Keine Busen auf Wiesn-Fotos?

17.09.2009   Ort: Importartikel     inFranken.de

Oktoberfest Blanke Busen im Bierzelt und volltrunkene Wiesn-Besucher sollen für Profi-Fotografen tabu sein: Kurz vor dem Start des Münchner Oktoberfestes an diesem Samstag ist ein Streit um Beschränkungen bei der Bildberichterstattung auf dem größten Volksfestes der Welt entbrannt.


Das Hofbräu Festzelt Foto: ddp
Der Bayerische Journalistenverband (BJV) kritisierte am Donnerstag „Vorzensurbedingungen“. Die Veranstalter wollten kein Abbild der Realität in den Medien finden und griffen massiv in die Bildberichterstattung ein. „Das Oktoberfest ist nicht nur heile Welt“, erklärte der BJV-Vorsitzende Wolfgang Stöckel.
Die Pressestelle des Hofbräuhauses und Hofbräuzeltes lasse sich bei der Akkreditierung per Unterschrift zusichern, dass weder Betrunkene noch nackte Busen abgelichtet würden. Meist würden Fotografen im Zelt von Sicherheitskräften oder von einem Mitarbeiter der Presseabteilung begleitet. Auch andere Zeltbetreiber versuchten zunehmend, in diese Richtung Einfluss zu nehmen.
Der Horbräu-Sprecher Stefan Hempl wies die Vorwürfe zurück. Es gehe darum, volltrunkene Menschen zu schützen, die ihre Persönlichkeitsrechte nicht mehr selbst wahrnehmen könnten. Sich öffentlich zu entblößen sei verboten. „Sie dürfen sich auch nicht auf der Straße ausziehen - das ist sittenwidrig.“ Der Wirt habe das Hausrecht und müsse auf die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen achten. „Das Hausrecht sieht auch vor, der Presse das Fotografieren aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes, der Sittlichkeit oder des Jugendschutzes zu verbieten“, sagte Hempl.
In dem seit längerem verwendeten Akkreditierungsformular heißt es, bei Foto- und Dreharbeiten im Hofbräu-Festzelt seien die Persönlichkeitsrechte der Gäste zu wahren. „Aufnahmen von unter Alkohol stehenden Personen, einzeln oder in Gruppen, sind grundsätzlich nicht gestattet.“ Und: „Aufnahmen von Personen in unangemessener oder unvollständiger Kleidung sind verboten.“
BJV-Geschäftsführerin Frauke Ancker sagte hingegen, es gehe darum, eine Berichterstattung über Auswüchse des Oktoberfestes zu unterbinden. Das Recht auf uneingeschränkte Berichterstattung werde auf dem Altar des Kommerzes geopfert, warnte der BJV weiter.


Drucken Artikel Versenden Abo bestellen
 

Weitere Artikel zum Thema suchen



Alternative Suche im Zeitungsarchiv
Hinweis: für Epaper-Abonnenten kostenlos


Kommentare

Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Kommentieren


Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)

Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:  *
gewünschtes Passwort:  *
Wiederholung Passwort:  *
E-Mail:  *
Kundennummer:
Anrede:
Frau Herr  
Vorname:
Nachname:
Zusatz (z.B. Firma):
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:  *
Ich bin mit den AGB und der Netiquette einverstanden.:  *


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 24 - 4: 




Nachrichten aus Ihrer Umgebung
Bad Kissingen Schweinfurt Kitzingen Haßberge Bamberg Erlangen-Höchstadt Forchheim Bayreuth Kulmbach Lichtenfels Coburg Kronach
25.05. 26.05. 27.05. mehr Wetter
Tagsüber heiter sonnig wolkig
Abend heiter sonnig heiter
Nacht sonnig heiter sonnig
Ihre Meinung zählt
Haben sie Fragen, Anregungen oder Tipps zu inFranken.de? Dann schreiben Sie uns bitte. Denn ihre Meinung zählt!
Hier geht es zum Formular