Donnerstag, 13. Juli 2017 11:58

Sintflutartige Regenfälle verursachen Unfälle in Franken

Gleich eine ganze Reihe von Unfällen in Oberfranken und Unterfranken am Mittwoch sind auf die teils heftigen Niederschläge zurückzuführen.
Gleich eine ganze Reihe von Unfällen in Oberfranken und Unterfranken am Mittwoch sind auf die teils heftigen Niederschläge zurückzuführen. Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa

Bayreuth - Mehrere Unfälle waren am Mittwochnachmittag nach starken Niederschlägen in Oberfranken und Unterfrankenzu beklagen. Insgesamt entstand dabei Sachschaden in Höhe von über 100.000 Euro - ein Schwerverletzter ist zu beklagen, die anderen Fahrer wurden glücklicherweise nur leicht verletzt oder blieben sogar unverletzt.

Wie die Polizei mitteilt, kam es allein auf der A9 zwischen den Ausfahrten Hormersdorf und Bayreuth zu fünf Unfällen. Die fünf Fahrzeuge kamen demnach bei wolkenbruchartigen Regenschauern von der Autobahn ab.


Nicht angepasste Geschwindigkeit

Eine Autofahrerin und vier Fahrer im Alter von 36 bis 59 Jahren hatten ihre Geschwindigkeit auf der A 9 den widrigen Wetter- und Fahrbahnverhältnissen nicht angepasst. So gerieten sie mit ihren Autos ins Schleudern und touchierten die Leitplanken.

Bei den fünf Unfällen summierte sich der Gesamtschaden auf 92.000 Euro. Alle Fahrzeugführer blieben unverletzt. Sie müssen sich jetzt auf Bußgeldbescheide wegen ihrer zu hohen Geschwindigkeit einstellen.


In Franken in den Gegenverkehr

Um 16.50 Uhr war ein 52-jähriger Autofahrer auf der Staatsstraße von Röslau in Richtung Weißenstadt unterwegs. In der Ortsmitte von Franken kam er aufgrund des enormen Platzregens nach links auf die Gegenfahrbahn und krachte hier frontal in den Pkw eines 33-jährigen Wunsiedlers.

Bei dieser Kollision entstand an den beiden Fahrzeugen wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von jeweils rund 20.000 Euro. Die beiden Autofahrer wurden glücklicherweise nur leicht verletzt und begaben sich nach der Unfallaufnahme selbst in ärztliche Behandlung.


Unfälle auf der A7 im Landkreis Bad Kissingen

Ebenfalls am Mittwoch kam es zu zwei Unfällen auf der A7 im Landkreis Bad Kissingen. Am frühen Nachmittag verlor die 32-jährige Fahrerin eines Mercedes auf regennasser Fahrbahn wegen Aquaplanings die Kontrolle über den Pkw. Das Auto kam nach links von der Fahrbahn ab, kollidierte dort mit der Mittelschutzplanke und blieb auf dem linken Fahrstreifen liegen.

Da das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit war musste der linke Fahrstreifen durch die aufnehmende Streife der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck gesperrt werden. Die Fahrerin wurde glücklicherweise nicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 6000 Euro.
Wenig später überholte eine 42-jährige Porschefahrerin auf der A7 mehrere Fahrzeuge. Da die Fahrbahn noch regennass war und die Fahrerin für diese Witterungsverhältnisse offensichtlich zu schnell unterwegs war, verlor sie auf Grund von Aquaplaning die Kontrolle über ihr Fahrzeug.

Das Auto kam nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Von dort wurde das Fahrzeug wieder abgewiesen und schleuderte nach rechts, wo der Pkw den dortigen Wildschutzzaun durchbrach und letztlich quer zur Fahrtrichtung zum Stehen kam.

Die Fahrerin wurde durch den verständigten Rettungsdienst leichtverletzt in ein Bad Brückenauer Krankenhaus transportiert, welches sie jedoch nach kurzer Untersuchung wieder verlassen konnte. Am Porsche und an Einrichtungen der Autobahn entstand ein Sachschaden von rund 40.000 Euro.


Ein Schwerverletzter bei Unfall im Landkreis Rhön-Grabfeld

Mit seinem Smart war ein 51-jähriger Mann am Mittwochnachmittag von Mühlbach in Richtung Löhrieth unterwegs. Im Bereich einer Rechtskurve geriet er auf der regennassen Fahrbahn aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf die Bankette, übersteuerte dann, woraufhin er sich mehrmals mit seinem Pkw überschlug, bis er nach ca. 15 m in einem Feld stehen blieb.

Von Zeugen, die den Unfall beobachtet hatten, wurden die Rettungskräfte verständigt. Die Freiwillige Feuerwehr kam mit 15 Mann, sicherte die Unfallstelle und half bei der Bergung des schwerverletzten Mannes aus dem Auto. Er wurde dann mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der Smart musste totalbeschädigt abgeschleppt werden. Der Schaden am Pkw wird auf ca. 5.000 Euro geschätzt.

weitere Artikel zum Thema "Blaulicht"