Ministerium: Jeder zwölfte Leiharbeiter stockt auf
08.02.2012 Ort: Berlin
Jeder zwölfte Leiharbeiter hat nach Angaben der Bundesregierung im vergangenen Jahr zusätzlich zu seinem Lohn Arbeitslosengeld II bezogen. Etwa 65 000 der gut 820 000 Leiharbeiter in Deutschland hätten Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitslose erhalten.
Das teilte das Bundesarbeitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion mit, wie die «Berliner Zeitung» (Mittwoch) berichtet. Das seien etwa 7000 mehr als im Jahr zuvor.
Im Jahr 2010 hatte die Regierung dafür nach eigenen Angaben rund 420 Millionen Euro aufgewendet. Die Gewerkschaften dringen darauf, dass Leiharbeiter nach einer kurzen Einarbeitungszeit beim Lohn mit den Stammbeschäftigten gleichgestellt werden. Sie müssten von ihrem Lohn auch leben können.
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Kommentare
Nebenverdienst, "bei Mami", etc.
Mich würde mal interessieren wieviele der verbleibenden 715.000 "Sklaven" noch einen Nebenjob haben. Das dürften wohl auch einige sein. Dann gibt es unter den Verbleibenden sicher auch junge Leute, die noch bei ihren Eltern wohnen müssen, da dieses Sklavengehalt keine eigene Wohnung erlaubt.
Zustände haben wir hier in unserem "Wohlstandsland"...
für die Sklaven wird ja eigentlich mehr bezahlt
doch zwischen dem Sklavennutzer und dem Sklaventreiber bleibt eine gehörige Portion hängen. Dafür werden keine Sozialabgaben bezahlt.
Die Gewinne streichen die Zuhälter ein, die Aufstockung wird sozialisiert.
Ich kann mir nicht mehr anders helfen, als solche Bezeichnungen zu benutzen. Ist aber klar meine eigene Meinung.
Wer sich weiterhin einem Mindestlohn verschließt, gehört nicht mehr gewählt.
Mindestlohn! ... und noch mehr!
Heutzutage werden auch Facharbeiter und Ingenieure als Zeitarbeits-Sklaven vermittelt.
Deshalb: gleiche Löhne wie Festangestellte!
Wie das in Frankreich auch gehandhabt wird.
(Dafür hat der Sklave ja das Risiko, öfter den Arbeitsplatz wechseln zu müssen oder zu verlieren, während Festangestellte zur Überbrückung Kurzarbeiter-Geld bekommen können.)
Noch besser, aber unwahrscheinlich:
Den ganzen Mist, den uns Rot-Grün unter Genosse Gerhard "Gasbaron" Schröder eingebrockt hat, insbesondere die unbefristete Zeitarbeit, noch mal gründlich überarbeiten.
Aber dazu sehen auch die Schwarzen Bedarf.
Errata:
Aber dazu sehen auch die Schwarzen _k_e_i_n_e_n_ Bedarf. Von Seiten der SPD auch immer nur Lippenbekenntnisse.
Frankreich zahlt sogar mehr
für Leiharbeiter, da sie durch die "Springerei" mehr Ausgaben und ein höheres Risiko haben.
Ergänzung zu den Ingenieuren: Im Gegensatz zu den Malocher-Sklaven-Jobs kann Zeitarbeit für einen jungen Ingenieur interessant und lehrreich sein. Man sollte es auch eher "Projektarbeit" nennen. Es gibt sogar Firmen die ihre Zeitarbeits-Ingenieure sehr gut bezahlen, weil sie oft "Feuerwehr" spielen müssen.
Der Spaß hört allerdings dann auf, wenn der durchaus überdurchschnittlich verdienende Zeit-Ingenieur sein Geld in ein Haus anlegen möchte und zur Bank geht. Sobald die Kreditabteilung das Wort "Zeitarbeit" hören, nimmt sie ihnen den angetrunkenen Kaffee weg und zeigt ihnen unter abfälligem Gelächter die Tür nach draußen.
820.000 Zeitarbeitsnehmer .....
... kann ich mir nicht vorstellen. Wenn man alle Berichte so liest, dann müssen es mindestens ca. 2 Millionen sein. Wer hat hier die Zahlen geschönt???!!!
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