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Gemeinderat

Altendorf braucht Platz für mehr Kinder

In Altendorf wächst die Nachfrage nach Plätzen in der Kindertagesstätte. Für die Erweiterung wurden jetzt die Weichen neu gestellt.
Die Kindertagesstätte Kürbisland in Altendorf soll erweitert werden. Foto: Andrea Spörlein
 
Die Altendorfer Kindertagesstätte muss dringend erweitert werden. Eine Abfrage hat den Bedarf bestätigt. Des Weiteren ist mit zusätzlichen Kindern aus dem Neubaugebiet "Mühlwiesen" und neu errichteten Mehrfamilienhäusern sowie weiteren Neubauten zu rechnen. Hinzu kommen Anfragen von Familien aus Nachbargemeinden, die ihr Kind in Altendorf betreuen lassen möchten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Weichen für die Erweiterung neu gestellt.

Der Gemeinderat hatte nämlich bereits beschlossen, die Erweiterung der Kindertagesstätte Kürbisland in Form einer "Mischgruppe" zu realisieren. Nun ergaben aber Besprechungen mit dem Landratsamt Bamberg, dass eine sogenannte altersgeöffnete Kindergartengruppe für die gemeindliche Kindertagesstätte die bessere Wahl wäre. Es wurde vom Landratsamt Bamberg empfohlen, den Beschluss aufzuheben und stattdessen eine altersgeöffnete Kindergartengruppe zu beschließen.

Es ist dies die flexiblere Lösung. Auch hier werden Kinder bereits ab zweieinhalb bis zu sechs Jahren betreut, die Anzahl der zulässigen Plätze beträgt jedoch 25 Kinder.

Eine Förderung über das Bayerische Kinder- und Bildungsbetreuungsgesetz (BayKiBiG) für Krippenplätze entfällt hierfür. Die Baukosten werden über FAG-Mittel gefördert, voraussichtlich 30 bis 40 Prozent der anfallenden Kosten. Der Personalbedarf soll dem Anstellungsschlüssel 1:10 entsprechen und um die pädagogische Qualität zu sichern, wird empfohlen, 2,5 Fachkräfte für diese Gruppe anzustellen.

Nach eingehender Beratung wurden die notwendigen Beschlüsse einstimmig gefasst. Des Weiteren beauftragte das Gremium den Bürgermeister den Förderantrag nach FAG zu stellen, die fachliche Stellungnahme der Aufsichtsbehörde einzuholen und gleichzeitig bei der Regierung von Oberfranken den vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen.


Photovoltaik fürs Rathaus?

In der Sitzung stellte Dipl.-Ing. (FH) Alexander Bächer von der Energieagentur Nordbayern die Ergebnisse des Energiecoachings für die Gemeinde Altendorf vor. Die Energieagentur Nordbayern GmbH ist die größte unabhängige Beratungseinrichtung in den Bereichen Klimaschutz und Energieeffizienz innerhalb der Metropolregion Nürnberg. Sie analysierte in Altendorf zwei kommunale Einrichtungen genauer. Es wurden der Energieverbrauch, das Energieverhalten und die Einsparpotenziale im Rathaus mit Bürgerhaus und im Feuerwehrhaus untersucht. Es zeigte sich, dass in beiden Liegenschaften Einsparpotenziale vorhanden sind, die mit einfachen Mitteln umgesetzt werden können. Auch wurde vor allem am Rathaus mit Bürgerhaus erläutert, dass hier sehr gut eine weitere Photovoltaik-Anlage in Betrieb gehen könnte, die einen Großteil der im Anwesen benötigten Energie liefern könnte.

Auch eine moderate Erhöhung der Hebesätze für Gewerbe- und Grundsteuern wurde in der Sitzung beschlossen. Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) erinnerte eingangs den Gemeinderat an die Tatsache, dass der Gewerbesteuerhebesatz in der Gemeinde Altendorf seit 1993 unverändert bei 300 Prozent und die Grundsteuerhebesätze für die Grundsteuern A und B seit 1995 unverändert bei 280 Prozent liegen. Das Landratsamt Bamberg mahnt seit vielen Jahren schon, dass die Hebesätze zu erhöhen sind, um die dauernde Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten. Die Gemeinde Altendorf liegt mit ihren Hebesätzen deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Altendorf hat neben der Stadt Hallstadt die niedrigsten Hebesätze im ganzen Landkreis.

Vonseiten der Gemeindeverwaltung wurde überlegt, den Glasfaserausbau, wegen der derzeit günstigen Zinslage, über Drittmittel zu finanzieren. Eine Kreditaufnahme bedarf aber der Genehmigung durch das Landratsamt und dieses hat signalisiert, dass es eine Genehmigung nur dann erteilen würde, wenn die Gemeinde Altendorf die Steuerhebesätze erhöht. Die Gemeinde könnte den Glasfaserausbau auch aus der Rücklage finanzieren. Sobald die Gemeinde eine Kreditaufnahme benötigt, zum Beispiel für den Bahnausbau, führt an der Anhebung der Hebesätze aber kein Weg vorbei. Bürgermeister Wagner zeigte die Auswirkungen einer Erhöhung der Hebesätze um 20 Prozentpunkte mithilfe von Vergleichsrechnungen auf. So macht eine entsprechende Erhöhung jährlich bei der Gewerbesteuer circa 85 000 Euro, bei der Grundsteuer A circa 500 Euro und bei der Grundsteuer B circa 11 800 Euro aus.

Abschließend wurde die Erhöhung der Hebesätze für die Gewerbesteuer, die Grundsteuer A und die Grundsteuer B um jeweils 20 Prozentpunkte zum 1. Januar 2017 mit 9 zu 5 Gegenstimmen beschlossen.
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