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09.08.2011   Ort: Coburg  Von: Helke Renner  Coburger Tageblatt

Spende Der Verein zum Schutz misshandelter Frauen erhielt 1000 Euro vom Verein "Franken helfen Franken" für eine neue Homepage.


Vor allem junge Frauen nutzen das Internet, um sich Hilfe zu suchen. Foto: Helke Renner
Der Internetauftritt war total veraltet, es gab keine Flyer, veränderte Angaben auf Briefbögen wurden mit Hilfe von Stempeln korrigiert - der Verein zum Schutz misshandelter Frauen Coburg musste sich einschränken. Dabei betreibt er das Frauenhauses, die Notruf- und Beratungsstelle und ist zuständig für die Stadt und den Landkreis Coburg sowie die Landkreise Lichtenfels und Kronach. "Die Grundfinanzierung tragen die Landkreise und die Regierung von Oberfranken, zehn Prozent müssen wir selbst erbringen", erläutert Christa Kröncke vom Vorstand des Vereins. Die Unterstützung sei knapp und im Übrigen vor zehn Jahren "gedeckelt" worden.
Deshalb wandte sich Christa Kröncke an den Verein "Franken helfen Franken" und bat um Hilfe. Die bekam sie in Form einer Spende in Höhe von 1000 Euro. Damit können sich jetzt Frauenhaus, Notrufstelle und Hilfsverein professionell präsentieren und damit den Frauen in Not noch schneller und unkomplizierter Schutz und Hilfe bieten. "Wir haben die neue Internetseite überschaubarer gemacht und kommen mit unseren Angeboten schnell auf den Punkt", sagt Margit Traut. Sie hat an der Gestaltung der Homepage mitgearbeitet. "Wir haben die Bilder und Texte geliefert. Auf unseren Seiten geben wir Auskunft darüber, was Frauenhaus, Notrufstelle und Verein leisten können." Die Hintergrundfarbe ist die gleiche wie bei den Prospekten des Vereins. "Dabei geht es um den Wiedererkennungseffekt."
Und wie bewährt sich der neue Internetauftritt? "Vor allem junge Frauen nehmen verstärkt Kontakt zu uns auf", erzählt Ria Firsching-Höfner vom Frauenhaus. "Sie sitzen in der Regel nachts vor dem Computer, wissen nicht mehr weiter, schreiben uns und bitten um Hilfe." Oft seien sie in ihren Familien Opfer von Gewalt und könnten auf diese Weise erst einmal relativ anonym Kontakt aufnehmen. "Manchmal wenden sich auch Freunde und Bekannte von betroffenen Frauen an uns." Eine E-Mail zu schreiben, sei für viele leichter als anzurufen, sagt Ria Firsching-Höfner. "Wir bieten den Frauen dann ein persönliches Gespräch an oder vermitteln ihnen andere Stellen, die ihnen noch besser helfen können." All das sei mit der neuen Homepage leichter.


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