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Ehre, wem Ehre gebührt

Zum zweiten Mal wurde der Bürgerehrenpreis der Gemeinde Altendorf verliehen. Die Kommune zeichnet damit Bürgerinnen und Bürger aus, die sich im besonderen M...
Vordere Reihe von links: Irmgard Wewetzer, Helga Kohlmann, die den Preis für ihren erkrankten Mann Rudolf Kohlmann entgegennahm, und Erwin Körber, hintere Reihe: Zweite Bürgermeisterin Barbara Zeh, Gemeinderat Werner Gunselmann, Gemeinderätin Doris Roppelt, Bürgermeister Karl-Heinz Wagner Foto: A. Spörlein
 
Zum zweiten Mal wurde der Bürgerehrenpreis der Gemeinde Altendorf verliehen. Die Kommune zeichnet damit Bürgerinnen und Bürger aus, die sich im besonderen Maße um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Er wird im Zwei-Jahres-Rhythmus Einzelpersonen oder Personengruppen zugesprochen. Die Bevölkerung war dazu aufgerufen worden, entsprechende Vorschläge zu machen. In diesem Jahr waren Irmgard Wewetzer, Erwin Körber und Rudolf Kohlmann ausgewählt worden.
In einer Feierstunde im Altendorfer Bürgerhaus würdigte Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) das oft schon jahrzehntelange Engagement der Geehrten zum Wohle der Gemeinde Altendorf. Er sprach davon, dass diese Persönlichkeiten die Gemeinde ein Stück mehr lebens- und liebenswürdiger gemacht haben. "Alles Gute in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut als er muss" - mit diesem Zitat von Hermann Gmeiner, dem Gründer der SOS-Kinderdörfer, dankte er den neuen Trägern des Bürgerehrenpreises.
Die zweite Bürgermeisterin Barbara Zeh (UBB) überreichte die Auszeichnung an Irmgard Wewetzer. Die Geehrte war 16 Jahre im Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Altendorf tätig und dort verantwortlich für viele Feste und Feierlichkeiten. Engagiert hat sie sich auch im Elternbeirat der Schule und als Gemeinderätin. Ihr Hauptaugenmerk gilt aber bis heute dem kirchlichen Leben in der Gemeinde. Als Pfarrgemeinderätin war sie unter anderem für die Organisation von Pfarrfesten und Seniorenkaffeekränzchen verantwortlich. Sie besucht ältere Menschen, gratuliert zum Geburtstag und sammelt für die Caritas. Ganz wichtig ist für Irmgard Wewetzer die Arbeit mit den Ministranten. Für sie ist sie immer zur Stelle und sie "sorgt für das seelische und leibliche Wohl der Kinder und Jugendlichen".
Gemeinderätin Doris Roppelt (UBB) würdigte in ihrer Laudatio Erwin Körber. Bereits 1954, mit 14 Jahren, war er der Freiwilligen Feuerwehr Altendorf beigetreten. Er hat sie maßgeblich geprägt, mit aufgebaut und hier 29 Jahre als ihr Vorsitzender Verantwortung getragen. Ganz gleich ob beim 100-jährigen Gründungsjubiläum oder beim Neubau des Feuerwehrhauses, Erwin Körber war immer mit "seiner umsichtigen Art und einer Selbstverständlichkeit aktiv mit dabei". Gleiches gilt für seine Zeit als Gemeinderat und als Mitglied im Altendorfer Obst- und Gartenbauverein.
Die Würdigung für Rudolf Kohlmann wurde von Gemeinderat Werner Gunselmann (FWS) vorgetragen. Das Betätigungsfeld des Geehrten war und ist breit gefächert. Ganz gleich, ob in seiner Tätigkeit als Gemeinderat, im Gartenbauverein oder für die Pfarrgemeinde Seußling hat sich Rudolf Kohlmann schon "seit Jahrzehnten ehrenamtlich, aktiv, selbstlos und mit großer Begeisterung eingesetzt". Insbesondere die historische Pfarrscheune lag "dem Rudi", wie ihn in Seußling alle nennen, sehr am Herzen. Hat er doch maßgeblich dazu beigetragen, wie sie sich heute den Besuchern zeigt. Rudolf Kohlmann war bei Veranstaltungen oft der Erste, der vor Ort war und die Heizung einschaltete und der Letzte, der alle Lichter ausgeschaltet und zuverlässig abgesperrt hat.
Der Geehrte konnte seine Auszeichnung nicht entgegennehmen, da er im Krankenhaus war. Verbunden mit den besten Genesungswünschen wurde der Preis seiner Frau Helga übergeben.
Alle Festredner vergaßen nicht den Ehepartnern und Familienangehörigen zu danken, ohne deren Verständnis sicherlich "vieles nicht möglich gewesen wäre".
Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte ein Horn-Duo mit Amanda Engert und Esther Wagner.
Andrea Spörlein
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