Haderthauer: Zu wenig Leidensdruck bei Hartz IV

14.05.2011     

Soziales Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) fordert mehr Anstrengungen von Langzeitarbeitslosen bei der Job-Suche. "Durch die hohe soziale Absicherung bei uns ist offensichtlich zu wenig Leidensdruck vorhanden", sagte Haderthauer der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe).


Christine Haderthauer (CSU) Foto: dpa
Hartz IV dürfe nicht zum Lebensstil werden, fügte sie hinzu. "Die Gesellschaft kann sich das Motto, 'wer arbeitet ist doof' nicht gefallen lassen."

Zwar könnten Leistungen gekürzt werden, wenn ein angebotener Arbeitsplatz abgelehnt werde, sagte die CSU-Politikerin. "Wer aber den Arbeitsplatz annimmt und nach zwei Wochen wieder ausgestellt wird, weil er unpünktlich und mit ihm nichts anzufangen ist, kann nicht mit Sanktionen belegt werden", kritisierte sie. Hier müsse Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) "das Portfolio der Maßnahmen" für die Arbeitsagenturen erweitern.

Die bisherigen Instrumente der Arbeitsmarktpolitik reichen laut Haderthauer nicht aus, um Langzeitarbeitslose zurück in Arbeit zu bringen. Notwendig sei unter anderem eine Betreuung, die über die Vermittlung eines Jobs hinausgehe und soziale Begleitung anbiete. Dabei müsse "Lebenskompetenz" vermittelt werden, etwa im Umgang mit Haushaltsgeld. epd


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Kommentare

 
11  Kommentare  
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Skeptiker - 15.05.2011 19:30    (0)   
 

also
ich ko mer net helfn. Immer wenn ich die sehen muss, fällt mir der Spruch vom zahnbleckerten Karusselgaul ei.

Taugenichts - 15.05.2011 18:16    (0)   
 

Zu wenig Leidensdruck?
Mit solchen pauschalisierten Phrasen soll mal wieder den Gutgläubigen eingeredet werden, es gäbe genügend Jobs für jedermann, um seinen Lebensunterhalt verdienen zu können.
Vollbeschäftigung war ja noch nie ein Problem, oder???
Das Problem sind dann nur die dummen, faulen Arbeitslosen.
Toll gesprochen, Christine.
Finanziellen Leidensdruck kennst du in deiner Doppel-Verdiener-Bonzen-Familie ja zur Genüge und außerdem...
ist nach Guido Mobil ein Großsprecher-Posten in den Medien für dich frei geworden.
Nix dazu gelernt, Christine?!

Nawi24 - 15.05.2011 17:29    (0)   
 

Die ideologieverblendeten Gutmenschen,
die auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung ihren weltfremden Sozialismus-Theorien nachhängen, haben anscheinanend vergessen, daß wir das mit großem Abstand komfortabelste Sozialsystem der gesamten Welt unterhalten. Es genügt nicht, daß ein Teil der Langzeitarbeitslosen ( ich habe selbst zwei Nichtstuer-Familien in unserer Straße täglich vor Augen ), nicht aktiv an eigener Weiterqualifikation arbeitet, sondern sich rein passiv verhält und lediglich in Bewegung setzt, wenn sie vom Arbeitsamt oder den Jobcentern dazu aufgefordert werden. Solches Parasitentum ist rücksichtslos all den Berufstätigen gegenüber, die sich jeden Tag auf den Weg zu ihrer Arbeitsstätte machen und höhlt bereits jetzt die Staatsfinanzen für jene echt Hilfsbedürftigen aus, für die unsere Sozialsysteme ursächlich gedacht sind.
Bellen hier im Forum evtl. getroffene Hunde?

789tmue - 16.05.2011 14:31    (0)   
 

Vom großzügigsten Sozialsystem
der Welt sind wir doch schon längst weit entfernt.

Ich vermute mal, dass wir in Deutschland nicht mal mehr unter den ersten 20 Ländern sind!

RBBamberg - 15.05.2011 16:12    (0)   
 

Eigenverantwortung ist gefragt
und dies ist heute offensichtlich ein Schimpfwort.
Jeder ist zunächst für sich und seine Familie selbst verantwortlich. Er hat seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen und sich zu bemühen. Und erst dann, aber auch nur dann, wenn ihm dies nicht möglich ist, sollte die Solidargemeinschaft einspringen. Und ich bin der Meinung, dass die Behinderten, Alten, Kranken Mitbürger, die nicht arbeiten können auch wesentlich großzügiger, als dies heute geschieht, versorgt werden sollten.
Gleichzeitig sollten aber auch diejenigen, die arbeiten können aber nicht wollen, wesentlich stärker in die Pflicht genommen werden. Hier gilt es tatsächlich mehr Druck aufzubauen. Grundsätzlich dürfte kein Arbeitsfähiger Geld vom Staat ohne entsprechende Gegenleistung erhalten. Es gibt in unserem Land genug Arbeit: Spargelstechen, Parks u. Spielplätze reinigen etc.
Durch die demographische Entwicklung bedingt, bin ich mir sicher, dass dies in den nächsten Jahren auch umgesetzt werden wird und muss. Die SPD mag hier, gestützt durch Oppositionsopportunismus, noch dagegen sprechen; sollte sie in einigen Jahren wieder Regierungsverantwortung tragen, wird sie sicherlich die Hartz IV-Gesetzgebungn dementsprechend fortentwickeln (Hartz V, Hartz VI?). Nur so ist es möglich, die wirklich Bedürftigen in unserer Gesellschaft ordentlich und gut zu versorgen.

