Schnee besteht aus Eiskristallen

29.12.2009   Von: Irmtraud Fenn-Nebel  inFranken.de

Winter Alia möchte wissen, warum es Schnee gibt. Die Antwort: Wenn es in hohen Wolken kälter ist als Null Grad, wachsen Eiskristalle. Zusammen mit Wassertröpfchen bilden sie Schneeflocken.


Wenn es schneit, freuen sich Groß und Klein: Dann kann man Schlittenfahren wie auf unserem Foto aus dem Harz, man kann Skifahren und natürlich Schneeballschlachten machen. Foto: Jochen Lübke/dpa
Alle Jahre wieder – passend zum Weihnachtslied – drücken sich die Kinder ihre Nasen an den Fensterscheiben platt und starren in den Himmel. Worauf sie warten? Na, auf Schnee natürlich! Aber der will und will alle Jahre wieder in unseren Regionen einfach zu selten kommen (im Gegensatz zum Christkind, das glücklicherweise zuverlässiger ist). Aber wenn es dann endlich doch einmal schneit, freuen sich die Kinder, machen Schneeballschlachten und gehen Schlittenfahren. Wie ist das nun mit dem Schnee: Warum gibt es ihn (oder eben nicht)? Das möchte die achtjährige Alia Wachter aus Bamberg wissen. Hier kommt unsere Antwort. Kristalle wachsen im Sechseck Damit Schnee, Regen, Graupel oder Hagel überhaupt entstehen und fallen kann, braucht es Wolken. Sie sind große Ansammlungen von winzigsten Wassertröpfchen hoch oben in der Luft. Ist es in hohen Wolken kälter als Null Grad, so kommen darin neben Wassertröpfchen auch Eisnadeln vor. Wolken enthalten aber auch noch Wasserdampf. Der gefriert unmittelbar an den Eisnadeln an und bildet dabei Schneekristalle. Welche Form sie bekommen, hängt von der Temperatur in der Wolke ab: Wenn es sehr kalt ist, bilden sich Plättchen, ist es nicht so kalt, bilden sich Sterne. Eins haben alle Eiskristalle gemeinsam: Sie wachsen im Sechseck. Kleben mehrere solcher Eiskristalle mit Wassertröpfchen zusammen, entstehen Schneeflocken. Sind die Luftschichten unter der Wolke kalt genug, so fallen sie als Schnee bis zur Erde. Und weil sich das Licht in den Eiskristallen spiegelt und zurückgeworfen wird, glitzert frisch gefallener Schnee so wunderschön. Schneekristalle gibt es in über tausend Formen. Der Begriff kommt aus dem Griechischen, wo ursprünglich nur Eis krystallos hieß. Der Philosoph Theoprast nannte dann auch besonders klare Quarz- oder Bergkristalle aus den Alpen so.


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