Bad Kissingen
Freizeit

Streifzug durch Bad Kissingens Biergärten

Pizzabrot oder Gerupfter? Kastanie oder Palme? Die Besucher von Bad Kissingens Biergärten haben die Wahl.
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Am Wittelsbacher Turm geht es traditionell zu. Fotos: Benedikt Borst
Am Wittelsbacher Turm geht es traditionell zu. Fotos: Benedikt Borst
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Erschöpft sucht ein Wanderer ein kühles Plätzchen nach dem langen Weg in der prallen Sonne. Der nächste Biergarten kommt ihm gelegen: Rustikale Bänke, die im Schatten von Kastanienbäumen stehen. Dort isst er seine Brotzeit, etwa Schwarzbrot mit Gerupftem. Dazu trinkt er ein kühles Radler aus der Schänke. Das ist die gängige Idylle vom traditionellen Bayerischen Biergarten. So wird es in Enzyklopädien beschrieben, so steht es in der bayerischen Biergartenverordnung.

Dieses Idealbild findet sich beispielsweise am Wittelsbacher Turm: Inklusive selbstgebrautem Bier, üppiger Brotzeitkarte und Ausflüglern. Helmut Werner ist mit Freunden eingekehrt: "Wir sind von Poppenhausen zweieinhalb Stunden hierher gelaufen." Allerdings hat dieser Biergarten - ganz strenggenommen - ein Manko: Hier spenden keine Bäume, sondern Sonnenschirme den Schatten. Dafür entschädigt der Panoramablick bis weit in die Rhön.

Erhan Kurt hat eine eigene Vorstellung von einem schönen Biergarten. Der Inhaber des Tenniscafés in der Lindesmühlpromenade hat die besten Voraussetzungen: Einen großen Außenbereich in schönster Lage im Luitpoldpark und viele Kunden. Für Betrieb sorgen der Tennisclub und die umliegenden Kurhäuser. "Die Mitarbeiter und die Gäste müssen harmonisieren", sagt er. Soll heißen: Freundliches Personal und niedrige Preise sorgen für zufriedene Gäste und einen vollen Außenbereich.

Zu Essen gibt es im Tenniscafé hauptsächlich mediterrane Küche. Überhaupt sind Wurstsalat und Leberkäse in den Bad Kissinger Biergärten eher selten. Der Standard ist heute die Bratwurst im Brötchen und die Portion Pommes mit Ketchup. Bei den Getränken sind es dagegen die Klassiker, die verkauft werden. "Was immer geht, sind Bier- und Biermixgetränke wie Radler, Cola-Hefe oder Russ", sagt Erhan Kurt. Die bunte Auswahl gilt für das Kulinarische wie auch für das Ambiente. Wer sich nicht unter heimische Bäume setzen, sondern etwas Strandfeeling möchte, findet mittlerweile sogar Palmen am Stadtstrand.

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