Donnerstag, 20. April 2017 16:36

Blitzmarathon 2017: Hier wurden in Franken die meisten Raser erwischt

Der fünfte bayernweite Blitzmarathon ist zu Ende. Die Polizei in Franken zieht eine insgesamt positive Bilanz.
Der fünfte bayernweite Blitzmarathon ist zu Ende. Die Polizei in Franken zieht eine insgesamt positive Bilanz. Foto: Carsten Rehder/dpa

von JOHANNES GÖRZ
Bamberg - Beim Blitzmarathon 2017wurden in Franken rund 90.000 Fahrzeuge kontrolliert. Die Schwerpunktaktion zur Verkehrssicherheit fand 24 Stunden von Mittwoch, 6 Uhr bis Donnerstag um 6 Uhr statt. Zum fünften Mal wurden verstärkt Geschwindigkeitskontrollen in ganz Bayern in diesem Maßstab durchgeführt.



Die Polizeipräsidien der fränkischen Regierungsbezirke ziehen dabei eine insgesamt positive Bilanz. Zwar wurden insgesamt rund 2400 Fahrer wegen Verstößen gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen beanstandet, aber immerhin, so berichtet die Polizei, zeigten sich viele Verkehrsteilnehmer einsichtig, nachdem sie belehrt worden waren.
Mittelfranken ist beim Blitzmarathon 2017 Spitzenreiter in Franken: Hier wurden 2,9 Prozent der kontrollierten Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt. In Unterfranken verstießen 2,7 Prozent der kontrollierten Fahrer gegen eine Begrenzung, in Oberfranken wurden nur rund 2 Prozent der gemessenen Fahrzeuge beanstandet


Der Polizei ist daran gelegen, Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren: Rasen ist kein Kavaliersdelikt, denn überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptunfallursache bei Unfällen mit schwer verletzten oder getöteten Personen. So wurden in Unterfranken im Jahr 2016 insgesamt 17 Menschen bei Unfällen getötet, die durch falsche Geschwindigkeit verursacht worden waren.
In ganz Bayern wurden rund 230.000 Fahrzeuge kontrolliert - dabei wurden knapp 9000 Temposünder erwischt. Trauriger Spitzenreiter war ein 42-Jähriger aus Baden-Württemberg, der am Mittwochabend auf einer Bundesstraße in Oberbayern mit Tempo 181 erwischt wurde. Erlaubt war dort nach Angaben des Innenministeriums und des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord aber nur Tempo 100. Dem Mann drohen nun eine Geldbuße von 1200 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Auf der A3 bei Neuhaus am Inn versuchte ein Raser, seine Identität zu verschleiern. Als er mit 146 Sachen - erlaubt sind dort 80 Kilometer pro Stunde - geblitzt wurde, hielt der 35-Jährige sich die Hände vors Gesicht. Er wurde allerdings direkt danach von Beamten angehalten, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Auf ihn kommen ein Bußgeld von 800 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von zwei Monaten zu.