Merkel: Größter Vorsprung seit 1977

21.08.2009   Ort: Importartikel     inFranken.de

Kanzlerkandidatur Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren Stimmenvorsprung vor ihrem Herausforderer auf 41 Prozentpunkte ausgebaut.


Anhänger während des Wahlkampfs. Foto: Lennart Preiss/ddp
In der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen unter 1262 Wahlberechtigten erreicht die CDU/CSU 41 Prozent. Die SPD bleibt in der politischen Stimmung unverändert bei 24 Prozent. Die FDP verschlechtert sich leicht auf 12 Prozent (minus 1), die Linke bleibt bei 7 Prozent und die Grünen verlieren einen Punkt auf 11 Prozent.
Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Danach kämen CDU/CSU auf 37 Prozent (plus 1), die SPD auf 23 Prozent, die FDP erhielte 14 Prozent, die Linke 9 Prozent, die Grünen 12 Prozent (alle unverändert). Die Vielzahl der sonstigen Parteien käme zusammen auf 5 Prozent (minus 1).
Mehrheit sieht Scharz-Gelb vorne

Insgesamt gehen derzeit 66 Prozent der Befragten davon aus, dass es bei der Bundestagwahl für eine Mehrheit von Union und FDP reichen wird.
Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel kann bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz ihren Vorsprung vor ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier weiter ausbauen.

Historischer Vorsprung

Aktuell wollen 64 Prozent (plus 2) Merkel wieder als Kanzlerin und 23 Prozent (minus 2) Steinmeier. Das ist nach Angaben des ZDF der größte Abstand, der bei der Frage nach dem gewünschten Kanzler gemessen wurde seit Beginn des Politbarometers im Jahr 1977.
Auf Platz eins der nach Meinung der Befragten wichtigsten Politiker liegt Merkel nun wieder vor Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Mit deutlichem Abstand folgt auf Platz drei Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gefolgt von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Steinmeier.
Wirtschaftlicher Aufschwung

Gefragt nach der wirtschaftlichen Situation Deutschland sind erstmals seit einem guten Jahr wieder mehr Befragte der Auffassung, dass es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht (31 Prozent) als dass es weiter abwärts geht (23 Prozent). Die meisten der Befragten (44 Prozent) erwarten aktuell allerdings eine sich nicht verändernde ökonomische Lage in Deutschland.
Unabhängig davon ist aber eine deutliche Mehrheit (80 Prozent) der Meinung, dass die Banken- und Finanzkrise im Wesentlichen noch nicht überwunden ist, nur 18 Prozent sehen diese bereits als überwunden an.
Die bisherige Arbeit der Bundesregierung bei der Bewältigung der Banken- und Finanzkrise halten 43 Prozent für gut, 46 Prozent beurteilen die Arbeit eher schlecht (weiß nicht: 11 Prozent). Mehrheitlich positiv wird dabei die Arbeit der Bundesregierung von den Anhängern der CDU/CSU, der SPD und der Grünen gesehen. Überwiegend negativ urteilen die Anhänger der FDP und vor allem die der Linken. ddp/


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