Rehau AG wird Niederlassung in Bayreuth bauen

Das Kunststoffverarbeitungsunternehmen Rehau AG wird in Bayreuth eine Niederlassung errichten. Ob das der Stadt Arbeitsplätze bringt, ist unklar.
Von links: Werner Roder, Geschäftsleiter des Bezirks Oberfranken, Martin Wippermann, Mitglied der Geschäftsleitung Automotive der Firma Rehau AG, Stadtdirektor Ulrich Pfeifer, Oberbürgermeister Brigitte Merk-Erbe, Bezirkstagspräsident Günther Denzler sowie die Leiterin der Sozialverwaltung des Bezirks Angela Trautmann-Janovsky. Foto: Bezirk Oberfranken

Bayreuth - Bezirkstagspräsident Günther Denzler, Martin Wippermann von der Rehau AG sowie die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe verkündeten heute die Ansiedlung des Unternehmens für Kunststoffverarbeitung im Stadtgebiet Bayreuth. Vorangegangen war der Verkauf eines drei Hektar großen Grundstücks entlang des Nordrings durch den Bezirk Oberfranken an die Firma, heißt es in einer Pressemitteilung des Bezirks.

"Ich freue mich sehr, dass der Bezirk Oberfranken dazu beitragen konnte, dass sich mit der Firma Rehau AG ein großes oberfränkisches Unternehmen in Bayreuth ansiedeln wird", sagte Bezirkstagspräsident Günther Denzler. Der Bezirk Oberfranken verkauft ein Gelände von rund drei Hektar am südlichen Rand des Areals des Bezirkskrankenhauses. Entlang des Nordrings sollen Büro- und Geschäftsgebäude entstehen.

Die Firma hat bereits Anfang des Jahres zusätzliche Büroräume in der Universitätsstadt angemietet, um das Einzugsgebiet für Fachkräfte unweit des Firmenstammsitzes in Rehau zu erweitern. "Mit dem Grundstückskauf in Bayreuth richten wir uns nun auf eine Standorterweiterung für unser Geschäftsfeld Automotive aus. Die Entscheidung zum Erwerb des Grundstücks bildet die momentane Wachstumssituation in diesem Bereich ab", erläutert Martin Wippermann, Mitglied der Geschäftsleitung Automotive der Rehau AG. Das Geschäftsfeld sei sehr dynamisch und von einem starken Konkurrenzkampf und Preisdruck geprägt. Daher seien Entscheidungen zu Bauphasen und Arbeitsplätzen sehr stark von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung abhängig, gibt das Unternehmen zu bedenken.

Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe zeigte sich zuversichtlich: "Wir freuen uns, dass sich die Firma Rehaufür Bayreuth als weiteren Standort entschieden hat und diesen nun festigen will. Mit unserer Universität bieten wir die besten Voraussetzungen für eine positive Entwicklung des aufstrebenden Unternehmens. In unseren Gremien wollen wir nun schnellstmöglich die dazu nötigen baurechtlichen Voraussetzungen schaffen."

Auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht in dem Kauf ein klares Bekenntnis zum Standort Oberfranken: "Die Entscheidung der Rehau AG ist eine Schlüsselinvestition für Bayreuth und ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Oberfranken. Auch aufgrund der erfolgreichen Forschungs- und Technologiepolitik der bayerischen Staatsregierung bietet Bayreuth heute mit seiner Universität und zwei Fraunhofer Einrichtungen ein hochattraktives Umfeld für die langfristig geplanten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Firma Rehau. Wir werden die weitere Entwicklung des Unternehmens aktiv begleiten und mit den uns zur Verfügung stehenden Instrumenten bestmöglich unterstützen."

IHK-Präsident Heribert Trunk sieht vor allem einen Vorteil für die Forschung: "Die Universität Bayreuth und die dort angesiedelten Forschungseinrichtungen bieten einen hervorragenden Rahmen für Forschung und Entwicklung im Bereich der Neuen Materialien und insbesondere in der Polymerentwicklung", so Trunk.


Informationen zum Grundstückskauf und zur Firma Rehau

Der Grundstücksverkauf umfasst eine Fläche von rund drei Hektar zwischen dem Nordring und dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Bayreuth. Zudem beinhaltet der Kaufvertrag eine Option für den Erwerb einer weiteren Teilfläche von 3000 Quadratmetern. Der Kaufpreis ist laut Pressemitteilung des Bezirks "der beabsichtigten gewerblichen Nutzung angemessen", über den genauen Preis vereinbarten Bezirk und Rehau AG Stillschweigen.

Der Stammsitz des Polymerspezialisten in Rehau, an dem mehr als 2300 Mitarbeiter tätig sind, bleibt unabhängig von dem Erwerb des Bayreuther Grundstücks auch weiterhin das zentrale Herzstück, teilt das Unternehmen mit.