Vom Landesbischof zum Dorfpfarrer

03.02.2012   Ort: Bertholdsdorf  Von: Antonia Lange, dpa  

Ungewöhnlicher Karriereschritt Statt im Fernsehen predigt er jetzt in einer winzigen Dorfkirche: Bayerns früherer Bischof Johannes Friedrich hat einen ungewöhnlichen Karriereschritt gewagt - als Pfarrer auf dem Land.


Der ehemalige bayerische Landesbischof Johannes Friedrich in seinem Arbeitszimmer. Foto: David Ebener/dpa
Zuletzt hatte er fast drei Millionen Schäfchen in ganz Bayern, jetzt sieht er Schafe eher draußen auf der Wiese. Der frühere evangelische Landesbischof Johannes Friedrich hat nach dem Ende seiner Amtszeit einen ungewöhnlichen Karriereschritt gewagt: Er ist Dorfpfarrer geworden. Die Zahl seiner Schäfchen ist im mittelfränkischen Bertholdsdorf radikal geschrumpft - auf 712.

Also Hühnergackern statt Großstadtleben? An seiner Adresse hat sich immerhin nicht viel geändert. "In München habe ich in der Himmelreichstraße gewohnt", erzählt Friedrich. Sein neues Zuhause liegt im Hirtenweg. "Zufall", wie der 63-Jährige betont. Inmitten seiner neuen Gemeinde wohnt er allerdings nicht. Friedrich ist zusammen mit seiner Frau in sein früheres Ferienhaus im benachbarten Örtchen Spalt gezogen.

Wenn er an diesem Sonntag seinen ersten Gottesdienst im Dorf feiert, ist er nach zahllosen öffentlichen Auftritten plötzlich wieder aufgeregt. Die Predigten als Landesbischof seien anders gewesen. "Da war ich vor allem jemand, der öffentlich geredet hat", sagt Friedrich. "Ich habe immer ein paar Sätze eingebaut, die von den Medien zitiert werden können." Darauf komme es nun nicht mehr an.



Persönlicher Kontakt zur Gemeinde geht vor




Auf dem Land stehe die persönliche Ansprache im Vordergrund. Dort sieht er sich eher als Seelsorger. "Mein wichtigstes Ziel ist, dass ich alle besuche." Bei 350 Haushalten dürfte das durchaus machbar sein. Zwei Jahre hat Friedrich dafür Zeit, dann wird er 65 und geht in den Ruhestand.

"Grundsätzlich wäre uns ein jüngerer Pfarrer lieber gewesen", sagt Heidi Gilch (39) aus der Nachbargemeinde. Nach zwei Jahren müsse dann schon wieder ein neuer Geistlicher her. "Ich glaube aber, die ältere Generation freut sich. Meine Mutter möchte jetzt wieder öfter in die Kirche gefahren werden."

Friedrichs später Karriereschritt hat seine Gründe: Das Amt des Landesbischofs wurde in Bayern auf zwölf Jahre begrenzt. Er selbst hatte die Regelung während seiner Amtszeit auf den Weg gebracht - auch um für frischen Wind zu sorgen. Was danach aus den Bischöfen werden sollte, war aber nicht ganz klar. Nun also Dorfpfarrer.
"Das hat noch kein bayerischer Bischof vorher gemacht", sagt Johannes Minkus von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche. Er sieht Friedrichs Entscheidung daher als "zukunftsweisenden Schritt".



Abends wird der Gehsteig hochgeklappt




Niedrige Häuschen, enge Gassen und dann diese Ruhe: Mit München hat Bertholdsdorf nicht viel gemein. "Da war schon ein bisschen die Angst, dass uns die Decke auf den Kopf fällt", gesteht Friedrich. "Von acht Uhr an hört man hier abends nichts mehr." Er genieße das aber. Und: "Einmal im Monat fahren wir nach München ins Theater." Zeitlich geht das, denn als Dorfpfarrer hat er nur eine halbe Stelle.

In der Betholdsdorfer Kirche fällt Sonnenlicht durch das bunte Fensterglas, nur ein paar leise Schritte sind zu hören. Noch. Christine Rißmann putzt die Bänke und wischt den Boden vor dem Gottesdienst am Sonntag. Die 50-Jährige erwartet "viel Trubel" bei der Amtseinführung des neuen Pfarrers. In Bayern sei Friedrich ja regelrecht prominent.

"Wenn man die Gelegenheit hat, den Menschen aus der Nähe zu erleben, geht man natürlich hin." In der Kirche engagiert sie sich freiwillig. Ob sie das Gotteshaus extra wegen Friedrich putze? Das nicht, sagt sie. "Aber man macht es doch gründlicher."

Friedrich selbst kann unterdessen einen Gang runterschalten. "Die Anspannung wird jetzt weniger." Allein deswegen hat er sich aber nicht für das Landleben entschieden, sagt der 63-Jährige. Ob Auslandspfarrer oder Dekan und Landesbischof - er sei mittlerweile schon alles gewesen. "Nur Dorfpfarrer, das war ich noch nie."


