Ist Zeitunglesen im Zeitalter von Internet und Fernsehen eigentlich noch zeitgemäß? Für viele Kinder und Jugendliche, deren Eltern keine Zeitungsleser mehr sind, sicher nicht. Wie auch, viele kommen mit dem dienstältesten und zugleich hochmodernen Massenmedium überhaupt nicht in Berührung.
Deshalb kommt die Zeitung kurzerhand zu jungen Leuten: direkt in die Schulklasse. Klar.text und klar.text in der Grundschule heißen die medienkundlichen Schulprojekte der Mediengruppe Oberfranken. In diesem Schuljahr machen rund 9400 Schüler und Lehrer mit – und es werden immer mehr, denn klar.text hat keinen Anmeldeschluss. Interessierte Klassen können aus etwa 20 Projektzeiträumen den idealen auswählen.
Zwei Wochen Zeitung für Kinder, vier für Jugendliche
Kinder lesen die Zeitung zwei Wochen lang im Unterricht; Jugendliche vier Wochen lang. Jeder Projektteilnehmer bekommt täglich eine eigene, druckfrische Zeitung.
Die Klassen können Redakteuren und Druckern vor Ort über die Schulter schauen und sich in Redaktion und Druckerei ein Bild machen, wie Reporter an ihre Geschichten und wie Artikel und Fotos aufs Papier kommen.
Schüler machen Schlagzeilen
Viele Schüler nutzen die Chance, einen Redakteur zu sich in die Klasse einzuladen und zu interviewen oder um sich Hilfestellung für die eigene journalistische Arbeit zu holen. Schüler machen selbst Schlagzeilen - ihre Texte, Comics und Fotos veröffentlichen wir hier, auf der klar.text-Internetplattform und in Auswahl auch in der Tageszeitung.
Kostenlos - aber nicht umsonst
Die Teilnahme an klar.text, die Zeitungen sowie umfangreiches Unterrichtsmaterial mit vielen Arbeitsbögen, Redaktions- und Druckereibesichtigungen und alles andere rund um klar.text sind für Schulklassen komplett kostenlos.
Oberfrankens Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin hat die Schirmherrschaft von klar.text übernommen: „Bereits ab der ersten Klasse erhalten Schüler mit klar.text die Möglichkeit, ihre Medienkompetenz zu erproben und zu erweitern. Das geschieht nicht mit „fernen“ Textinhalten, sondern mit einer wohnortnahen Zeitung, die Bezug nimmt zum Leben der Schüler in ihrem täglichen Umfeld.“
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