Wir tragen ein Schutzschild auf dem Kopf

07.02.2010   Von: Martin Kreklau  inFranken.de

Haare "Warum wachsen uns Haare auf dem Kopf?" Das möchte Michael aus Strullendorf wissen. Außerdem möchte der Zehnjährige wissen, warum die Haarpracht grau wird.


Haare sind eine tolle Sache: Sie können sogar zu Berge stehen - zum Beispiel, wenn sie elektrostatisch aufgeladen sind, wie das hier der Fall ist. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Wir Menschen gehören zu der Gattung der Säugetiere und alle Säugetiere haben eine Art Fell auf der Haut. Bei uns sind das die Haare. Sie kommen nicht nur auf dem Kopf vor, sondern können überall auf dem Körper auftauchen. Es gibt nur ein paar Ausnahmen: Auf den Lippen, Handinnenflächen, Fußsohlen und den Brustwarzen können keine Haare wachsen. Dort wären sie auch nicht besonders nützlich. Im Durchschnitt befinden sich auf einem Kopf zwischen 100 000 und 150 000 Haare. Das ist ganz schön viel. Diese Menge ist aber auch nötig, damit die natürliche Kopfbedeckung ihre vielen Aufgaben erfüllen kann. Eine davon ist, den Kopf vor UV- und Wärmestrahlung zu schützen. Diese Strahlen kommen von der Sonne und können in großen Mengen schädlich sein. Menschen mit Glatze müssen daher im Sommer und im Winter häufig eine Mütze tragen. Wer Haare hat, der verfügt über eine natürliche Mütze – sie schützt den Kopf vor der Wärmestrahlung und vor der eisigen Kälte im Winter. Haare dienen auch der Feuchtigkeitsregulierung. Auf der Haut befinden sich Schweißdrüßen. Überschüssige Feuchtigkeit wird von den Haaren aufgenommen. Bei Tieren ist das Fell wie ein Regenmantel. Da wir Menschen angefangen haben, unseren Körper durch Kleidung zu schützen, haben wir im Laufe der Zeit immer weniger Haare bekommen. Die Tiere ziehen sich nichts an – deshalb ist ihr Fell am ganzen Körper sehr dicht. Schließlich haben sie keine Pullover und Jacken, die sie vor der Kälte und dem Regen schützen. Wenn man älter wird, dann wachsen die Haare nicht mehr so gut, deswegen werden sie ab einem bestimmten Zeitpunkt immer weniger. Täglich verlieren wir etwa 60 bis 100 Haare. Aber keine Angst: Erstens hat jeder ja ganz viele Haare auf dem Kopf und wenn man jung ist, dann wachsen mehr Haare nach als ausfallen. Im Alter werden Haare nicht nur weniger, sondern sie ändern auch ihre Farbe: Sie werden grau. Das liegt daran, dass die älteren Haare sich nicht mehr so gut gegen das im Haar enthaltene Wasserstoffsuperoxyd wehren können. Dieser Stoff sorgt dafür, dass Haare ausgebleicht werden, denn er greift die Zellen an, die die Farbe in den Haaren herstellt. Wenn alle Zellen, die diese Farbe bilden können, abgestorben sind, lagern sich Luftbläschen in die Haare ein. Diese erscheinen dann grau bis weiß. Forscher haben herausgefunden, dass Stress diesen Vorgang beschleunigen kann. Also: Immer schön entspannt bleiben!



Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
Stichworte zum Thema Haare | Kinderfrage | Schutz
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 4 + 4 :