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Jubiläum

Feier: 50 Jahre Posaunenchor Wonsees

Die Musiker feierten das 50-jährige Bestehen. Der langjährige Chorleiter Hermann Merz verabschiedete sich.
Alle Generationen vertreten: Der POsaunenchor gibt dem Festgottesdienst am Sonntag und auch vielen weiteren Gottesdiensten in Wonsees einen feierlichen Rahmen. Foto: Katharina Müller-Sanke
 
Hermann Merz ist gerührt. Und zwar sehr. Der Grund liegt an diesem Sonntagmorgen auf der Hand: Merz hat großen Anteil am Bestehen und am Erfolg des Posaunenchores Wonsees - nun legt er jedoch den Taktstock für immer beiseite.

Der Posaunenchor Wonsees feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Merz ist nicht nur eines der Gründungsmitglieder, sondern auch seit 45 Jahren Chorleiter. Nun, mit 76 Jahren, ist Schluss damit. "Ich will nicht irgendwann aus gesundheitlichen Gründen aufhören müssen", begründet Merz seine Entscheidung.

Hermann Merz hinterlasse damit eine große Lücke, betont Ortspfarrer Daniel Städtler. "Sie können stolz sein auf das Ergebnis Ihrer Arbeit, das Sie mit Ihrer Art und auch mit Ihrem unermüdlichen Einsatz erreicht haben. Sie werden fehlen", so Städtler.

"Hermann hat nicht nur zum Erhalt alten Liedgutes beigetragen, er hat auch innerhalb des Chores immer ausgleichend gewirkt." So beschreibt Mitglied und Obmann Gerhard Unger die Verdienste des Dirigenten. Dass es nach seinem Ausscheiden weitergehen wird im Wonseeser Posaunenchor, da ist sich Merz sicher. Denn Merz ist nicht der einzige, dem der Posaunenchor ein echter Lebensinhalt ist.

Beinahe alle der 20 Mitglieder des Posaunenchores konnten für ihre langjährige Treue geehrt werden: Seit 50 Jahren sind dabei: Willi Wölfel (Tenor Posaune), Edwin Kaufmann (Trompete 1. Stimme), Roland Kolb (Tenor Posaune) und Edwin Murmann (Bass Posaune). Seit 45 Jahren aktiv ist Arthur Hofmann (Trompete 1. Stimme), 40 Jahre im Posaunenchor sind Alfred Schwarz (Trompete 2. Stimme), Herbert Wagner (Bass Posaune), Gerhard Wagner (Trompete 1. Stimme) und Gerhard Unger (Tenor Posaune).

Ihre Auszeichnung für 35 Jahre erhielten Helmut Hofmann (Trompete 1. Stimme) und Wolfgang Schleicher (Trompete 2. Stimme). Seit 25 Jahren spielt Kai Bayerlein Bass Posaune und erhielt auch dafür eine Ehrung, auf immerhin 15 Jahre bringen es Sebastian und Dominik Wölfel (Tenor Posaune und Trompete 2. Stimme).

Der Landesobmann des Verbandes der evangelischen Posaunenchöre in Bayern, Pfarrer Erich Eyßerlein, lobte die wichtige Rolle, die die Bläser in der Gesellschaft spielen. "Die Besinnung auf alte Werte, auf Treue und Durchhaltevermögen, kommt heute oft zu kurz. Posaunenchöre, aber auch andere Gruppen und Kreise in unseren Gemeinden, sorgen dafür, dass die Tradition erhalten bleibt." Er verglich in seiner Predigt das Leben mit einem Musikstück, man brauche langen Atem, einen guten Ansatz, man müsse zusammenhalten und wissen, wann man sich selbst zurücknehmen muss.

Die nächsten Auftritte des Posaunenchores werden noch mit Hermann Merz an der Spitze bestritten. Wie es danach weitergeht, ist ein Geheimnis.
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