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Kommentare

 
7  Kommentare  
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Roth - 03.02.2012 17:31    (0)   
 

Christ hat wieder "zugeschlagen" ....
... Er sollte mal ein Gespräch mit dem früheren Landesbischof führen - vielleicht kann er dann in zwei Jahren Nachfolger als Dorfpfarrer in Bertholddorf werden.

bpquax - 03.02.2012 15:44    (0)   
 

unser Herrgott hat einen großen Tiergarten
und der "christ" (?) gehört ganz sicher auch dazu

Auweia - 03.02.2012 13:52    (0)   
 

Mal ne Frage an unseren "Schriftgelehrten"(christ)
Dürfen der von Ihnen "gemaßregelte" Bischof und andere überhaupt noch einen lauten Furz lassen oder verstieße solches Tun bereits auch gegen die Schrift? Lesen wir nicht bei Hosea 8,7 sinngemäß: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten" ?

christ - 03.02.2012 15:00    (0)   
 

Die "Namenschristen" der beiden Amtskirchen....
....werden von den Kirchenoberen "dumm" gehalten.

Es stimmen die Worte aus Reinhard Mey´s Lied
"Sei wachsam":

Textauszug:
"All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm,
- ich halt' sie arm!"

Siehe Video:
www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I

Worte Gottes aus der Bibel:

"Denn die Hirten sind zu Toren geworden
und fragen nicht nach dem HERRN.
Darum kann ihnen nichts Rechtes gelingen,
und ihre ganze Herde ist zerstreut."
Jeremia 10,21

Prophetische Worte der Bibel aus Hesekiel 34, 7-9:

"Darum, ihr Hirten,hört,
was der HERR, sagt: 
Ich schaue nicht mehr länger zu! 
Meine Schafe wurden geraubt und von wilden Tieren gefressen,
weil sie keinen Hirten hatten; 
denn meine Hirten haben nur für sich selbst gesorgt
und nicht für meine Herde.
Darum hört, 
ihr Hirten, 
was der HERR sagt!
So spricht der HERR, 
der mächtige Gott:
Die Hirten meiner Schafe bekommen es mit mir zu tun, 
ich fordere meine Herde von ihnen zurück! 
ich setze sie ab;
sie können nicht länger meine Hirten sein;" 

christ - 03.02.2012 14:14    (0)   
 

Wir sind keine Schriftgelehrten...
...sondern einfache, einsame Christen, die im schlimmsten Leid zum christlichen Glauben gefunden haben. Alleine gelassen von den Schriftgelehrten in den langen Gewändern, die so viel von Barmerzigkeit und Nächstenliebe predigen, dieses aber nicht praktizieren.

Jesus sagte:
"Sie sagen´s zwar,
tun´s aber nicht".

Aber beim Fasching, bei allen möglichen Feiern, da kann man sie bewundern, die Schriftgelehrten in den langen Gewändern, die nach Ehre, Macht und Reichtum streben. Denen das Leid von Menschen, die nach Hilfe rufen, völlig egal ist. Die nur nach Ämtern streben.

Glauben Sie uns.

Wir wissen, wovon wir schreiben.

Wir selbst haben laut nach Hilfe gerufen, nachdem uns unsere Tochter auf furchtbar schlimme Weise genommen wurde. Aber was mussten wir erleben, von den Kirchenvertretern.

Selbstgerechtigkeit und geistiger und geistlicher Hochmut.

Wir sind hunderte von Kilometern gefahren, um Seelsorge zu erhalten, denn nach der schlimmen Nachricht kam zu uns kein Pfarrer, kein Seelsorger, kein Psycholge, obwohl wir damals "glaubenslose Namenschristen", "kirchensteuerzahlende evangelische Christen" waren.

Aber was mussten wir erleben auf der Suche nach Gott und Glauben ?

Nach einer langen Autofahrt haben wir nach dem Eintritt in das Arbeitszimmer eines ev. Pfarrers über seinen Schreibtisch in großen Lettern lesen können:

"Christen haben den besseren Sex".

Heute sind wir alleine und leben nach den Worten von Jesus aus Matthäus 18,20.

Ohne Kirche, ohne Sekte, ohne Glaubensgemeinschaft. Lesen täglich die Bibel, haben aber den Glauben an eine helfende, tröstende Kirche genauso verloren, wie den Glauben an eine gerechte Justiz.

Wir haben die Wahrheit von den Worten Martin Luther´s leidvoll selbst erlebt:

"Und der Glaube ist nimmermehr
stärker und herrlicher,
als wenn die Trübsal und Anfechtung 
am größen ist."
..und...
"Durch Leben,
ja, durch Sterben
und durch die Erfahrung der Verdammnis,
wird man Theologe,
nicht durch Begreifen,
Lesen oder spekulieren."

christ - 03.02.2012 12:59    (0)   
 

"Heuchler" nannte Jesus.....
...die Schriftgelehren in den langen Gewändern.
(Lies Matthäus Kapitel 23)

Der frühere Landesbischof Friedrich bestätigt durch sein unchristliches Verhalten, die Worte Jesus.

