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Stromnetz in Rugendorf wird modernisiert

Vertagt hatte der Rugendorfer Gemeinderat in seiner Juli-Sitzung den Bauantrag des Bayernwerks, das eine 20-kV-Schaltstation an der Biogas-Anlage errichten ...
Eine Schaltstation von zehn mal vier Metern möchte das Bayernwerk an der Biogasanlage bauen. Der Hochspannungsmast (rechts) wird zum Endmast umgerüstet, und der Schaltkasten (links daneben) ist dann überflüssig. Die Hochspannungsleitung über Rugendorf wird unterirdisch um den Ort verlegt. Foto: Klaus Klaschka
 
Vertagt hatte der Rugendorfer Gemeinderat in seiner Juli-Sitzung den Bauantrag des Bayernwerks, das eine 20-kV-Schaltstation an der Biogas-Anlage errichten will. In der Sitzung am Montagabend erläuterten nun Christian Ziegler und Markus Seidel vom Bayernwerk das gesamte Vorhaben: Die Hochspannungsleitung kommt weg und wird auf einer neuen Trasse um die Ortschaft unterirdisch gelegt. Des weiteren wird das Bayernwerk im Ort bestehende Leitungen erneuern.
Die teilweise Neuverkabelung für die normalen Haushalte kostet die Anlieger nichts. Die neuen Kabel werden jedoch größer dimensioniert, um gegebenenfalls einen erhöhten Stromverbrauch beziehungsweise die Einspeisung von Solarstrom gewährleisten zu können. Die Versorgung mit Starkstrom im Industriegebiet bleibt gewährleitet, so Christian Ziegler.
Verkabelt wird auch das neue Baugebiet am Langenbühler Weg. Dort wird an der Stelle des Stadels, der abgerissen wird, ein entsprechender Schaltkasten gebaut. Im Zug der Elektroverkabelung, so Christian Ziegler auf Nachfrage von Gemeinderat Gerhard Theuer, könnte die Gemeinde bei Bedarf auch gleich Glasfaser von der Tiefbaufirma mit verlegen lassen. Wie berichtet, soll dieses Neubaugebiet seitens der Telekom nicht über Glasfaser versorgt werden. Mit der Baumaßnahme des Bayernwerks besteht für die Gemeinde aber nun die Möglichkeit, dort Glasfaser legen zu lassen - ein Standortvorteil für Bauinteressenten am Langenbühler Weg.
Die Investition des Bayernwerks in Rugendorf, so Ziegler, koste etwa eine halbe Million Euro, würde das Netz dann aber auf den neuesten technischen Stand bringen und auch höheren Anforderungen genügen. Die geplanten Maßnahmen im Ort sind nicht genehmigungspflichtig - für die Errichtung der Schaltstation als Gebäude braucht das Bayernwerk jedoch das Einvernehmen des Gemeinderats, das dieser nach der Aufklärung nun erteilte.
Die ursprünglich bei der Sanierung des Hauses der Jugend vorgesehene thermochrome Sonderverglasung an der Südseite ist nicht möglich. Die Lieferfirma hat zwischenzeitlich Insolvenz angemeldet. Als Alternativen standen dem Gemeinderat nun zwei Versionen zur Wahl. Die erste mit Glas wie bei den anderen Fenstern plus Außenraffstores mit acht Zentimeter breiten Lamellen und Licht-/Sturm-Sensorsteuerung gefiel dem Gemeinderat nicht. "Je mehr dran, desto mehr kaputt", wertete Gemeinderat Gerhard Theuer diese High-tech-Variante.
Der Gemeinderat entschloss sich deshalb für die Variante aus "sehr gutem Sonnenschutzglas," das Franz Schnaubelt in Mustern vorstellte. Diese Verglasung kommt insgesamt 6350 Euro billiger als die ursprünglich vorgesehene.
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