Keine Hausaufgaben? Weniger Kindergeld!

11.03.2010     inFranken.de

Thilo Sarrazin Provokation: "Zweimal Hausaufgaben nicht gemacht, Kindergeld um 50 Prozent gekürzt", schlägt Thilo Sarrazin vor. Linke-Politiker fordern nun die sofortige Entlassung des Bundesbank-Vorstandsmitglieds .


Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank ,Thilo Sarrazin. Foto: Robert Schlesinger dpa
Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat die Kürzung des Kindergelds vorgeschlagen, wenn Schüler ihre Hausaufgaben nicht machen. "Zweimal Hausaufgaben nicht gemacht, Kindergeld um 50 Prozent gekürzt", sagte der für provokante Äußerungen bekannte Berliner Ex-Finanzsenator auf einer Diskussionsveranstaltung in Wiesbaden.

"Was meinen Sie, was auf einmal die Hausaufgaben gemacht werden."

Vor Beginn des Unterrichts solle kontrolliert werden, ob die Kinder die Hausaufgaben erledigt haben. "Und wenn sie sie nicht gemacht haben, werden die Eltern zitiert", sagte Sarrazin und forderte zugleich von den Lehrern die Vergabe von Hausaufgaben auch für das Wochenende.

Auf Einladung des hessischen Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn (FDP) diskutierte Sarrazin über die Chancen und Grenzen von Integration.

Dabei verteidigte er auch seine umstrittenen, von manchen als rassistisch verstandenen Äußerungen über Ausländer. "Ob das gelungen war oder nicht, es hat gewirkt", sagte der 65-Jährige.

In einem Interview hatte er unter anderem gesagt: "Eine große Zahl an Arabern und Türken (...) hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel." Wegen dieser Aussagen läuft in der Berliner SPD ein Ausschlussverfahren gegen Sarrazin. Die Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Die heftigen Reaktionen seien für ihn unerwartet gewesen, sagte Sarrazin. Wenn er sich die Wirkung anschaue, habe dies jedoch für die bundesweite Debatte etwas Positives.

"Wenn man das dann einmal gemacht hat, darf man sich jetzt auch nicht wegducken."

Linke-Vizeparteichef Klaus Ernst forderte eine Entlassung des Vorstandsmitglieds der Bundesbank. Der Bundesbank-Vorstand müsse einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex des Instituts, den auch Sarrazin unterschrieben habe, feststellen und beim Bundespräsidenten die Entlassung Sarrazins beantragen.

"Sarrazin ist ein Wiederholungstäter, dem jetzt endlich das Handwerk gelegt werden muss", sagte Ernst in einer Mitteilung.



Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
Stichworte zum Thema Polemik | Bundesbank | spd | Ausländerpolitik | Hartz | IV
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB und der Netiquette einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviele Buchstaben hat das Wort Hochhaus?: 




Nachrichten aus Ihrer Umgebung
Bad Kissingen Schweinfurt Kitzingen Haßberge Bamberg Erlangen-Höchstadt Forchheim Bayreuth Kulmbach Lichtenfels Coburg Kronach
25.05. 26.05. 27.05. mehr Wetter
Tagsüber heiter sonnig wolkig
Abend heiter sonnig heiter
Nacht sonnig heiter sonnig
Ihre Meinung zählt
Haben sie Fragen, Anregungen oder Tipps zu inFranken.de? Dann schreiben Sie uns bitte. Denn ihre Meinung zählt!
Hier geht es zum Formular