zurück zur Startseite

Feuer

Verpuffung bei Altmetall-Firma in Bamberg

Auf dem Gelände eines Altmetallbetriebs in Bamberg ist es am Donnerstag zu einer Verpuffung gekommen. 25 Tonnen Müll standen in Flammen.
In Bamberg hat es am Donnerstagabend gebrannt. Fotos: Ronald Rinklef
 
Am Donnerstagabend gegen 22.15 Uhr ist auf dem Gelände eines Altmetallbetriebs in Bamberg ein Feuer ausgebrochen. Menschen wurden laut Polizei nicht verletzt.

Mehr Fotos vom Einsatz in Bamberg

Die Meldung, die am Donnerstag um 21.50 Uhr die Feuerwehr erreichte, war dramatisch: "Brand Industriegebäude nach Explosion" hieß es da. Unverzüglich rückten die Männer der Ständigen Wache sowie die Löschgruppen 3, 1 und 4 der Freiwilligen Feuerwehr Bamberg aus.

Ihr Ziel war die Rheinstraße. Anwohner zwischen Margaretendamm und Hafengebiet wurden über wenigstens zehn Minuten immer wieder durch Sondersignale aufgeschreckt.


"Umfangreiche Alarmierung"

Beim Stichwort Explosion muss nach Auskunft von Stadtbrandrat Matthias Moyano "umfangreich alarmiert" werden. Man gehe bei dieser Alarmstufe von zerstörten Gebäuden und verletzten Personen aus. So machten sich insgesamt 70 Feuerwehrleute, 30 Sanitäter, 14 Polizeibeamte und zwei Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks auf den Weg ins Hafengebiet.

Glücklicherweise sei die Lage nicht ganz so dramatisch gewesen, schildert Augenzeuge Alexander Wilhelm, Stellvertretender Gruppenführer bei der Löschgruppe 3 und Stadt-Jugendfeuerwehrwart, die Situation nach Ankunft der Feuerwehr: Auf dem Gelände eines Altmetall-Entsorgungsbetriebs in der Rheinstraße war ein circa 5 Meter hoher und 25 Tonnen schwerer Haufen von Gewerbemüll in Brand geraten.

Laut Matthias Moyano war die Situation auch deshalb nicht sehr kritisch, weil die Abfallhaufen über das große Freigelände verteilt und jeweils durch Betonwände voneinander getrennt sind. So sei der Brand auf den einen einzigen Haufen begrenzt gewesen und "wir konnten ruhig den Löschangriff aufbauen". Die Feuerwehrleute bekamen den Brand mit Hilfe von Wasserwerfern schnell unter Kontrolle. Dabei wurde auch eine Drehleiter eingesetzt. Um an alle Brandnester zu gelangen, musste der Müllhaufen im Verlauf der Löscharbeiten mit einem Bagger auseinandergezogen werden. Rund drei Stunden waren die Feuerwehrleute im Einsatz bis die letzte Glut gelöscht war.

Eine Gefahr für Personen in unmittelbarer Nähe des Feuers oder für die Bevölkerung in der Nachbarschaft habe zu keiner Zeit bestanden: Laut Moyano haben seine Leute sicherheitshalber Luftmessungen durchgeführt. Dabei seien keine bedenklichen Konzentrationen von Schadstoffen festgestellt worden.

Zur Brandursache hat ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Nachrichtenagentur News5 eine Vermutung geäußert: Er hielt eine Selbstentzündung für nicht unwahrscheinlich. Die Verpuffungen könnten seiner Ansicht nach durch Spraydosen entstanden sein, die unter dem Gewerbemüll lagen.

zum Thema "Blaulicht"

Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.