Uwe Hiksch im Streit mit Hartz-IV-Empfänger
22.07.2009
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Lehrstunde Linke Politiker hat sich ein 47-jähriger Berliner Langzeitarbeitsloser anders vorgestellt: Sein frustrierender Kontakt mit dem Bundestagskandidaten der Linken im Wahlkreis Coburg-Kronach, Uwe Hiksch, hat jetzt einen Nachhall im Internet.
Im Kanzelwandhaus war eine neue Crew aber gar nicht erforderlich. Es gab eine funktionierende Hausleitung mit reichlich Personal. Nach etlichem Hin und Her gewannen zwei der aus Berlin angereisten Arbeitswilligen die Einsicht, dass sie offenbar nur als Druckmittel angelockt worden waren. Hiksch wird von dem Beschwerdeführer vorgeworfen, ihm und seinem Begleiter nicht einmal die Auslagen erstattet zu haben. „Mir sind keine Ausgaben und Leistungen deinerseits für die Naturfreunde bekannt“, soll Hiksch dem Berliner entgegen gehalten haben. Hiksch erklärte den verblüfften Vertragspartnern: „Ihr seid raus, dann sehen wir uns wohl vor dem Arbeitsgericht.“ Das Arbeitsgericht Berlin hat die Klage Wengels unterdessen jedoch abgewiesen. Die Berliner Arbeitslosen hatten zu wenig Beweismittel in der Hand.
Wengel „verdankt“ Hiksch mittlerweile einen Verlust von rund 13.000 Euro (unter anderem Spesen, Anwalts- und Gerichtskosten) und die Erkenntnis, dass man als Hartz-IV-Empfänger auch einem Bundestagskandidaten der Linken nicht blind vertrauen darf. Der Begriff „linker Politiker“ habe für ihn eine ganz neue Bedeutung bekommen, beklagt Wengel. Denn: Der Berliner stolperte offenbar darüber, dass die mit Hiksch getroffene Vereinbarung nicht rechtskräftig war. Sie basierte auf zu viel Vertrauen.
Nicht auf der Landesliste
Hiksch gehört zu jenen linken Bundestagskandidaten, die nicht auf der bayerischen Landesliste der Partei Die Linke geführt werden. Er hatte sich für die Plätze eins und vier beworben, nach Abstimmungsniederlagen jedoch keinen Wert auf einen anderen Listenplatz gelegt. Hiksch tritt lediglich als Wahlkreisbewerber an.
Hiksch erklärte vorige Woche, gegen Vorwürfe juristisch vorzugehen, weil sie geeignet seien, seinen Ruf zu ruinieren. wb
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