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Gemeinderat 

Bahnübergang bleibt Thema

Fallen die geplanten Treppenaufgänge weg? Auch die Barrierefreiheit spielt in den Überlegungen eine wichtige Rolle.
Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner mit Rathausmitarbeiterin Anja Weinig vor dem Bahnübergang Jurastraße. Die Beseitigung der Anlage und der Neubau der Pkw-tauglichen Unterführung beschäftigt die Gemeinde Altendorf nach wie vor. Foto: p
 
Das Thema Bahnübergang Jurastraße beschäftigt den Altendorfer Gemeinderat immer wieder. Die Bahn plant die Bahnunterführung dort in einer Ausführung, ähnlich wie sie in Ebing bereits umgesetzt ist. So ist lediglich eine reine Fußgängerunterführung mit Mittelbahnsteig und barrierefreien Aufzug vorgesehen. Deswegen hat die Gemeinde Altendorf die Planungen zu einer Kfz-tauglichen Unterführung selbst in Auftrag gegeben.
Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) informierte das Gremium über die aktuellen Umplanungen. Anhand von Plänen wurde gezeigt, dass die Rampe zum Mittelbahnsteig als abgesteppter Körper verläuft. Von den zukünftigen Parkflächen in der Jurastraße 3 wird auf einen barrierefreien Zugang an dieser Stelle verzichtet. Auf Vorschlag der Planer verzichte man auf eine Rampe auf dieser Seite, da die Querung am tiefsten Punkt der Unterführung stattfinden würde. An Stelle der Rampe wird dann eine Überquerungshilfe geschaffen. Aus der Gotenstraße kommend sollte für die Fußgänger eine Treppenanlage errichtet werden, welche jedoch auch die Kreuzung zum Mittelbahnsteig am tiefsten Punkt der Unterführung hätte. Deshalb wird auf diese Treppe verzichtet und dafür eine Fußgängerbrücke über die Jurastraße errichtet. Der Zugang zum Mittelbahnsteig erfolgt barrierefrei mit Aufzug.
Zur Straße "Am Deichselbach" verläuft eine 90-Grad-Kurve vom Anwandweg aus. Deren Einmündung kann nicht in den Kreuzungsbereich der Schulstraße verlaufen, da hier ohnehin schon viele Einmündungen aufeinandertreffen. Zu dem Wendehammer am Deichselbach werden noch genauere Planungen vorgelegt werden. Gemeinderat Reinhard Göller (ZWdG) schlägt vor, den Anwandweg zur Straße "Am Deichselbach" als Einbahnstraße auszuweisen.
Im östlichen Bereich werden zwei Parallelstraßen zur Jurastraße errichtet, für die aufgrund der geringen Breite nur minimale Eingriffe in Privatgrund getätigt werden müssen. Die Detailplanung für diese beiden Anwandwege wird noch im Dezember vorgelegt.
Die Gemeinde Altendorf plant in Eigenregie die Weiterführung der Straße "Am Bahnhof" als Einbahnstraße zur Anbindung an die Brücknerstraße. Die Anbindungsstraße wird die Gemeinde errichten und hat die entsprechenden Planungen bereits in Auftrag gegeben.
Die von der Bahn angedachte Straßenführung über das Grundstück am "Zum Bühl" wird kritisch gesehen. Eine Baustraße kann hier nicht vertreten werden. Der Bauverkehr könne dann über die neu zu errichtende Straße über "Am Bahnhof" auf die Brücknerstraße, weg von der Wohnbebauung, geleitet werden.
Gemeinderat Markus Heppt (AkB) schlug vor, für den zukünftigen Schienenersatzverkehr die Kreuzung Friesenweg/Frankenstraße als optimalen Haltepunkt vorzusehen, da dort auch eine Wendemöglichkeit besteht. Laut Bürgermeister Wagner bleibt die Haltestelle jedoch unverändert an der Staatsstraße 2244. Des Weiteren wird auch die östliche Bushaltestelle der Schulbusse in die Brücknerstraße mit Haltebuchten beidseitig verlegt. Diese Planungen der Bahn werden im Planfeststellungsverfahren mit einbezogen. Der Bürgermeister erläuterte darüber hinaus die Schutzwand am Anwandweg der Gotenstraße. Gemeinderat Reinhard Göller schlug vor, dass wegen der Glatteisgefahr die östlichen Treppen überdacht werden sollen. Gemäß dem Bauzeitenplan soll im Januar/Februar 2020 die Ortsumgehung gebaut werden und im Jahr 2021 die Jurastraßenunterführung.
Zusammenfassend stellte das Altendorfer Gemeindeoberhaupt fest, dass durch den Wegfall der Treppenaufgänge von geringeren Kosten auszugehen ist. Auch die Grundwasserwanne wird entsprechend kleiner ausfallen. Der Zeitpunkt, wann das Planfeststellungsverfahren eingereicht wird, so Wagner, steht noch nicht fest.
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