
Resonanz schwankte
Einen kontinuierlichen Rückgang der Essenszahlen habe es nicht gegeben, betonte der Schulleiter. "Die Resonanz war ganz unterschiedlich. Das schwankte zwischen einem und 30 Essen, die täglich verkauft wurden", sagte Helmut Schreiner. Durch zehn Ganztagsschüler der angrenzenden Saaletalschule gab es darüber hinaus aber immerhin eine verlässliche Stammkundschaft.
Ob unter diesen Bedingungen kein rentabler Betrieb möglich gewesen seien, könne er nicht sagen, so der Schulleiter. Er kenne die Zahlen nicht. "Klar ist aber, dass es schwierig war, das Angebot durchzuhalten, direkt vor Ort frisch zu kochen", erklärte Helmut Schreiner.
"Lieber mit Fastfood versorgt"
Offenkundig sei es nicht gelungen, die jungen Leute für ein ausgewogenes und gesundes Essen zu begeistern, was er sehr bedauere. Viele Schüler hätten sich stattdessen im Umfeld der Schule mit Fastfood versorgt, "von Chips bis zum Schnitzelbrötchen". Auch die Eltern hätten es leider nicht geschafft, ihre Sprösslinge dazu zu bewegen, in der Mensa zu speisen. Die nun gefundene Übergangsregelung sei in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat getroffen worden.
"Vier Jahre erfolgreich"
Die Hammelburger Metzgerei Schmitt hat zugesagt, ein "ausgewogenes Essen" zu liefern. "Wir haben die Mensa von ihrer Eröffnung im Oktober 2006 an vier Jahre lang erfolgreich geführt", betonte Klaus Schmitt. An den Donnerstagen seien rund 80 Essen über die Theke gegangen. Offenkundig habe es den Schülern also geschmeckt.
Welche Gerichte es ab 1. März bis zu den Sommerferien geben wird, steht im Detail freilich noch nicht fest. Doch als Beispiele nannte Schmitt uner anderem Spaghetti mit Bolognaise-Soße, Schnitzel, Kartoffeln und Salat sowie Pfannkuchen und Kaiserschmarrn.
Im nächsten Schuljahr soll die Mensa laut Schulleiter Schreiner dann wieder regulär betrieben werden. Zu den konkreten Bedingungen könne er aber noch nichts sagen. Um ein dauerhaft tragfähiges Konzept zu entwickeln, werde eine Arbeitsgruppe gebildet, der Elternvertreter, die SMV (Schülermitverantwortung), Lehrer und die Schulleitung angehören.
Und was fällt den Schülern zum Thema Mensa ein? Sarahfindet es schade, dass die Betreiber das Handtuch geworfen haben. "Sie haben sich sehr große Mühe gegeben mit dem Essen, und es hat auch gut geschmeckt", betonte die Schülerin. Sie sagte aber auch, dass sie selbst nicht so oft in die Mensa gegangen sei, sondern meist zuhause gegessen habe. Hans erklärte, dass ihm "das Konzept nicht so gut gefallen" habe, und zwar in Bezug auf die angebotenen Speisen. Grundsätzlich halte er die Mensa aber für eine gute Einrichtung und er sei gespannt, wie es nun weitergehe. Bastian meinte, am Essen sei eigentlich nichts auszusetzen gewesen, "Ich weiß aber, dass es einigen nicht gepasst hat". In der Anfangszeit habe es oft lange Wartezeiten gegeben. Möglicherweise habe auch das einige Schüler dazu gebracht, sich ihr Essen woanders zu kaufen. Die Konkurrenz sei in den vergangenen Jahren ja größer geworden und viele seien dann lieber zum Bäcker, Metzger oder Döner-Imbiss gegangen.
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