Viele Verletzte bei Massencrash
12.03.2010
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A8 Bei dichtem Nebel ist es auf der Autobahn Stuttgart-München (A8) zu einer Massenkarambolage gekommen.
Großaufgebot war stundenlang im Einsatz
"Wir hatten sehr schlechte Sichtverhältnisse, Glatteis war nicht die Hauptursache für die Unfälle", sagte ein Polizist. Hier gab es fast 80 Verletzte, viele Unfallbeteiligte kamen jedoch mit dem Schrecken davon. "Die waren nicht so schnell unterwegs wegen der schlechten Sicht, aber noch schnell genug, um ineinander zu fahren", berichtete ein Polizeisprecher. Ein Großaufgebot von rund 110 Feuerwehrmännern, 60 Sanitätern und zahlreichen Polizisten war stundenlang im Einsatz. Verpflegungszelte wurden eingerichtet, es gab heiße Getränke und die Möglichkeit, sich an Heizstrahlern zu wärmen. Die Autobahn blieb in Richtung München bis in die Nachmittagsstunden gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau.
Abbiegender Laster verursachte Ziehharmonikaeffekt
Bei Straubing mussten sich die Einsatzkräfte um insgesamt 14 Verletzte kümmern, nachdem im Berufsverkehr auf rund 300 Metern mehr als 40 Fahrzeuge ineinandergefahren waren. Zu den vier Einzelunfällen kam es kurz hinter einer Donaubrücke im Aiterhofener Gemeindeteil Hermannsdorf. "Einige Verkehrsteilnehmer haben gesagt, es ist plötzlich spiegelglatt gewesen, dass man Schlittschuh laufen konnte", sagte Polizeisprecher Klaus Pickel. Einige Wagen wurden von der Straße geschleudert und landeten im Graben oder im angrenzenden Feld. Auslöser der Karambolage war nach ersten Erkenntnissen ein Laster, dessen Fahrer abbiegen wollte. "Das hat zu einem Ziehharmonikaeffekt geführt, dann ist es losgegangen", sagte Pickel. An der Unfallstelle sei es außerdem neblig gewesen. Bereits zuvor war es nach erneuten Schneefällen in der Nacht und am Vormittag zu weit mehr als 100 Unfällen in Niederbayern und der Oberpfalz gekommen. Dabei wurden mehr als 30 Menschen verletzt, einige erlitten lebensbedrohliche Verletzungen. Bei diesen Unfällen entstand ein Sachschaden von mehr als einer halben Million Euro. dpa
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