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Himmel Hölle Heimat

16.06.2012  Von: Sarah Bernhard  Fränkischer Tag

Frankenblog Michael und Lukas wohnen auf dem Land - und dort feiern sie auch. Zwischen Coverband und Klohäuschen trinken sie Bier aus Liter-Krügen, knutschen hinterm Zelt mit Mädels und wenn es blöd läuft, schlägern sie sich. Warum sie nicht in die Stadt fahren? Diese Woche auf heimat.infranken.de.

 
Es ist Party in Leutenbach: 200-jähriges Bestehen der Königlich Bayerischen Landwehr. Das ist dem jugendlichen Partyvolk aber egal - Hauptsache laut und Hauptsache Alkohol! Früher sei das anders gewesen, sagt Ur-Leutenbacher Franz Roth. Bei ihnen in Südbayern sei das heute noch anders, sagt Besucherin Sabrina. Warum Bierzelt-Feste in Franken so beliebt sind, dass nicht einmal die Nürnberger Szene mithalten kann, erklären wir Ihnen diese Woche auf heimat.infranken.de.

Heute mal was Anderes zum Anschauen

Ein Baubiologe hat mir vor einiger Zeit erzählt, dass Mikrowellenstrahlung so schädlich ist, dass Pflanzen schlechter wachsen, wenn man sie mit in der Mikrowelle gekochtem Wasser gießt. Ein Fall für Kommissarin B.! Der Versuchsaufbau war folgender: Drei Blumentöpfe mit Schnittlauchsamen, einer mit normalem Bamberger Leitungswasser gegossen, einer mit im Wasserkocher gekochtem Wasser (um auszuschließen, dass Wasser einfach durch das Kochen wichtige Pflanzen-Nährstoffe verliert), einer mit in der Mikrowelle gekochtem Wasser, gefühlte drei Jahre, tatsächlich aber etwa ein Monat Zeit.

Bevor Sie mir jetzt wieder Unprofessionalität vorwerfen: Schon klar, dass dieser Versuch keinen wissenschaftfür so etwas doch nicht extra einen Blumentopf! Und interessant war es trotzdem. Das Ergebnis sehen Sie in der Bildergalerie.

P.S.: Das Wasser habe ich bei uns in der Kantine gekocht, weil ich keine Mikrowelle zu Hause habe, woraufhin eine mir unbekannte Mitarbeiterin zu mir sagte: "Wie, Sie arbeiten jetzt in der Kantine?! Das ist aber schade, Sie wären bestimmt eine gute Redakteurin geworden!" Nichts gegen unsere Kantinenfrauen (die sind großartig!), aber nein, liebe Kollegin, es ist nicht mein Lebensziel, unzuverlässigen Redakteuren Essensmärkchen hinterherzutragen. Auch nicht, wenn das manchen Lesern hier lieber wäre. Übrigens warte ich immer noch auf Batterien. Wenn Sie mich loswerden wollen, müssen Sie sich schon ein bisschen mehr Mühe geben. Oder sie wechseln einfach zu heimat.infranken.de.
Party bis zum Umfallen - in Franken am liebsten im Zelt.  Foto: Michael Gründel
Drei Töpfe, drei Wasserarten, viel Schleichwerbung. Das war die Ausgangssituation.  Fotos: Sarah Bernhard
Zwei Wochen später: Tatsächlich liegt der Mikrowellen-Schnittlauch leicht zurück. Am weitesten ist der mit dem normal gekochten Wasser. An fehlenden Nährstoffen in gekochtem Wasser liegt's wohl nicht.
Nochmal später. Erkenntnis 1: Ich kann Samen nicht gleichmäßig in Blumentöpfen verteilen. Erkenntnis 2: Der Normalwasser-Schnittlauch hat aufgeholt - der Mikrowellen-Schnittlauch auch. Gleichstand.
Nochmal später. Erkenntnis 3: Schnittlauchspitzen jeder Gießart vertrocknen, wenn man vergisst, sie zu gießen.
Ergebnis nach fünf Wochen und einem Tag: Der Leitungswasser-Schnittlauch ist bis zum Scheitelpunkt der Flaschenwelle gekommen.
Der Kochwasser-Schnittlauch auch, rechnet man die eineinhalb Zentimeter dazu, die der Topf kleiner war.
Nur der Mikrowellen-Schnittlauch (ganz links) hat es über die Welle geschaft. Zwar knapp, aber immerhin - und hat damit gewonnen. Ich weiß aber schon, was der Baubiologe sagen würde: Sie alle wurden gleichermaßen im Wachstum gehemmt, weil sie gegenüber der riesigen Polizeiantenne wachsen mussten. Und weil damit sowohl der Baubiologe, als auch der Nicht-Strahlengläubige das Recht für sich reklamieren können, sind wir so schlau wie vorher. Falls Sie dieses Experiment also fernab aller Strahlen ...