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Genuss

Das empfiehlt die Küchenmaus zum Kürbisfest in Altendorf

Am Wochenende ist Kürbisfest in Altendorf. Passend dazu ein Rezept für eine kleine Leckerei aus einer großen Frucht.
Äpfel und Kürbis passen gut zum Herbstanfang. Mit Vanille und Zimt wird daraus ein köstlicher Brotaufstrich.  Foto: Sabine Christofzik
 
Bis Halloween dauert es doch noch ein paar Wochen! Kürbisse gibt es allerdings jetzt schon - und man kann viel mehr mit ihnen anstellen, als sie mit dem Schnitzmesser zu bearbeiten und sie beleuchtet als Gruselfratzen vors Haus zu stellen.

Flüssigkeiten darin transportieren zum Beispiel. Oder Musik damit machen. Das geht mit ausgehöhlten und getrockneten Flaschenkürbissen, den Kalebassen. Man kann Trommeln daraus anfertigen, sie als Blasinstrumente benutzen und sogar als Schallkörper für Streichinstrumente verwenden. Hättet Ihr das gewusst? Das alles aber weniger bei uns in Mitteleuropa, als viel mehr in afrikanischen Ländern, Indien oder Südamerika.


Köstlich schon zum Frühstück

Vor allem aber kann man Kürbisse essen. Wie viele interessante Arten es gibt, mit dem Kürbisfleisch zu kochen und zu backen, ist zum Beispiel beim Kürbisfest in Altendorf bei Bamberg an diesem Wochenende zu sehen - und natürlich auch zu kosten.

Kürbis schmeckt sogar schon zum Frühstück: als Brotaufstrich. Mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer und Zitronenschale mundet das gelierte, orange Mus auch ohne eine andere Frucht als Zutat. Aber noch lieber mag es die Küchenmaus, wenn der Kürbis in einem solchen Butterbrot-Veredler nur Partner einer anderen Obstsorte ist.

Die Apfelsine passt ganz hervorragend zu ihm (nicht nur wegen der Farbe), aber auch der Apfel. Und der spielt die Hauptrolle in diesem Rezept: Ihr braucht 300 Milliliter naturtrüben Apfelsaft, 150 Gramm Kürbisfleisch, 400 Gramm Zucker, ein Päckchen Gel-Fix, den Saft einer halben Zitrone, ein Tütchen Vanillezucker und etwas Zimt.


Manche mögen's mehlig

Welchen Sorte Kürbis man nimmt, ist eine Frage des Angebots und des Geschmacks. Hokkaido-Kürbisse beispielsweise sind klein und handlich und im Supermarkt fast das ganze Jahr über zu kaufen. Gegart schmeckt ihr Fruchtfleisch jedoch ein bisschen mehlig. Manche Leute mögen das, manche aber auch nicht. Der ganz normale Gartenkürbis hat diese störende Eigenschaft nicht.

Beim Kürbis-Schälen muss man aufpassen. Die meisten Sorten haben eine ziemlich harte Schale, die fest mit dem Untergrund verbunden ist. Schnell ist man da mal mit dem Messer abgerutscht.

Das Kürbisfleisch würfeln und in etwas Wasser weich kochen (anschließend das Kochwasser wegschütten). Den Apfelsaft dazugeben und mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren. Dann kommen Zitronensaft, Vanillezucker und Zimt mit in den Topf.

Das Gel-Fix mit etwas Zucker in einer Tasse vermischen, unter die Fruchtmasse rühren und erst, wenn diese zu kochen beginnt, den restlichen Zucker zugeben. Nach der angegebenen Kochzeit in Gläser füllen, zuschrauben und mindestens zwei Minuten umgedreht auf dem Deckel stehen lassen.


Manchmal dauerts länger

Wenn der Kürbis-Fruchtaufstrich nicht gleich fest wird, sobald er abgekühlt ist, nicht verzweifeln! Kürbis ist, genau wie Zucchini oder Melone, ein "Spätgelierer", das heißt, es kann durchaus sein, dass die Masse drei, vier Tage im Glas schwappt und dann doch noch so wird, wie sie sein soll.

Der Kürbis-Aufstrich eignet sich nicht nur fürs süße Frühstück. Ein Klecks davon schmeckt auch zu Käse. Und auf Leberwurstbrot.
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