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51-jähriger Radfahrer wird bei Altendorf von VW erfasst und stirbt

anette Schreiber Seit Jahren bemüht sich Altendorf um die Errichtung eines Radweges entlang der Staatsstraße nach Neuses, aber auch nach Hirschaid. Gestern ...
Für den 51-jährigen Radfahrer kam jede Hilfe zu spät. Foto: News5/Merzbach
 
anette Schreiber

Seit Jahren bemüht sich Altendorf um die Errichtung eines Radweges entlang der Staatsstraße nach Neuses, aber auch nach Hirschaid. Gestern nun ist ein 51-jähriger Radfahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Auto auf der Staatsstraße seinen schweren Verletzungen erlegen. Altendorfs Bürgermeister Karl-Heinz Wagner ist schockiert und wütend zugleich. Der Radweg stoße deswegen auf Ablehnung, weil die Strecke kein Unfallschwerpunkt ist, gibt er die Argumentation wieder. Makaber nach dem tödlichen Unfall.
Nach Angaben der Polizei war ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Bamberg gegen 5.50 Uhr mit seinem VW Golf auf der Staatsstraße zwischen Altendorf und Neuses Richtung Süden unterwegs. In gleicher Richtung befuhr auch der 51-Jährige mit seinem Fahrrad die Verbindungsstraße zwischen den beiden Ortschaften. Laut Polizei hatte der Autofahrer aus bislang noch ungeklärten Gründen den Radfahrer zu spät erkannt und war von hinten gegen dessen Rad geprallt. Der 51-Jährige, der ebenfalls aus dem Landkreis Bamberg stammt, verletzte sich dabei so schwer, dass er trotz der Bemühungen eines Notarztes noch an der Unfallstelle starb. Rettungskräfte brachten den VW-Fahrer mit einem Schock ins Krankenhaus.
Die Bamberger Staatsanwaltschaft ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen an, der die Polizeibeamten bei der Klärung der Unfallursache unterstützte.


Vier Stunden gesperrt

An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von rund 5000 Euro. Die Freiwillige Feuerwehr Altendorf leuchtete die Unfallstelle aus und regelte den Verkehr. Die Staatsstraße war für knapp vier Stunden Richtung Süden einseitig gesperrt, die Ermittlungen laufen noch.
Wie Bürgermeister Wagner gegenüber unserer Zeitung weiter ausführt, werde amtlicherseits argumentiert, entlang des Kanals gebe es einen Wirtschaftsweg, den Radler nutzen können. Gerade Frauen wollen das aber nicht, weil der Weg nicht beleuchtet und dicht bewachsen ist. Die Staatsstraße, so Wagner weiter, verleite so manchen wegen der lang gezogenen Kurven zu schnellem Fahren. Die jeweils zwei Kilometer langen Abschnitte werden speziell im Sommer wegen der Badeseen viel von Radlern genutzt.
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