Wirbel um Auto von Bettina Wulff
02.02.2012 Ort: Berlin
Bettina Wulff hat die Berichterstattung über eine angeblich kostenlose Nutzung eines Audi-Privatwagens gerichtlich verbieten lassen.

Das Kölner Landgericht erließ am Donnerstag nach Angaben von Wulffs Anwalt Gernot Lehr eine einstweilige Verfügung gegen die «Berliner Zeitung» und die «Frankfurter Rundschau» (Aktenzeichen 28 O 48/12). Lehr warf den Zeitungen «gezielte Falschberichterstattung» vor. Die Blätter wiesen dies zurück.
Die Audi-Zentrale erklärte in Ingolstadt: «Frau Wulff fuhr zwischen dem 22. Dezember 2011 und dem 23. Januar 2012 einen Audi Q3, den sie zu marktüblichen Konditionen von einem Audi-Handelsbetrieb in Berlin mietete.»
«Berliner Zeitung» und «Frankfurter Rundschau» hatten zuvor berichtet, das Ehepaar Wulff habe einen Wagen vom Typ Audi Q3 schon im Sommer 2011 offenbar kostenlos fahren dürfen - Monate bevor das Modell zu kaufen war. Wulff-Anwalt Lehr betonte im Gegenzug: «Das Ehepaar Wulff fuhr im Sommer 2011 keinen Audi Q3.» Den beiden Zeitungen, die in Berlin in einer Redaktionsgemeinschaft zusammenarbeiten, warf er «grobe Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflichten» vor.
Die Chefredakteurin von «Berliner Zeitung» und «Frankfurter Rundschau», Brigitte Fehrle, versicherte der dpa am Mittag: «Wir haben an jeder Stelle die journalistische Sorgfaltspflicht gewahrt.» Die gerichtliche Verbotsverfügung war bis zum späten Nachmittag nach Angaben der Redaktion noch nicht eingetroffen. Aus diesem Grund wollte man sich dort zunächst nicht weiter äußern. Lehr teilte am Abend mit, der Gerichtsbeschluss sei um 16.59 Uhr per Mail vorab der Rechtsabteilung des Verlags und dem Autor zugeleitet worden.
Wulff ließ über seinen Anwalt im Gegensatz zur Darstellung der Zeitungen erklären: «Tatsächlich hat Bettina Wulff einen Audi Q3 erstmals am 22.12.2011 übernommen und die dafür marktübliche Vergütung gezahlt.» Später bestätigte der Anwalt, Frau Wulff habe den Wagen am 23. Januar zurückgegeben. Zu den Gründen sagte er nichts.
Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft, ob sich Christian Wulff der Vorteilsnahme schuldig gemacht haben könnte. Staatsanwältin Simone Herbeth betonte aber, es handle sich lediglich um einen Prüfvorgang. «Das ist kein förmliches Ermittlungsverfahren», sagte sie der dpa. Die Prüfung wegen des Verdachts der Vorteilsannahme sei zudem schon wegen anderer Vorwürfe eingeleitet worden, etwa wegen des geschenkten «Bobby-Cars» oder wegen der Leasing-Konditionen für den Audi Q3. In diese laufende Prüfung würden die neuen Vorwürfe ebenso einbezogen wie die Darstellung des Anwalts.
Der Audi hatte schon Mitte Januar für Wirbel gesorgt, weil Bettina Wulff ihn zu günstigen Leasing-Konditionen bekommen haben soll. Der Anwalt Wulffs erklärte damals, der von Frau Wulff bestellte Q3 werde erst Mitte des Jahres ausgeliefert. Deshalb habe Audi ihr einen Wagen gleichen Typs gegen eine Zahlung von monatlich 850 Euro zur Verfügung gestellt.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) legte Wulff angesichts der anhaltenden Vorwürfe indirekt den Rückzug nahe. Im Fernsehsender Phoenix mahnte Beck ein Gespräch von Union und FDP mit dem Staatsoberhaupt an. Auf die Frage nach Rücktritt sagte er: «Das, glaube ich, müsste in einem solchen Gespräch in eine solche Richtung gehen, aber ich selber halte mich da sehr zurück.»
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Kommentare
Erst Wulff
jetzt auch noch Beck und Özdemir – vermutlich zittern weitere Schnorrer im Hohen Hause vor der Gefahr der Entdeckung.
Ich frage mich: Wo ist heute der Westerwelle, der denen mal das mit der „Spätrömischen Dekadenz“ erklärt. Er hat sich gründlich getäuscht, als er diesen Zustand den ärmsten der Armen dieses Landes, nämlich den Sozialempfängern zugeordnet hat.
In Wirklichkeit kursiert diese „Krankheit SRD“ ganz massiv und mit einer offensichtlich rasenden Ansteckungsgefahr weitaus ausgeprägter in seinen eigenen Kreisen. Würde mich nicht wundern, wenn diese „Krankheit“ bald auch noch als Berufskrankheit anerkannt wird - zu behandeln mit teuren Kuren in Florida, auf Mallorca und an anderen schönen Orten.
Ich habe noch immer die Hoffnung, dass die Mehrzahl unserer Regierenden dagegen immun sind und derzeit tatsächlich nur die „krankhaften Auswüchse“ zum Vorschein kommen. Aber die Hoffnung schwindet – ganz rapide.
Und der Herr "Linksvormwald"
eines gewissen C.W. lacht sich vergnügt eins ins Fäustchen: Immerhin taucht sein Name (G.L.) oft genug in den Medien auf. Noch größer dürfte seine heimliche Freude über den mit der "Causa W." erzielten Reibach sein. Ich denke, "brotlos" wird so ein "Miniaturbossi" in nächster Zeit sicher nicht.
Charakterlos.........
Ist der Ruf erst ruiniert, lebst du völlig ungeniert.
Auf solch einen BP und eine solche First Lady verzichte
ich gerne. Und sie schämen sich nicht ...
alles Verleumdung
die gute Frau W. hat im Sommer 2011 keinen Q3 gefahren, das können wir sogar beeiden!!
Es war im HERBST 2011!!!
Bedürftige (z.B. °Hartz IV°) können sich an die „Tafel“ wenden.
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Wie heißt das Pendant hierzu bei den Prominenten, Reichen und Schönen?
es ist unerträglich
wie sich dieser Kerl dreht und wendet und wie ihm immer noch Menschen die Stange halten. Sollten die vielleicht auch mit in diesem Sumpf stecken?
Endlich ermittelt eine Staatsanwaltschaft und ....
... hoffentlich bekommt der Staatsanwalt, der hier tätig ist, keine Schwierigkeiten in unserer "kleinen" Bananenrepublik!!!! Bei einem notwendigen Rücktritt "wackelt" ja auch Frau Merkel, die Ziehmutter von Wulff. Wenn er weg ist, dann bitte keinen Politiker mehr holen - Frau Margot Käßmann bietet sich für dieses Amt geradezu an.
Es reicht! … ABTRIT ! … Basta & CIAO !
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ABTRITTT !!!
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ABTRITT !!
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Deo gratias ...
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