Es fehlt Geld - die Kassen sollen sparen

22.07.2010     inFranken.de

Gesundheit Die Regierung will, dass gespart wird. Diese Pläne sorgen für Streit. Denn die Menschen sollen mehr Geld an die Kassen bezahlen.


Für Tabletten und andere Medikamente müssen die Menschen ganz schön viel Geld ausgeben. Foto: Armin Weigel/dpa
Eigentlich sollte die Gesundheit der Menschen im Mittelpunkt stehen. Doch wenn Politiker bei uns in diesen Tagen über Gesundheit reden, dann dreht sich oft alles um eine Zahl: 11 Milliarden. So viel Geld wird den Krankenkassen im kommenden Jahr wahrscheinlich fehlen. Und was heißt das? Richtig: Es muss gespart werden. Die Regierung hat schon Sparpläne geschmiedet. Und diese Pläne sorgen seit Tagen für Streit.

Doch zuerst: Was ist überhaupt eine Krankenkasse? Die sammelt Geld von den Leuten ein. Fast jeder, der Arbeit hat, zahlt monatlich einen festen Beitrag - egal ob er gerade krank ist oder gesund. Von dem Geld bezahlen die Krankenkassen zum Beispiel Arztbesuche, Medikamente oder den Aufenthalt im Krankenhaus. So können auch arme Menschen eine teure Operation erhalten und wieder gesund werden.

Viele Kassen nehmen aber gerade weniger ein, als sie ausgeben. Insgesamt werden es im nächsten Jahr 11 Milliarden Euro zu wenig sein, schätzen Experten. Wenn nichts passiert, könnten einige Kassen pleitegehen.

Um das zu verhindern, plant die Regierung einige Dinge. Sie will zum Beispiel den Beitrag, den einzelne Leute und Unternehmen jeden Monat an die Krankenkassen schicken, erhöhen. Außerdem darf jede Kasse dann noch einmal selbst einen extra Betrag verlangen.

Aber auch Firmen, die Medikamente herstellen, und Ärzte und Krankenhäuser sollen beim Sparen helfen. Neue teure Medikamente - etwa gegen die Krankheit Krebs - sollen bald zum Beispiel nicht mehr so viel kosten wie bisher.

Mit den Plänen sind viele Leute gar nicht glücklich. Zum Beispiel die Hausärzte wehren sich enorm. Sie sind unzufrieden darüber, dass sie nächstes Jahr nicht weiter mehr Geld als andere Ärzte bekommen sollen. Der Hausärzteverband hat heftige Proteste angekündigt. dpa



Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
Stichworte zum Thema Krankenkassen | Gesundheit | Politik
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:
Ich bin mit den AGB und der Netiquette einverstanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 4 x 4 :