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Köllikers Zukunft soll beim DEB sein

24.04.2012   Ort: München  Von: Von Carsten Lappe und Dino Reisner, dpa  

Bundestrainer Jakob Kölliker hat den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) in nur sieben Monaten überzeugt. Noch vor der WM in Finnland und Schweden hat sich DEB-Präsident Uwe Harnos weit aus dem Fenster gelehnt und dem Schweizer eine Vertragsverlängerung in Aussicht gestellt.

Respekt
Bundestrainer Jakob Kölliker bekommt von seinem Chef beste Noten. Foto: Uwe Zucchi

«'Köbi' ist unser Mann. Er hat unser Vertrauen und bislang alles richtig gemacht», lobte Harnos in München die bisherige Arbeit des Schweizers, dessen Kontrakt nach der WM endet.

Die Weiterentwicklung der Mannschaft unter der Führung des charmanten Berners, der das DEB-Team im vergangenen Sommer von Uwe Krupp übernommen hatte, begeisterte nicht nur den DEB. «Wenn man die bisherigen Erfolge sieht und das Feedback aus der Mannschaft hört, dann war es die richtige Entscheidung», bewertete Harnos die Wahl des vergangenen Jahres. Seitdem erreichte Kölliker in 13 Spielen sieben Siege, darunter alleine drei gegen Rekord-Weltmeister Russland.

Geradezu überschwänglich äußerte sich Ex-NHL-Profi Christoph Schubert nach seinem Nationalmannschafts-Comeback unter Kölliker. «Man merkt richtig, dass die Jungs Spaß haben, unter ihm zu spielen. Er ist ein ganz sympathischer Mensch mit viel Sachverstand vom Eishockey. Er sehr viel richtig gemacht», sagte der Verteidiger.

Kölliker selbst erwiderte die Avancen. «Beim DEB gefällt es mir sehr gut. Es macht Spaß hier zu arbeiten», sagte der 58 Jahre alte frühere Verteidiger. Bislang galt die Maßgabe, das allein der Erfolg bei der WM (4. bis 20. Mai) über seine Zukunft entscheide. Hinter vorgehaltener Hand wurde stets das Ziel Viertelfinale genannt. Krupp hatte die Messlatte durch den sensationellen Halbfinaleinzug bei der Heim-WM 2010 und die Viertelfinalteilnahme 2011 hoch gehängt. Dies gilt nun aber nicht mehr. «Entscheidend ist, wie die Mannschaft sich präsentiert. Es gibt keine Vorgabe, das Platz x erreicht werden muss», bekräftigte Harnos nun.

Nur: Ob Kölliker tatsächlich Bundestrainer bleibt, ist unklar. Sicher scheint lediglich, dass die DEB-Spitze den Schweizer unbedingt im Verband halten will. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, der ursprüngliche Wunschkandidat und Kölliker-Vertraute Ralph Krueger könne nach seinem Aus als Co-Trainer beim NHL-Club Edmonton Oilers nach der WM das DEB-Team und Kölliker die Position des Sportdirektors übernehmen. Dieser Posten ist seit der Entmachtung von Franz Reindl, der seit 2011 nur noch DEB-Generalsekretär ist, vakant.

Laut Harnos soll der neue Sportdirektor zwar noch vor der WM verkündet werden: «Es gibt einen Kandidatenkreis. Die Sache ist weit gediehen.» Auf die Frage, ob Kölliker ein möglicher Kandidat für diesen Posten sei, antwortete Harnos aber: «Dazu sage ich nichts» und ließ Raum für Spekulationen, die auch Kölliker nicht beenden wollte oder konnte. Natürlich würde er nach der WM auch unter Krueger arbeiten. «Warum nicht? Das habe ich schon 13 Jahre lang gemacht.»

Der Name Krueger hält sich hartnäckig und der DEB will dies auch gar nicht beenden. «Wir stehen in Kontakt», bestätigte Harnos. Dies sei jedoch freundschaftlich begründet, fügte er hinzu.



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