Westerwelle will Partner weiter mitnehmen

09.03.2010     inFranken.de

Politik Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will ungeachtet von Kritik seinen Lebensgefährten Michael Mronz weiter auf Auslandsreisen mitnehmen. Auf seiner Südamerika-Reise wies der FDP-Chef alle Kritik der Opposition am Dienstag zurück.


Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP, l) und sein Lebensgefährte Michael Mronz Foto: dpa
"Ich freue mich, dass sich Herr Mronz die Zeit nimmt, mich auf eigene Kosten zu begleiten, um sich in der Region über soziale Probleme zu informieren und dafür zu engagieren. Das wollen und werden wir fortsetzen."

Der Sportveranstaltungsmanager Mronz begleitet Westerwelle seit Samstag auf seiner einwöchigen Reise durch Südamerika. Kritiker werfen ihm vor, Beruf und Reise nicht auseinanderzuhalten. In Brasilien, der letzten Station seiner Tour, finden 2014 die Fußball- WM und 2016 die Olympischen Spiele statt. Mronz selbst wollte sich zu den Vorwürfen nicht näher äußern. "Manche Sachen richten sich von selbst", sagte der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur dpa.

In Uruguay, der dritten und vorletzten Station der Reise, unterzeichnete Westerwelle gemeinsam mit Außenminister Luis Almagro ein Doppelbesteuerungsabkommen. Uruguay steht derzeit noch auf einer "Grauen Liste" von Steueroasen, die die internationale Standards zum Austausch von Finanzdaten nicht einhalten. Almagro sagte: "Wir wollen uns weiter öffnen für den Rest der Welt." Damit sollten auch mehr ausländische Direktinvestitionen ins Land geholt werden.

Westerwelle sprach sich für einen weiteren Ausbau der Kontakte aus, auch über den wirtschaftlichen Bereich hinaus. Deutschland wolle in der lateinamerikanischen Welt auch "mit kleineren Staaten beste Beziehungen pflegen". Zuletzt war ein deutscher Außenminister vor mehr als 20 Jahren in Uruguay. Letzte Station der Südamerika-Reise ist Brasilien, wo Westerwelle in der Nacht zum Mittwoch erwartet wurde.

Der FDP-Chef will das Verhältnis zu Südamerika zu einem Schwerpunkt seiner Amtzszeit machen. Beim Besuch eines VW-Werks in der Nähe von Buenos Aires sagte er: "Dieses Werk zeigt, wie vernetzt die deutsche Wirtschaft ist und wie unsere Arbeitsplätze zuhause auch vom Erfolg deutscher Unternehmen im Ausland wie zum Beispiel hier in Argentinien abhängen". dpa



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