wolwei - 15.05.2011 10:33    (0)   
 

Auf der einen Seite hat sie recht
die Frau Haderthauer, ich kenn einige HartzIVEmpfänger, die genauso handeln. Ich geh halt eine Woche hin, bin immer unpünktlich, der AG schmeist mich raus und ich kann weiter das volle Geld vom Amt kassieren höre ich sehr häufig.
Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass die Jobs, die angeboten werden, meist nicht zur Person passen. Ich kann nicht jemanden in ein Call-Center stecken, der nicht reden kann oder der andere Leute nicht über den Tisch ziehen will. Ich kann keinen Gärtner als Küchenhilfe vermitteln, weil der ja weiß, wie Gemüse aussieht usw. Die Beratungen der Agentur sind absolut überholungsbedürftig und wenn jemand schon 50 Bewerbungen hinter sich hat und nur Absagen kamen, dann muss ihn vielleicht mit etwas anderem fördern, aber nicht mit unsinnigen Arbeitsplatzangeboten zuschütten. Aber diese Kompetenzen sind in der Arbeitsagentur nicht vorhanden.
Und wenn man überlegt, wieviele unsinnige Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden und man verpflichtet ist, daran teilzunehmen und dort nur zum Kaffeetrinken hingeht und damit der Veranstalter das Geld kassieren kann, sträuben sich mir auch die Nackenhaare.
Das ganze System müsste umgekrempelt werden. Darüber sollte sich Frau Haderthauer einmal Gedanken machen.

unbekannt - 15.05.2011 09:54    (0)   
 

Wieviel Dummheit und Arroganz
darf eine Politikerin der CSU öffentlich zur Schau stellen? Eine Sozialpolitikerin, welche die Auffassung vertritt, dass Hilfsbedürftige in unserem Land zu wenig leiden, ist eine gruselige Vorstellung. Der Wähler hat zwar bereits bei der letzten Landtagswahl den Leidensdruck auf die CSU erhöht, aber offensichtlich noch nicht genügend.

Volltreffer - 14.05.2011 18:55    (0)   
 

Christlich Sadistische Union!!!
Leidensdruck?

Warum soll ein Arbeitsloser leiden müssen??

Ich denke, die meisten sind geschlagen genug durch ihr Los.

Haderthauer wegsperren. Die ist eine Gefahr für die Allgemeinheit.
Dümmer geht´s nimmer.

Steinbruechlein - 14.05.2011 17:43    (0)   
 

Anscheinend springen....
..immer mehr Poltiker auf die Bild - Pöpel - Schiene auf.
Anders lässt sich die die besserverdienende Zahnpastafresse nicht erklären.
Scheiße, das ich als Steuerzahlender nicht die Bezüche kürzen darf.
Weniger Geld für immer dümmere Aussagen.

Schwuuups - 14.05.2011 16:42    (0)   
 

Die hat doch wohl 'nen Schatten!
Als "Hartzler" darf ich einen Job nicht ablehnen, und wenn ich weniger verdiene, als meine Hartz-Bezüge sind, komm' ich noch net mal raus aus dem Schlamassel. Hauptsache, die Arbeitslosenstatistik stimmt!
Wie wär's denn, mal das Lohngefüge in Deutschland zu überprüfen? Nicht der Arbeitswille fehlt, sondern die angemessene Beazhlung für geleistete Arbeit.
Frau Haderthauer - es liegt nicht am zu geringen Leistungsdruck, daß man diese Arbeitslosigkeit (manchmal) nicht freiwillig aufgibt. Ich kriege immer mehr Angst vor der Zukunft meiner Kinder, wenn ich sehe, daß die, die uns regieren, so sch*** weltfremd sind wie Sie! traurig

789tmue - 14.05.2011 13:44    (0)   
 

Ganz sauber is die ned.
Gerade die CSU-Politiker, die sich mit "schwarzen Geschäften" und diversen Nebeneinkünften, die sie manchmal nicht versteuern, brauchen sich nicht hervortun! Vielen von denen haben im Leben noch nie wirklich gearbeitet. Uni und dann ins Berufspolitikertum.
Arbeiten um jeden Preis: Für 5,- EUR Stundenlohn. Wenn Leute einen Arbeitsplatz haben und dazu noch "Stütze" beantragen müssen, weil der Lohn so niedrig ist, "dann stimmt doch was nicht im Staate Dänemark".
Da gibt es Unternehmer, die zahlen mehr als 10 Jahre keine Lohnerhöhung. "Wenn Sie meinen, dass es für Ihren Lohn keine Arbeitswilligen gibt, dann setze ich eine Anzeige mit ihrer Stelle in die Zeitung."
Wenn man sich ansieht, welches Schindluder mit den ganzen Zeit- und Leiharbeitnehmern getrieben wird.

Nee, nee.

An mehr als der Hälfte der Langzeitarbeitslosen sind unsere Politiker und ihre miese Politik schuld und nicht die Betroffenen!

Hier versuchen die feinen Damen und Herren nur schwarze Schafe schaffen, damit sie ihre eigene Unfähigkeit kaschieren können.

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