Nord-CDU nach Boetticher-Rücktritt in der Krise

15.08.2011     

Schleswig-Holstein Die schleswig-holsteinische CDU ist neun Monate vor der Landtagswahl zu einem Neustart gezwungen. Nach dem Verzicht des Landesvorsitzenden Christian von Boetticher auf die Spitzenkandidatur und seinem Rückzug als Parteichef steckt die Union in einer tiefen Führungskrise.


 
8  Kommentare  
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Meckerer - 16.08.2011 14:12    (0)   
 

Was für Probleme, Neid?
Carstensen ist schon lange als Scheinheiliger erkannt. Solche Affären sind ihm bekannt vorallem in einer Partei in der der eine die Leichen des anderen sucht, um ihn für seine Interessen zu formen. Man sollte das Volk nicht für blöder verkaufen als man selbst ist. Dazu macht die Macht blind. Das ist das Problem der Partei und nicht nur im Norden. Das größte Problem ist der Futterneid untereinander.

Freggerla - 16.08.2011 09:32    (0)   
 

Zitat aus
Bild online von heute:
"Und trotzdem bleibt ein schales Gefühl. Denn Marie (geboren im Februar 1994) war wohl erst 15, als die beiden sich über Facebook Anfang 2010 kennenlernten. Marie war da auf „Fratzenbuch“, wie sie Facebook selbst spöttisch nennt, bereits mit etlichen CDU- und FDP-Politikern verbunden."

So eine alte Sa*, eigentlich gehört der weggesperrt!

Skeptiker - 16.08.2011 09:06    (0)   
 

Heuchler
als sich seine Kandidatur abzeichnete, hat er die Kleine eiskalt "abgelegt". Jetzt steht er vor der Kamera und heult wie ein Weichei. Bravo CDU, in Euren Reihen weilt die Elite Deutschlands.

EulenSpiegel - 16.08.2011 08:44    (0)   
 

…-… PRESSE-SPIEGEL …-…
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU glaubt:
„Verständlich wird von Boettichers Rückzug vor allem aus parteiinternen Gründen. Schließlich wollte er für jene Partei antreten, die sich selbst bisher am schärfsten als Verfechterin bürgerlicher Werte wie Familie, Treue, Disziplin, Glaubwürdigkeit und Moral inszeniert. Die CDU ist durch diesen Prozess in eine tiefe Identitätskrise geraten. Christian von Boetticher darf insofern als Opfer christdemokratischer Tugendwächter gelten. Amerika lässt grüßen."

Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND meint:
„Vermutlich werden wir das minderjährige Mädchen, in das der CDU-Landeschef sich verknallte, bald auf einer Titelseite abgebildet sehen mit der Schlagzeile: 'Ich wollte Christian nicht zerstören'. Ist uns eigentlich nichts mehr zu peinlich? Viel wesentlicher ist, wer diese unvernünftige, gleichwohl legale Liaison politisch instrumentalisiert hat. Wer begleicht hier welche Rechnung? Wer wollte den aufstrebenden Kieler CDU-Spitzenkandidaten aufs Abstellgleis befördern? Es wäre blauäugig anzunehmen, dass alles bloßer Zufall ist. Ob Merkel Druck auf die Landes-CDU ausgeübt hat, sei dahingestellt. Sicher ist, dass sie nicht die schützende Hand über ihn gehalten hat.“

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG fragt:
„Boettichers Affäre liegt mindestens ein Jahr zurück – warum fliegt sie gerade jetzt auf, im letzten Moment, um vor der Wahl im Mai 2012 noch die Pferde zu wechseln? Ist die CDU tatsächlich nur der SPD zuvorgekommen, oder sah sie eine Chance, ihren Nominierungsirrtum selbst zu korrigieren?"

Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG hält fest:
„Von Boetticher gehörte zu denen in der CDU, die von ihrer Bundesvorsitzenden Angela Merkel immer wieder 'ein konservativeres Profil' gefordert haben. Mal betonte er seinen Willen, den damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus in Baden-Württemberg zu unterstützen, mal hielt er fest: 'Ich schätze Roland Koch und Friedrich Merz sehr.' Nun sind sie alle weg."

Oskarchen - 15.08.2011 21:55    (0)   
 

Da müßten andere schon eher zurücktreten
Das Mädchen ist 16. Na und? Ich würde ja nichts sagen ,wenn sie 13 oder 14 Jahre wäre. Warum trat ein Seehofer damals nicht zurück? War der Druck auf den Politiker zu Groß oder war der Name von Boetticher NOCH zu unbekannt in den Politikreihen. Große Namen verzeiht man. Traurig.

wallburg10 - 15.08.2011 14:13    (0)   
 

Was ist verwerflicher?
Ein Verhältnis mit einer 16Jährigen zu haben, oder als Landesvater mit seiner Geliebten Kinder zu zeugen, obwohl man verheiratet ist?

wolwei - 15.08.2011 12:25    (0)   
 

Moralische Komponente ?
In einem Land wo Außenminister oder Regierende Bürgermeister homosexuell sind, wo Ex-Kanzler und Ex-Außenminister mehrfach nacheinander verheiratet waren oder sind, soll plötzlich eine moralische Komponente im Privatleben der Politiker gelten?

Nicht, dass ich irgendetwas gegen solche Lebensweisen habe, aber es stellt sich für mich die Frage, welchen moralischen Maßstab lege ich an die Politiker oder die Menschen an.
Was ist der Maßstab hier gewesen? Der Altersunterschied? Die Minderjährigkeit?

Zeitungsleser - 15.08.2011 13:12    (0)   
 

die Moral
trifft grundsätzlich den politischen Gegner, damit die gegenspielende Partei punkten kann.

Und im Privatleben sind´s bei den meisten die eigenen engstirnigen Vorstellungen, das von 12 bis Mittag denken.

Wehe nur man schlägt diese Leute mit den eigenen Waffen, dann werden die hübsch aggressiv und tun genau das Gegenteil dessen, was diese von anderen stets erwarten ...

Ob das zwischen dem Mädel und ihm Liebe war "Nobody knows it". Aber es schien allseits abgesegnet gewesen zu sein.

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