zurück zur Startseite

Braveheart Battle

Ein Hindernislauf, fast wie ein Moorbad

Beim Braveheart Battle kam es auf Durchhaltevermögen an. Das bewiesen diesmal alle Teilnehmer - auch wegen eines guten Gemeinschaftsgeistes.
Rund 2000 Teilnehmer stellten sich der Herausfordernung Braveheart Battle.  Foto: Ronald Rinklet
 
"Ganz schön fies, gleich zu Anfang mit den Schneekanonen zu überraschen. Aber schön war's doch. Der Lauf insgesamt, ebenso ideal wie das Wetter." Solche Kommentare hörte man von den Teilnehmern des Braveheart Battles immer wieder. Die Strecke war gut, und die vorgegebene Zeit konnte eingehalten werden. Etwas risikoreich waren die Schlammgruben, aber sie waren gemeinsam zu schaffen. Das merkte man beim Braveheart Battle am Samstag in Bischofsheim immer wieder.

"Das ist auch so gewollt, die Läufer sollen sich gegenseitig helfen, wir wollen den Gemeinschaftsgeist stärken," sagt Joachim von Hippel. Eine Läuferin, angesprochen auf das Wasser und den Lehm meinte lachend: "Was wollt ihr denn, dass ist wie ein Moorbad und kostenlos dazu." Man musste es mit Gelassenheit nehmen, auch mal ein bisschen über sich selbst schmunzeln. Nur so kann man die Teilnehmer verstehen, die zum wiederholten Male am Extremlauf mit 35 Hindernissen teilgenommen haben.


Abgestimmtes Einsatzkonzept

Die mit allen Beteiligten abgestimmte Einsatzkonzeption unter der Leitung der Stadt Bischofsheim als Sicherheitsbehörde ist zur Zufriedenheit aller aufgegangen. Was die Einsatzzahlen des BRK Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen betrifft, kann man sehr zufrieden sein. Mussten im vergangenen Jahr noch 112 Patienten versorgt werden, so waren es diesmal gerade einmal 35, sagt Uwe Kippnich, zuständig für die Medien. Grund dafür dürfte zum einen das für solch einen Lauf, gute Wetter gewesen sein, aber auch die Disziplin der Läuferinnen und Läufer. Bei zehn Prozent lag übrigens der Frauenanteil. Keine besonderen Vorkommnisse meldeten die Spezialkräfte der Berg- und der Wasserwacht. Immer wieder einmal gab es Abbrecher, die einfach nicht mehr weiterkonnten, Beinkrämpfe und kleine Verletzungen.

Zufrieden ist die Polizei mit den Verkehrsteilnehmern. Auch hier gab es keinerlei Probleme. Grund dafür war die Ausschilderung der Parkplätze und des Busshuttles. Lediglich auf der Bundesstraße 279, bei Oberweißenbrunn gab es ein Problem durch Falschparker. Diese stellten sich entlang der Fahrbahn und sorgten dadurch für Behinderungen im Bereich der Sicherheit.

Eine positive Bilanz zieht auch Bischofheims Bürgermeister Georg Seiffert. Die Einschränkungen für die Bevölkerung habe man so gering wie möglich halten können. Ferner unterstreicht er die hervorragende Zusammenarbeit der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Landrat Thomas Habermann war noch am Abend bei den Helferin des Roten Kreuzes und Malteser Hilfsdienstes sowie des Technischen Hilfsdienstes, um für die hervorragende Arbeit im Namen des Landkreises zu danken.

Die Läufer stellten immer wieder fest, dass sie sich sicher fühlten, weil überall Hilfskräfte auf der Strecke verteilt waren. Was ihnen nicht so gut gefiel, war in diesem Jahr der Massenstart. Der Start in einzelnen Blöcken wie im Vorjahr sei besser gewesen. Das führte unter anderem gleich an den Skisprungschanzen zu Wartezeiten ebenso an den Schlammlöchern oder am Gasthaus Roth, wo Tunnel zu durchkriechen waren.


Weniger Läufer als gedacht

Kamen im vergangenen Jahr an die 20 Prozent der Teilnehmer nicht ins Ziel, war das in diesem Jahr anders. Geschafft haben es alle. Das freut den Veranstalter Joachim Hippel, auch wenn die erwartete Zahl von 3000 Läufern nicht erreicht wurde. 2000 wurden gezählt. Wie sagt eine Teilnehmerin nach dem Zieleinlauf: "Man muss halt ein bisschen verrückt sein, um solch einen Extremlauf mit zu machen und sich bis zum Ziel durch zu beißen."


Sägespäne und Lehm

Etwas "fies" fanden es Teilnehmer, dass sie gleich zu Beginn des Braveheart Battles durch die "Schneekanonen" mussten, dann noch einmal auf dem Rückweg. "Geschadet hat es aber nicht", hieß es von den Läufer.
Hervorragend kam der Parcours am Marktplatz an, wo als Besonderheit diesmal nicht nur im Wasser, sondern auch in Sägespänen "getaucht" werden musste. Es ging durch Wasser, und dann war an den Lehmgruben immer wieder die Hilfe der Mitläufer gefragt.


Unter Lkw hindurch gerobbt

Gegenseitig musste man sich aus dem Schlammloch ziehen. Auch auf dem Rückweg ging es durch die Schlammlöcher. Da kam es durchaus vor, dass der eine oder andere stecken blieb, aber aus eigener Kraft wieder heraus kam. Unter Lkw hindurch wurde gerobbt, es ging über und unter sich drehenden Rädern hindurch und es gab entsprechende Laufstrecken.

Gut gemeistert wurde das "Abrutschen" an den Sprungschanzen. Hier kam es, im Gegensatz zum Vorjahr, zu keinerlei Unfällen. Die Anstiege zum Neustädter Haus und auf dem Rückweg an der Kniebreche bereiteten den Läufern durchaus Probleme, auch der teils steile Abstieg am Neustädter Haus und an der Kniebreche.Insgesamt aber hörte man nach dem Zieleinlauf immer wieder: "Das ist heute gut gelaufen. Das war ein schöner Lauf. Zwar mit anspruchsvollen Hindernissen, aber das wollen wir ja so haben."

In Zahlen

8000 Zuschauer wurden in diesem Jahr etwa beim Braveheart Battle in der Rhön gezählt.

3000 Einmaldecken wurden genauso vorgehalten wie 600 Rettungsdecken und 400 Warmkompressen.

400 Kräfte von BRK, Wasserwacht, Bergwacht, Malteser Hilfsdienst, Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz.

35 Patienten galt es zu versorgen, bedingt durch gutes Wetter, fiel die Zahl geringer aus als in den Vorjahren.
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.