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10. September 2010
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Schirmherrschaft

klar.text steht unter der Schirmherrschaft von Petra Platzgummer-Martin, der Regierungsvizepräsidentin von Oberfranken.

Im Interview mit klar.text-Redakteurin Isabelle Epplé betont sie, wie wichtig eine solide Medienerziehung für die persönliche und berufliche Zukunft junger Menschen ist:

Petra Platzgummer-Martin bezeichnet sich selbst als „Leseratte“ – sie liest an ihrem Arbeitsplatz im Regierungsgebäude, zu Hause auf ihrem Lieblingssofa und in fernen Urlaubsländern. Die Juristin (Jahrgang 1955) weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, sich mit einer Tageszeitung auf dem Laufenden zu halten. Deshalb hat sie die Schirmherrschaft für das Schulprojekt klar.text übernommen.

Frau Platzgummer-Martin, was bringt ein solches medienkundliches Projekt Schülerinnen und Schülern?
Petra Platzgummer-Martin: Durch die Zeitungslektüre erhält man ein vertieftes Faktenwissen rund um das tägliche Leben, die Politik und das gesellschaftliche Umfeld. Im Gegensatz zu Radio und Fernsehen liefert die Zeitung darüber hinaus viele Hintergründe. Und was bei Printmedien generell dazu kommt, sind Meinungsbeiträge, beispielsweise Kommentare. Wenn ich Zeitung lese, lerne ich  mehr oder weniger unmerklich,  Fakten und Meinungen voneinander zu trennen. Das halte ich für sehr wichtig.

Was schätzen Sie speziell an gedruckten Medien?
Ich kann mir beim Zeitung lesen viel mehr Zeit lassen, kann in Ruhe Informationen aufnehmen. Zudem ist die Informationspalette breiter, die Zeitung hat einfach mehr Umfang als beispielsweise eine Nachrichtensendung im Fernsehen. Als Leser kann ich mir selbst aussuchen, wo ich nur die Schlagzeile lesen und welches Thema ich vertiefen möchte. Ich habe also viel mehr Möglichkeiten, selbst zu agieren. Ich halte es für sehr wichtig, eine regionale Tageszeitung zu lesen, weil ich da Informationen über mein direktes Umfeld bekomme, über meine Stadt und meine Region: Ich erfahre, was da wichtig ist, was diskutiert wird – wenn ich ein Mitglied der Gesellschaft sein will, muss ich über diese Dinge informiert sein. Es ist gut, sich mit Nachrichtensendungen im Fernsehen oder im Radio schnell auf den neuesten Stand zu bringen. Aber darüber hinaus muss man sich mit Hilfe einer guten Zeitung tiefgründig informieren.

Informieren sich Jugendliche denn ausreichend über Weltpolitik und Stadtgeschehen?
Ich denke, das kann man nicht pauschal beantworten, denn die Jugend gibt es einfach nicht. Manche interessieren sich herzlich wenig für das, was um sie herum geschieht. Auf der anderen Seite gibt es sehr engagierte und interessierte junge Leute. Wenn wir Termine mit jungen Menschen haben, die sich ehrenamtlich engagieren, bei „Jugend forscht“ aktiv sind oder oder oder – dann bleibt mir oft die Spucke weg, wenn ich erkenne, was in denen steckt und für was sie sich einsetzen.

Sie bezeichnen sich selbst als „Leseratte“ – was bedeutet Ihnen das Lesen?
Um es ganz überspitzt auszudrücken: Lesen ist für mich fast genauso wichtig wie Atmen. Meine Freizeit verbringe ich zu einem ganz großen Teil mit Lesen. Das war schon in meiner Kindheit so, und das habe ich beibehalten. Ich schätze an Büchern, dass ich meine Phantasie spielen lassen kann. Es wird von mir mehr erwartet, ich habe aber auch mehr Freiheiten. Für mich ist Gedrucktes unverzichtbar.

In welchen Situationen profitieren Sie persönlich davon, so viel zu lesen und gelesen zu haben?
Schwierige Frage. Ich lese zur Entspannung – bevorzugt skandinavische Krimis. Zum anderen lese ich viele Sachbücher, weil ich mich für Geschichte und Archäologie interessiere. Sie helfen mir, mir vorzustellen, wie die Menschen früher gelebt haben, und mir wird klar, dass unsere Welt ein sich entwickelndes Kontinuum ist. 

Haben Sie als Regierungsvizepräsidentin eigentlich wirklich die Zeit, Zeitung zu lesen?
Das muss sein. Es gehört zu meinen Aufgaben, mir einen Überblick darüber zu verschaffen, was in Oberfranken los ist. Jeden Tag habe ich sämtliche Tageszeitungen aus der Region auf meinem Tisch. So viel Zeitung, wie ich zur Zeit lese, habe ich noch nie gelesen.

 


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Interview_mit_Frau_Platzgummer-Martin.pdf

Ganz neu: der Medienführerschein
Hier finden Sie das komplette Unterrichtsmaterial.

Auch für Schüler und Eltern gibt es einen eigenen Bereich mit wertvollen Tipps zum sicheren Surfen.
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von: Sophie Mätzold Los Stegaurach ihr schafft dasssss!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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von: Sophie Mätzold Ich persönlich bin ja nicht so der Zeitungsfreak, aber ich bin total fasziniert von dieser Aktion.Ei...

von: Maria Herbst Eine sehr geniale und wertvolle Aktion für Schüler. Das wünscht man sich von mehreren Zeitungen ;-)

von: Hans Müller Toller Bericht!

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