Im Regen wird das Licht bunt

28.06.2010   Von: Sebastian Martin  inFranken.de

Natur Leonard (11) will von wissen, wie ein Regenbogen entsteht und warum er diese gleichmäßige Form bildet. Hier kommt unsere Antwort.


Ein Regenbogen spannt sich in Straubing (Niederbayern) hinter einem Haus. Foto: Armin Weigel/dpa
Wenn es regnet, ist eigentlich keine Sonne da - denkt man. Aber die Sonne ist am Tag immer da, sie wird nur oft von den Wolken verdeckt. Und wenn die Sonne an einer Stelle nicht zu sehen ist, dann scheint sie an einer anderen.

Manchmal liegen diese Stellen sehr dicht beieinander. Stellt euch vor, es ist ein bewölkter Himmel, der Regen bildet einen dichten Vorhang und die Sonne schaut zwischen den Wolken durch: Dann könnt ihr eventuell einen Regenbogen sehen.

Wie entstehen die Farben?

Normalerweise nehmen wir das Licht weiß wahr. Aber dieses Weiß besteht aus unterschiedlichen Farben: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett, die wir nicht sehen können. Wenn das Licht jetzt aber auf die Wassertropfen trifft, dann wird es in diese Farben zerlegt. Das nennt man gebrochenes Licht. So aufgeteilt wird es dann zurückgeschickt in die Richtung der Sonne. Dazu sagt man, dass das Licht reflektiert wird.

Das liegt an der Form der Tropfen. Diese müsst ihr euch wie kleine Kugeln vorstellen, die mit Wasser gefüllt sind: Wenn das Sonnenlicht in die Kugeln eindringt, wird der dünne Strahl in ein breites Band zerlegt, auf dem die einzelnen Farben sichtbar werden. An der Rückwand der Kugel wird das bunte Band reflektiert.

In diesen Farben könnt ihr dann auch den Regenbogen sehen. Allerdings nur, wenn ihr die Sonne in eurem Rücken habt. Schaut ihr also in die Sonne, könnt ihr keinen Regenbogen sehen.

Warum ist ein Bogen zu sehen?

Weil die Sonne rund ist, ist streng genommen auch der Regenbogen eine runde Scheibe. Da unser Auge die Farben aber nur in einem winzigen Ausschnitt wahrnehmen kann, zeigen sich die einzelnen Farben des Lichts in einem schmalen Bogen.

Dabei bestimmt der Stand der Sonne, wie hoch oder niedrig der Regenbogen am Himmel zu sehen ist. Das hat wieder mit der Kugelform des Wassers zu tun, denn die runde Wand reflektiert das Licht umgekehrt zum Stand der Sonne: Je höher die Sonne steht, umso flacher ist der Regenbogen. Und wenn die Sonne am Mittag ganz oben steht, dann könnt ihr keinen Regenbogen sehen, da er ganz weit unten am Boden ist.

Also ist der Bogen dann am größten, wenn die Sonne auf- oder untergeht. Dann steht sie nämlich sehr tief. Und die unterschiedlichen Farben des Lichts sind am besten zu sehen. Das Abend- und Morgenrot entsteht beispielsweise auch durch den flachen Sonnenstand. Deshalb treten Regenbogen am häufigsten im Frühjahr und im Herbst in Erscheinung, weil die Sonne tiefer steht als im Sommer.

Einen Regenbogen könnt Ihr auch selber machen

Ihr benötigt einen tiefen Teller, der mit Wasser gefüllt ist, und einen Taschenspiegel, den ihr in den Teller legt. Wenn ihr den Teller so ausrichtet, dass sich die Sonnenstrahlen im Spiegel reflektieren, könnt ihr einen kleinen Regenbogen beispielsweise an eine weiße Wand spiegeln. Schafft ihr das? Probiert es aus! sem



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