„Einfach gerade durch.“ Lehrerin Cornelia Petzold steht mit einer Schülergruppe im Eingangsbereich der Kammerlichtspiele und dirigiert die Besucher in den größten der Kinosäle, der kurz vor 18.30 Uhr schon gut gefüllt ist. Während die letzten Gäste nach und nach Platz nehmen, klatschen sich vor der Tür die Projektteilnehmer motivierend ab und „Auf geht’s“.
Regionale Realität statt Hollywood-Blockbuster
Die große Bühne ist seitlich von mannshohen Aufstellern gesäumt. Während der links auf Jude Law und Robert Downey Jr. in „Sherlock Holmes“ aufmerksam macht, lächelt Justin Timberlake von der anderen Seite ins leicht abgedunkelte Rund. Vor der Leinwand, von der sonst eben jene Stars aus aller Welt das Publikum verzaubern, geht es an diesem Abend sehr regional zu.
Im Hauptprogramm wird kein aufwändig produzierter, amerikanischer Science-Fiktion-Blockbuster laufen, sondern ein Produkt aus Neustadt. Eva Herold und Robert Bauersachs sind auf die Bühne gekommen, um als Moderatoren durch die Veranstaltung zu führen und das Projekt „Zieh den Stecker – du hast auch ein Leben offline“ vorzustellen.
Tolle Vernetzung vs. gefährliche Abhängigkeit
„Wir möchten heute ein Resümee unserer Projektarbeit der letzten eineinhalb Jahre ziehen“, beginnt Eva und verweist auf den Inhalt. Vier Kurzfilme seien in dieser Zeit entstanden, die über die Gefahren im Internet aufklären sollen. „Das Internet gewinnt immer stärker an Einfluss und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation mit Freunden und Bekannten. Allerdings birgt es auch die Gefahr, an die falschen Personen zu geraten, abhängig von diesem Medium zu werden oder sein Leben aufgrund von Fehlinformationen radikal zu verändern. Unsere Videos greifen diese Thematiken auf und geben, insbesondere für Kinder und Jugendliche, eine Hilfestellung“, ergänzt das Moderatorenduo, bevor die Kurzfilme mit ausführlicher Erläuterung durch die entsprechenden Verantwortlichen vorgestellt werden. Ihre Themen: Spielsucht im Internet, Peinliches Posten,
Magersucht und Stalking im Netz.
Die Clips und Informationen zum Projekt sind im Internet zu finden, ebenso die Kontaktdaten für einen intensiven Austausch unter
www.dein-leben-offline.de
Autorin: Silke Winkler, Mitarbeiterin der Redaktion des Coburger Tageblatts (gekürzter Artikel)