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Konflikt

Ärger um "Giecher Bäck": Wenn Leberkäs die Nachtruhe stört

Für Nachtschwärmer ist der "Giecher Bäck" Kult. Doch Anwohner klagen über Ruhestörungen, zerschlagene Scheiben und unschöne Hinterlassenschaften.
Foto: Ronald Rinklef
 
Es ist kurz nach Mitternacht und rund um die Baustelle in der Drosendorfer Straße hat das Kommen und Gehen erst langsam begonnen. Türen schlagen, ein junger Mann in Club-Trikot uriniert auf der Straßenmitte, viele fahren bis direkt an die Absperrungen heran oder stellen sich in Hauseinfahrten. Autos mit Haßfurter, Höchstadter und Kronacher Kennzeichen. Alle lockt der Leberkäs in vielen Varianten an, den der "Giecher Bäck" Friedrich Rahmer die ganze Nacht über verkauft.
Er hat damit offensichtlich eine Marktlücke aufgetan. Discogänger und hungrige Nachtschwärmer nehmen für die späte Mahlzeit zum Teil sehr weite Wege auf sich. Jedoch zum Leidwesen einiger Anwohner, die nachts nicht mehr schlafen können. "Am Sonntagfrüh um fünf, halb sechs ist es drunten wieder zugegangen", sagt Alfons Diller. "Ein paar völlig Besoffene haben sich mit dem Taxi herfahren lassen und haben laut herumgeschrien." So gehe das fast jede Nacht, selbst an Ostern und Weihnachten, immer wieder werde er durch den Lärm aus dem Schlaf gerissen. "Ich hab' auch schon 100 Autos in einer Nacht gezählt", sagt Diller.

Die Anwohner fühlen sich in Stich gelassen. "Der Bürgermeister hat uns ans Landratsamt verwiesen, die Polizei sagt, sie hat nicht die Kapazitäten, um jeder Störung nachzugehen." Friedrich Rahmer stand trotz zahlreicher Anfragen leider nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.

Einen ausführlichen Bericht mit vielen weiteren Stimmen gibt es unter www.infranken.de/regional/bamberg/laute-nachtschwaermer-rauben-strassgiechern-den-schlaf;art212,2958084 (für Abonnenten kostenlos)
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