Japanischer Konzern übernimmt Liebmann

03.02.2012   Ort: Münnerstadt     Saale-Zeitung

Wirtschaft Die Liebmann Gruppe in Münnerstadt wird von der Nipro Corporation (Hauptsitz Osaka Japan) übernommen. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Heidl bestätigte den Verkauf. Der entsprechende Kaufvertrag sei unterschrieben.


Rund 510 Mitarbeiter sind derzeit bei der Liebmann Gruppe in Münnerstadt beschäftigt. Foto: Archiv
Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatten die Eigentümer der Liebmann Gruppe mitgeteilt, dass es entsprechende Angebote aus dem Markt gebe. Nach reichlicher Überlegung und nach Verhandlungen wurde nun mit der Nipro Corporation ein entsprechender Kaufvertrag unterschrieben. Voraussetzung für die rechtsgültige Übernahme ist allerdings noch die Zustimmung durch das Kartellamt. Bis dort die Prüfungen abgeschlossen sein werden, kann es noch mehrere Wochen dauern. Man geht aber von einem positiven Entscheid aus.
"Die Liebmann Gruppe stellt im Bereich Primärpackmittel aus Rhönrenglas insgesamt eine Verstärkung der Aktivitäten von Nipro dar", heißt es in der Pressemitteilung, vor allem, aber nicht nur in Europa. Die nicht sterilen und sterilen Spritzen aus Münnerstadt seien für Nipro ein Neueinstieg in dieses Marktsegment. Dies wurde seitens Nipro in den Verhandlungsgesprächen ausdrücklich zum Ausdruck gebracht. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Heidl geht davon aus, dass die derzeit rund 510 Arbeitsplätze in Münnerstadt sicher sind.
Die Liebmann Gruppe mit MGlas und MG Sterile Products wurde bereits 1920, damals noch in Thüringen, gegründet. Nach Kriegsende wurde die Produktion nach Münnerstadt verlagert. Dort entwickelte sich die sogenannte Glaswarenfabrik zu einem weltweit agierenden Unternehmen im Bereich der Glaspackmittel für die Pharma-Industrie. Vor wenigen Jahren hat das Unternehmen am Schindberg einen hochmoderne Fertigung steriler Spritzen in Betrieb genommen.


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Kommentare

 
7  Kommentare  
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Karl_Kraus - 04.02.2012 23:36    (0)   
 

Was, bitte, ...
... mag wohl "Rhönrenglas" sein? @Auweia: Die können's nicht traurig

lorgoe - 04.02.2012 21:36    (0)   
 

Das scheint mir
ein energieintensiver Betrieb zu sein, der nach dem aberwitzigen überstürzten Atomausstieg sowieso keine Zukunft in Deutschland hat.

Wieviel haben die Japaner denn dafür bezahlt?

Oder bekommen sie noch Geld, wenn sie ihn übernehmen?

BDI-Präsident Keitel hat gerade vorgerechnet, dass zum Beispiel Edelstahl aus Deutschland «bei den Energiepreisen auch mittelfristig nicht mehr konkurrenzfähig ist».
So koste dem Konzern ThyssenKrupp die Megawattstunde Strom am Standort Krefeld rund 80 Euro, in Italien nur 60 Euro und in den USA nur 40 Euro.

Und ich schätze mal, ähnlich wird es bei der Glasproduktion sein.

Karl_Kraus - 04.02.2012 23:38    (0)   
 

Und ich schätze mal, ...
... daß sie keine Ahnung von nichts haben. Am allerwenigsten von Glasproduktion im industriellen Rahmen.
Selig, wer nichts zu sagen hat, und davon absieht, dies mit Worten zu beweisen.
Aber darauf werden wir wohl bei logorhhoe, dem hemmungslosen Buchstabendefäkierer vergebens hoffen.

lorgoe - 05.02.2012 12:31    (0)   
 

.
http://de.glassglobal.com/news/mehr_energieeffizienz_bei_der_glasherstellung-12969.html

Ich gebe ja zu, dass ich keine Ahnung von der Glasproduktion habe.

Aber aus dem oben verlinkten Artikel kann ich herauslesen, dass ich mit meiner Vermutung recht habe. Zitat:

"Seit 1930 ist der durchschnittliche Energieverbrauch bei der Herstellung einer Tonne Glas einschließlich Weiterverarbeitung von etwa 6000 Kilo-Wattstunden (kWh) um 75 Prozent auf ca. 1500 kWh gesunken. Dennoch zählt die Glasindustrie zu den weltweit Energieintensivsten überhaupt."

"Einsparmöglichkeiten sind zumindest mit den bisher zur Verfügung stehenden Techniken nur sehr beschränkt möglich. Wie der Entwicklungschef des renommierten deutschen Glasschmelzöfen- und Konditionierungssystem-herstellers Sorg, Dr.-Ing. Matthias Lindig, sagt,"

Die effizienteste Einsparmöglichkeit liegt also darin den Betrieb neben ein polnisches oder türkisches Kernkrafwerk anzusiedeln, um dann mit billigem Strom und noch billigeren Arbeitskräften zu produzieren.

Ein Hochlohnland wie Deutschland hätte in Zukunft nur konkurrenzfähig sein gekonnt, wenn es wenigstens billigen Strom angeboten hätte.

So ist es aber nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Industrie aus Deutschland verabschiedet hat.

Zurück bleibt dan nur noch die rot-grüne Sozialindustrie.

Aber da werden dann selbst die Grünen merken, dass man davon nicht leben kann.

Karl_Kraus - 05.02.2012 12:48    (0)   
 

War ja klar ...
... eine (kleine) Prise angegoogeltes Viertelwissen; logorrhoe ist allerdings kein KTzG, der daraus eine Dissertation bastelt, sondern ein noch winzigerer Kleingeist, der alles zusammenklaubt, was geeignet scheint, sein Weltbildchen zu stabilisieren.
"Armesch Luder, dasch", um wieder einmal Wolfgang Borchert zu zitieren.

urlaubn - 03.02.2012 16:30    (0)   
 

Soso
Das Konzert?

Auweia - 03.02.2012 16:46    (0)   
 

Mich beschleicht langsam der Verdacht,
die Brüder setzen solche "Kracher" geradezu mit Fleiß- nur um uns zu provozieren bzw. um uns ein paar Kommentare zu entlocken.

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