Hochschulen 2011 vor riesigem Ansturm
01.09.2010
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Bildung Bayerns Hochschulen stehen 2011 wegen des doppelten Abiturjahrgangs vor einem nie dagewesenen Ansturm. Weil der letzte Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums und der erste Jahrgang des achtjährigen Gymnasiums kurz hintereinander Abitur machen, werden gut 69 200 Abiturienten ihre Schulen verlassen.
76 000 Studienanfänger in Bayern
Wissenschaftsminister Heubisch rechnet 2011 mit 76 000 Studienanfängern in Bayern, da viele Erstsemester aus anderen Bundesländern zuwandern. Das wären 16 000 mehr als in diesem Jahr. Seit langem eingeplant sind daher über mehrere Jahre verteilt insgesamt 38 000 neue Studienplätze und 3000 neue Personalstellen. Heubisch beansprucht jetzt aber die im Koalitionsvertrag mit der CSU vereinbarte Option auf die Schaffung von 10 000 weiteren zusätzlichen Studienplätzen. Der FDP-Politiker räumte ein, dass das unter Finanzierungsvorbehalt steht - ließ aber wenig Zweifel, dass er den weiteren Ausbau der Hochschulen für notwendig hält. Wenn der Andrang auf die Hochschulen anhalte, "werde ich das nachhaltig einfordern müssen", sagte er. Um den Ansturm auf die Hochschulen etwas abzumildern, werden viele Studiengänge anders als üblich schon zum Sommersemester starten. Das gilt aber nicht für die harten Numerus Clausus-Fächer wie Medizin, deren Studenten nach bundesweitem Schlüssel auf die einzelnen Hochschulen verteilt werden. Im Gegensatz zu vielen Schülern ist die bayerische Wirtschaft eher erfreut als besorgt über den doppelten Abiturjahrgang - weil in den nächsten Jahren dramatischer Fachkräftemangel droht und die Unternehmen auf zusätzliche Ingenieure und Lehrlinge hoffen. Vor allem die bayerische Metall- und Elektroindustrie hofft auf Nachwuchs. "Voraussichtlich werden in Bayern schon 2015 rund 130 000 Hochschulabsolventen fehlen, bis 2030 sogar 350 000", warnte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). dpa
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