Krailling: Grausamer Todeskampf der Schwestern
03.02.2012 Ort: München
Doppelmord Es muss ein blutiger Kampf gewesen sein: In der Nacht zum 24. März 2011 wurden in Krailling bei München die kleine Chiara und ihre Schwester Sharon ermordet. Ihre Verletzungen lassen auch Schlüsse auf den grausamen Hergang der Tat zu.

Der angeklagte Onkel der beiden Mädchen, Thomas S., auf der Anklagebank im Landgericht München II. Foto: Frank Leonhardt/dpa
Beide Kinder erlitten den Gutachten zufolge zahlreiche schwere Stichverletzungen und schwere Schläge. Wolfgang Keil vom Institut für Rechtsmedizin der Münchner Uni, der Chiara obduziert hatte, sprach von sechs "intensiven Verletzungen" am Kopf; die Achtjährige erlitt demnach zwei Schädelbasisbrüche und einen Trümmerbruch des Schädeldaches - Verletzungen, die nicht von der bloßen Hand stammen könnten. Die Hantelstange komme als Waffe infrage. Zudem stellte der Mediziner rund ein Dutzend Stichverletzungen fest. Als erstes habe der Täter Chiara aber gewürgt und gedrosselt und ihr den Mund und wahrscheinlich auch die Nase zugehalten.
Nicht einmal die Todesursache konnte bestimmt werden
Die konkrete Todesursache konnte Keil nicht einmal benennen: "Jeder Verletzungskomplex war geeignet, den Tod herbeizuführen." Er sprach von einem "mehrphasigen und länger andauernden Tatgeschehen mit Bewegungswechseln". Den Ermittlungen zufolge flüchtete die schon schwer verletzte Chiara ins Kinderzimmer und versuchte die Türe zuzuhalten, während der Täter Sharon tötete.
Die Elfjährige hatte laut Anklage das Kommen des Onkels bemerkt, der daraufhin von Chiara abgelassen habe. Auch Sharon leistete den gerichtsmedizinischen Erkenntnissen zufolge längeren Widerstand. "Die Zeitdauer war nicht kurz", sagte der Chef des Rechtsmedizinischen Instituts der Uni München, Matthias Graw, der Sharon obduziert hatte. "Das Kind hat sich gewehrt." Sharon erlitt vier Messerstiche und zahlreiche Schnittverletzungen. Sie sei verblutet. Bis zum Eintritt des Todes habe es Minuten gedauert, es könne aber auch länger gewesen sein, sagte Graw.
Der 51-jährige Onkel der Kinder muss sich seit dem 17. Januar wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Anklage zufolge wollte der verschuldete Familienvater auch die Mutter der Kinder - seine Schwägerin - umbringen, dann sollte seine eigene Frau erben. Doch die Mutter der Kinder kam erst am frühen Morgen nach Hause - deshalb habe der Angeklagte von seinem Plan Abstand genommen, glaubt die Staatsanwaltschaft.
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Kommentare
2 Kommentare
Todesstrafe ja...................
Für so eine grausame Tat gibt es nur ein: Kopf ab.Für Kindermörder bitte die Todesstrafe.
Die ganze Story ist so grausam, ....
... dass ich nur das fett gedruckte gelesen habe. Eigentlich ist es nicht notwendig so im Detail über eine solchen Tat zu berichten. Das macht die Kinder nicht mehr lebendig und jeder ist um seine Kinder besorgt, dass ihnen nicht ähnliches passiert.
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