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Offene Gartentür

Lauter kleine Paradiese in Schirradorf

Hunderte von Besuchern nutzten am Sonntag die Gelegenheit, um im Wonseeser Ortsteil über Zäune zu schauen und fremde Gärten zu erkunden.
Schnell noch einmal an den Rosen riechen: Noah Görl (8) mag Kirschen aber noch lieber. Bei der Tag der offenen Gartentür waren am Sonntag Hunderte von Besuchern in Schirradorf unterwegs.  Fotos: Sonny Adam
 
Das Häuschen der Familie Michaelis steht mitten im Ortskern von Schirradorf: Der Platz ist beengt. Doch alle Besucher, die beim Tag der offenen Gartentür gestern bei Bernard Michaelis verbeischauten, staunten: Der Garten ist ein Kleinod nach englischem Vorbild. Rosen in allen Farben und Formen ranken sich an Klettergerüsten empor. Es gibt eine Wandbegrünung und Weinreben. In einer kleinen Laube ist ein Tischchen mit goldverziertem Teegeschirr gedeckt, die feine Spitzentischdecke reicht bis zum Boden. Die Besucher waren entzückt - auch deshalb, weil es im Michaelis-Garten, der gar nicht so groß ist, alles gibt, was ein Gärtnerherz höher schlagen lässt: Rosen, Säulenobst und sogar eine kleine Wasserstelle.


Platz für Obst und Gemüse

Ganz anders der Bauerngarten von Kathrin und Oliver Kaiser. Sie haben an einem Weiher eine kleine Sitzgruppe angelegt. Hier ist viel Platz für Gemüse und Beerenobst und für ein Gewächshaus. Außerdem gedeihen Dahlien und Astern.

Auch der Garten von Kerstin Schmeußer ist ein klassischer Bauerngarten. Allerdings liegt er nicht direkt am Haus, sondern in der Flur - eingebettet ins wildromantische Schwalbachtal. Der Garten ist eingegrünt mit einem Zaun aus Halbhölzern. Und im Schutz eines Felsvorsprunges wachsen Erdbeeren und Gemüse.

Das wohl größte Besichtigungsobjekt, das in Schirradorf seine Pforten öffnete, war der Garten von Stefan und Martina Jost. Auf der stattlichen Fläche von 6000 Quadratmetern setzt die Familie vor allem Jurasteine als Gestaltungselemente ein. Das Areal ist eine Mischung aus naturnahem Bauerngarten und Nutzgarten. Hier tummeln sich Hasen und Hühner - in direkter Nachbarschaft zur Obstwiese und zum Gewächshaus. Begeistert sind die Besucher von der fränkischen Variante des norddeutschen Strandkorbes. Von der Seite betrachtet, sieht die Konstruktion aus wie ein kleines Toilettenhäuschen, doch im Inneren verbirgt sich ein idyllisches Plätzchen mit rustikaler Fußbank aus massiven Stämmen.


Rose klettert auf den Baum

Viel zu sehen gibt es auch im Garten von Peter Griesbach, ganz oben auf dem Hadelberg. Hier stehen jede Menge Obstbäume und ein Walnussbaum. Doch des Gärtners ganzer Stolz ist die Ramblerrose mit dem Namen "Bobby James". Die weißblühende Pracht hat sich einen ausgewachsenen Baum als Rankgerüst ausgesucht und verleiht dem Gehölz eine Rosenkrone. Peter Griesbach hat auch noch Beerensträucher und eine kleine Tomatenzucht zu bieten sowie einen herrlichen Gartenteich, auf dem die Seerosen blühen.

Die Gärten in Schirradorf greifen den Charme des Frankenjura auf. Die Häuser stehen zwischen riesige Kalksteinfelsen. Außerdem verfügt der Wonseeser Ortsteil seit vielen Jahren über einen äußerst aktiven Gartenbauverein. So hat der Ort hat schon mehrere Preise im Dorfwettbewerb abgeräumt.


Viele Ideen zum Mitnehmen

Beim Tag der offenen Gartentür, der vom Kulmbacher Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und vom Gartenbauverein Schirradorf initiiert worden ist, nutzten viele Menschen die Gelegenheit, um sich Anregungen für den eigenen Garten zu holen. Sie werden nicht enttäuscht - aus Schirradorf kann jeder eine nachahmenswerte Idee mitnehmen.
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