Wenige Tage, nach dem Tod von drei deutschen Soldaten konnte man ihn, nebst Gattin, 2011 in Veitshöchheim, lachend und tanzend bewundern.

Siehe Video: ab 3.04:
www.youtube.com/watch?v=g1ADgyd9cA8

Unbekannt scheinen ihm die Worte der Bibel zu sein:
"Es ist besser, in ein Haus zu gehen, 
wo man trauert, 
als in ein Haus, wo man feiert; 
denn da zeigt sich das Ende aller Menschen, 
und der Lebende nehme es zu Herzen! 
Trauern ist besser als Lachen; 
denn durch Trauern wird das Herz gebessert. 
Das Herz der Weisen ist dort, wo man trauert, 
aber das Herz der Toren dort, wo man sich freut."
Prediger 7, 2-4

Aber auch Heuer wird sein Nachfolger ein würdiger Vertreter der unchristlichen Amtskirche in Veitshöchheim sein. Dieser verkündet einen ungerechten und allversöhnenden Gott:

Siehe Info, und lies (mehr Anzeigen) zum Video:
www.youtube.com/watch?v=kzDU7dHCfy0&list=PL7A7C9DC8FC985AA3&index=2&feature=plcp

Solche Kirchenoberen sind Narren und haben sich in Veitshöchheim wirklich einen Platz unter all diesen Narren verdient.

Lies:
http://dasleben.info/article/die-narren-sind-los/

Worte der Bibel:
„Indem sie sich für Weise hielten, 
sind sie zu Narren geworden.“
Römer 1,22

„Denn ihr ertragt gerne die Narren,
ihr,
die ihr klug seid!"
2. Kor. 11,19

"Wer mit einem Narren redet,
der redet mit einem Schlafenden"
Sirach 22, 8

"Die Toren verachten Weisheit und Zucht"
Sprüche 1,7

„Der Narr spricht in seinem Herzen:
Es ist kein Gott!“
Ps.14,1

"Ein Törichter glaubt das nicht
und ein Narr begreift es nicht".
Ps.92,7

"Merkt doch auf, ihr Narren im Volk !
Und ihr Toren,
wann wollt ihr klug werden ?"
Ps.94, 8

Kirchen - ohne Glauben:

Wer so hohe Gehälter bezieht, wie die Pfarrer und Bischöfe verstoßen gegen die Worte von Jesus aus
Matthäus 10, 8:
"Umsonst habt ihr's empfangen,
umsonst gebt es auch."

christ - 03.02.2012 13:19    (0)   
 

"Närrische" Bischöfe (in)
..Käßmann, Friedrich und Bedford-Strohm.

Worte der Bibel:

"Alle ihre Wächter sind blind,
sie wissen alle nichts.
Stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können,
sie liegen und jappen und schlafen gerne.
Aber es sind gierige Hunde,
die nie satt werden können.
Das sind die Hirten, die keinen Verstand haben;
ein jeder sieht auf seinen Weg,
alle sind auf ihren Gewinn aus und sagen:
Kommt her,
ich will Wein holen,
wir wollen uns vollsaufen,
und es soll morgen sein wie heute und noch viel herrlicher."
Jes.56, 10-12

"...aus Habsucht werden sie euch mit erdichteten Worten zu gewinnen suchen.
Das Gericht über sie bereitet sich seit langem vor, und ihr Verderben schläft nicht."
2.Petr.2,3

Sowohl der Papst, als auch die obigen Kirchenoberen, bestätigen die Worte Gottes aus Joh. 12,43:

"Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen 
als Ehre bei Gott."

Martin Luther schrieb:
"Christus hat das Predigtamt nicht dazu gestiftet und eingesetzt, dass es diene, Geld, Gut, Gunst, Ehre und Freundschaft zu erwerben oder seinen Vorteil damit zu suchen, sondern dass man die Wahrheit frei öffentlich an den Tag bringe, das Böse strafe und sage, was zur Seelen Nutz, Heil und Seligkeit gehört."

"Wer Prediger sein will, der hüte sich aufs höchste vor eitler Ehre und Geiz, oder wenn er sich damit belastet fühlt, meide er das Predigtamt. Er wird sonst nichts Gutes schaffen sondern nur Gott schänden, die Seelen verführen und Gut stehlen und rauben."

"Gottes Weisheit ist nirgends zufinden, außer in seinem Wort. Wer das lieb hat, wert hält und immerdar damit umgeht, der ist nicht allein ein erleuchteter, von Gott bewährter Doktor über alle anderen Weltweisen und Gelehrten, sondern auch ein Richter über alle Weisheit und Lehre, über Teufel und Menschen. Wer umgekehrt Gottes Wort nicht mit Ernst betreibt, sondern Menschenlehre und Weisheit folgt, sein Leben danach richtet und regiert, der ist und bleibt sein Leben lang ein ungelehriger Schüler in der Schrift."

Martin Luther

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